Synology DS214+ und DS214play: Zwei 2-Bay-NAS im Vergleichstest

Mit dem DS214+ und dem DS214play bereichert Synology den Markt der NAS-Gerät um zwei interessante Modelle. Preislich ähnlich und doch verschieden soll jedes Modell seinen eigenen Kundenkreis finden. Doch wo liegen die Unterschiede? Wir haben verglichen.

Die Zielgruppen für die beiden Modelle DS214+ und das DS214play werden vom Hersteller von Haus aus schon recht unterschiedlich definiert: Das DS214+ sucht seine Interessenten in kleinen und mittleren Unternehmen mit dem Schwerpunkt auf eine zentrale Datensicherung. Das DS214play spricht dagegen Freunde eines Medien-Centers an, die Wert auf hochwertiges Foto-, Musik- und Video-Streaming legen.

Warum also ein Vergleich? Zum einen liegen die beiden Geräte preislich sehr nah beieinander - zum anderen decken sie sich von den Kernfunktionen zu einem sehr großen Teil. Wer mit der Anschaffung eines NAS in der Preisregion um die 300 EUR liebäugelt, kann hier schnell ins Grübeln geraten, welches der beiden Geräte für ihn geeigneter ist. Zudem lassen sich Zielgruppen auf dem Papier gerne klar abgrenzen, aber in der Realität können sich Interessen und Einsatzgebiet schnell überlappen.

Die Optik des DS214+

Das Synology DS214+ wirkt mit seinem Metallgehäuse professionell und hochwertig.

Die Festplattenkäfige lassen sich mit einem Fingerdruck entriegeln und herausziehen.

Die Festplatten werden nicht mehr in die Käfige geschraubt, sondern nur noch eingeschoben und final mit seitlichen Clips befestigt.

Die Optik des DS214play

Dagegen kommt das DS214play mit seiner Klavierlack-Optik elegant daher. Im Gegensatz zum DS214+ besteht das Gehäuse aus Kunststoff.

Hinter dem Deckel verbergen sich ebenfalls zwei Festplatteneinschübe.

Auch die Festplatten für das DS214play lassen sich schraubenlos montieren; das Prinzip gleicht dem des DS214+.

Anschlüsse

Beide Geräte verfügen über drei USB- (1x USB 2.0 und 2x USB 3.0), einen eSATA- und einen Ethernet-Port. Das DS214+ verfügt zusätzlich über einen zweiten Gigabit-Ethernet-Anschluss.

Das DS214play hat frontseitig einen zusätzlichen SD-Kartenleser verpasst bekommen. Die Rückseite ähnelt bis auf den fehlenden zweiten Gigabit-Port der des Plus-Modells.

Innere Werte

Die wahren Unterschiede finden sich in den Geräten selbst. Als CPU wurde im DS214+ ein Marvell ARMADA XP und damit ein ARM-Prozessor verbaut. Seine zwei Kerne arbeiten mit 1,33 GHz und können auf ein GByte DDR3-Speicher zurückgreifen. Ein separates Hardware-Verschlüsselungsmodul soll das Arbeiten mit verschlüsselten Daten beschleunigen.

Das DS214play integriert dagegen einen Intel Atom Dual Core CE5335 mit 1,6 GHz, der eine Hardware-Transkodierung von Full-HD Videos möglich machen soll. Auch ihm steht ein GByte DDR3-Arbeitsspeicher zur Seite.

