Synology DiskStation DS114: 1-Bay-NAS im Praxistest

Macht ein 1-Bay-NAS eigentlich Sinn? Kommt auf den Einsatzzweck an. Wir haben ein kleines NAS für reine Backupzwecke gesucht und uns das DS114 von Synology hierfür mal genauer angesehen.

Ein guter Bekannter kam mal auf mich zu und meinte "Du, die Festplatte von meinem PC ist abgeraucht. Was mache ich denn nun?". Ich antwortete: "Kauf Dir eine neue Festplatte und spiele das letzte Backup zurück. Du hast doch hierfür extra eine externe USB-Festplatte und ein Image-Programm angeschafft.""Ach ja", erinnerte sich der Gute mit sichtbar schlechtem Gewissen, "die Sachen liegen noch eingepackt im Schrank."

Solche oder ähnliche Worte haben die hilfreichen Geister unter unseren Lesern bestimmt schon zu hören bekommen, wenn ein guter Rat von ihren "Betreuten" nicht in die Tat umgesetzt wurde. Entweder wurde gar kein Backup erstellt oder es wurde aus Bequemlichkeit schon lange keine aktuelle Sicherung mehr durchgeführt. Und dann gibt es noch diejenigen, die gar nicht wissen, was ein Backup ist.

Für solche Menschen muss alles automatisch ablaufen - am besten im Hintergrund und im Idealfal auch noch aus der Ferne durch den "privaten Service-Partner" (also Söhne und Töchter, Kumpel, gute Kollegen usw.) bedienbar. Was läge da näher, als ein NAS für die Sicherungen vorzusehen? Und automatische Sicherungen inklusive ganzer Datenträgerabbilder unterstützen die gängigen Betriebssysteme schon länger.

Doch anständige Netzwerkspeicher haben ihren Preis - und dazu kommen noch die Kosten für mindestens zwei Festplatten. Doch warum zwei Festplatten? Das NAS soll doch nur Backups beherbergen - also quasi redundante Daten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein PC und das NAS gleichzeitig ausfallen, sind doch recht gering. So gesehen wäre ja ein NAS-System mit einem einzelnen Einschub völlig ausreichend für jemanden, der den Netzwerkspeicher nur für seine automatisierten Backups nutzen will. Und genau für diesen Einsatzzweck haben wir uns mal das Synology DS114 genauer angesehen.

Das Synology DiskStation DS114 entspricht optisch der aktuellen Produktlinie: Schwarz, eckig, schlicht. Als Herz wurde ihm ein Marvell Armada 370 eingebaut, der mit 1,2 GHz getaktet ist. Dasselbe SoC findet Verwendung in den von uns getesteten NAS-Systemen Buffalo Linkstation 420 und D-Link DNS-327L

Das NAS verfügt über die in dieser Geräteklasse derzeit üblichen 512 MByte Arbeitsspeicher. Interessanter ist die Schnittstellenbestückung: Zwei USB 3.0 Ports und ein eSATA Anschluss erlauben den Anschluss externer Geräte - damit läßt sich durchaus etwas anfangen. Die kabelgebundene integration der DiskStation DS114 ins heimische Netzwerk erfolgt via Gigabit Ethernet.

Technische Daten: Synology DiskStation DS114

Prozessor:
Marvell Armada 370, 1.2 GHz
Arbeitsspeicher:512 MByte, DDR3
Festspeicher:maximal 1x 2,5* oder 3,5 Zoll, SATA-HDD (6 GBit/s, 3 GBit/s) oder SSD
* = nur mit optionalem Disk Holder
maximal 5 TByte Bruttokapazität (1x 5 TByte)
Anschlüsse:1x Gigabit Ethernet RJ45
2x USB 3.0 Back
1x eSATA
Infrarot-Empfänger
Art der Statusanzeige:
Status-LEDs
Abmessungen (HxBxT):16,6 x 7,1 x 22,4 cm
Gewicht:0,71 kg
Preis:ab ca. 160 Euro
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4 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Also ganz ehrlich: Wenn ich auf einem NAS nur Backups lagern will, dann ist selbst ein 1 Bay NAS bereits Overkill. Dann tuts nämlich auch ne simple externe Festplatte im 3.5er Format, die man einfach immer am Rechner hängen lässt.
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  • Man hat als zufriedener 1Bay-NAS Nutzer immer das Gefühl, die Autoren der einschlägigen Berichte haben zu Hause mindestens einen Voll-Server im Rack.

    Ein ein Bay-NAS ist natürlich zunächst mal performanter bei gleicher Serie, weil eben nur eine Platte angesteuert und beschrieben werden muss. Ein Vorteil beim Lesen (2x parallel) gehört ins Reich der Fabeln.

    Ein Backup braucht man sowieso, warum also den Strom für die zweite Platte raushauen?

    Wenn man schöne, deutsche Artikel schreiben möchte, sollte man das auch können. Im Englischen sagt man auch nicht: don't construkt sh!t, noch besser striptease-table. Nur im Deutschen dürfen die Autoren-Nasen "Sinn machen".
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  • Sehr schöner, wenn auch kurzer Artikel. Hier hätte man noch mehr auf die Vor- und Nachteile der 1-Schacht-Lösung eingehen können und auf das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu 2-Schacht-Lösungen. Aber immerhin wird mal eine andere Meinung vertreten.
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  • Der Nachteil eines 1-Bay mit automatischem Backup liegt im Umsatz beim Energieversorger.
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