Technische Eckdaten

 
DS214+
DS214play
CPU:
Marvell ARM Amada XP
Intel Atom CE5335
Taktrate:2x 1,33 GHz
2x 1,6 GHz
RAM:1 GByte DDR3
1 GByte DDR3
Speicher:maximal 2x 2,5"/3,5" SATA (II/III) HDD/SSD
maximal 2x 2,5"/3,5" SATA (II/III) HDD/SSD
maximal 8 TByte Bruttokapazität
maximal 8 TByte Bruttokapazität
Anschlüsse:2x Gigabit Ethernet RJ45 Back
1x USB 2.0 Front
2x USB 3.0 Back
1x eSATA Back
1x Gigabit Ethernet RJ45 Back
1x USB 2.0 Front
2x USB 3.0 Back
1x eSATA Back
SD-Kartenleser Front
Art der Statusanzeige:Status-LEDs
Status-LEDs
Abmessungen (HxBxT):15,7 x 10,3 x 23,3 cm
16,5 x 10,8 x 23,3 cm
Gewicht:1,65 kg
1,26 kg
Preis:ca. 320 EUR ohne Festplatten
ca. 320 EUR ohne Festplatten
Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
6 Kommentare
    Dein Kommentar
  • fffcmad
    So wie es aussieht muss man noch warten, bis die naechste Intel-Atom Generation kommt. Dann gibt es eine Hardwarebeschleunigung fuer AES und die Leistung wird auf Grund des Anhebens auf P2/ P3 Niveau der Architektur dramatisch in die Hoehe schnellen.
    0
  • Tesetilaro
    danke für den Test, danke für den Hinweis fffcmad...ich muß mir langsam echt mal gedanken machen richtung NAS - *seufz*
    0
  • Floposter
    ich hab die 214play. Ist echt ein Super Gerät. Ich habe nen DVB-C Receiver dran und benutze es über TVHeadend als Tuner für mehrere XBMC. Die Datenbanken liegen auch auf der NAS, so dass sich Filme auf dem einen XBMC auf dem anderen natlos weiter schauen lassen. Alles in allem ein Super Gerät. Man Beachte das in aktueller Version aus Lizenzgründen kein DTS Ton bei der Transcodierung unterstützt wird.Als Dateiablage nutze ich allerdings eine DS1813+. Da hat die kleine einfach zu wenig Platz. Jedoch die 214play der Dauerläufer bei mir, was bei dem Stromverbrauch auch in Ordnung geht... Habe aus Beruflichen Gründen sehr viel mit NAS Geräten zu tun und muss sagen, dass die Synology einfach die besten sind. Die Funktionsvielfalt und bedienbarkeit findet man sonst nirgends. (Auch nicht bei QNAP).
    0
  • fffcmad
    75683 said:
    ich hab die 214play. Ist echt ein Super Gerät. Ich habe nen DVB-C Receiver dran und benutze es über TVHeadend als Tuner für mehrere XBMC. Die Datenbanken liegen auch auf der NAS, so dass sich Filme auf dem einen XBMC auf dem anderen natlos weiter schauen lassen. Alles in allem ein Super Gerät. Man Beachte das in aktueller Version aus Lizenzgründen kein DTS Ton bei der Transcodierung unterstützt wird.Als Dateiablage nutze ich allerdings eine DS1813+. Da hat die kleine einfach zu wenig Platz. Jedoch die 214play der Dauerläufer bei mir, was bei dem Stromverbrauch auch in Ordnung geht... Habe aus Beruflichen Gründen sehr viel mit NAS Geräten zu tun und muss sagen, dass die Synology einfach die besten sind. Die Funktionsvielfalt und bedienbarkeit findet man sonst nirgends. (Auch nicht bei QNAP).


    Japp. Die Alternative ist dann nur ein Dateiserver mit Intel Xeon, HW-RAID und Windows Server. Das Transcodieren ist dann auch erst wirklich ion Echtzeit fuer alle Formate machbar. Kostet dann aber auch eine ganze Ecke mehr.
    0
  • Anonymous
    Das Metallgehäuse des 214+ wird zwecks Wartung wohl auch leicht auseinandernehmbar sein, während beim 214play kleine leicht abbrechende Plastiknasen die Gehäusehälften zusammenhalten, bei denen ich noch nicht herausgefunden habe, wie man ohne deren Beschädigung ans Innere des NASes kommt.

    Für ähnlich performante oder sogar schnellere Selbstbau-NAS braucht es eigentlich weder einen Xeon noch ein HW-RAID, beides sind eher Bestandteile eines professionellen Dateiservers, Fertig-NAS kommen ja auch ohne diese aus. Und bei Verwendung ähnlicher HW wird es meist auch preiswerter.

    Problematisch wird dagegen die Aufgabe, die gleiche Funktionsvielfalt und die (nahezu) narrensichere Einrichtung Bedienung auf einem Selbstbau-NAS zu realisieren, weshalb ich die Investition in ein NAS wie die hier vorgestellten auch immer als eine in diesen Aspekt sehen würde. Wobei man bei komplexeren und sehr speziellen Aufgaben ja auch schnell an die Grenzen kommt und dann ist man mit einem dedizierten Gerät besser bedient als mit einem Multitalent von NAS oder QNAP.

    Aber schon mit einem Filmarchiv bei dem die Daten in verschiedenen Kodierungen, verschiedenen Containern und womöglich noch mit mehreren Sprach- und Untertitelspuren vorliegen, schafft es selbst das DS214play, obwohl ja eigentlich genau für diesen Zweck geschaffen, nicht mehr alles zuverlässig abzuspielen, wärend sich unter jedem gängigen Betriebssystem die jeweils passende Abspielsoftware finden und parallel zu anderer Software installieren und nutzen lässt.
    0
  • fffcmad
    Ich habe mir halt einen Richtigen Server gebaut um mit RAID6 usw. performant und auch sicher zu fahren. Ohne BBU macht RAID6 null Sinn... Denn das bieten diese kleinen NAS nicht. Dafuer sind sie echt preiswert. Das Tolle an Windows bzw Linux ist, das du den DLNA-Server leicht einbinden kannst und man sich weiter keinen Kopf machen muss. Ist die Software akltuell und die Endgeraete der Software bekannt gibt es praktisch keine Probleme beim Transcodieren. Selten fehlen mal Ton oder Untertitel >> Laesst sich dann aber auch beheben.
    0