Heimüberwachung mit der Synology Surveillance Station 6.3

Wer schon ein NAS-System zu Hause im Einsatz hat, das eine Surveillance-Software unterstützt, könnte mit der passenden Kamera sein Heim überwachen. Doch was ist die passende Kamera und was ist sonst noch zu beachten? Wir machen den Praxistest.

Bei wem mal eingebrochen wurde oder wer schon mal im Bekanntenkreis einen Einbruch erlebt hat, der wird seine vier Wände mit gemischten Gefühlen verlassen. Dies geht nicht nur den "paranoid Schizophrenen" so - auch der besorgte Wohnungs- oder Hausbesitzer möchte gerne informiert werden, wenn jemand ohne seine Zustimmung sein Eigentum betritt.

Gleich vorweg: Eine Kameraüberwachung ersetzt keine sichere Schließanlage und erst recht keine Alarmanlage. Wer Zweifel an der Einbruchsicherheit seines Heims hat, kann sich bei der nächsten Polizeidienststelle kompetent beraten lassen.

Eine richtig geplante und installierte Videoüberwachung kann jedoch im richtigen Moment informieren und Bildmaterial vom Übeltäter erstellen - vorausgesetzt man hat die passende Technik parat. Eine wichtige Komponente des Gesamtpakets liefern viele NAS-Hersteller zusammen mit ihren Geräten aus: Surveillance-Software.

Warum Surveillance-Software nutzen?

Teurere Kameramodelle verfügen schon über Detektions- und Aufzeichnungsfunktionen und sind meist auch in der Lage, ihre Aufzeichnungen auf einer Speicherkarte oder gar auf einem Netzwerk-Share abzulegen. Also welche zusätzlichen Möglichkeiten bietet einem eine solche Surveillance-Software?

  • Möglichkeit 1: Umfängliches Alerting. Auch wenn die Firmware einer Kamera in der Lage sein sollte, E-Mails zu versenden - eine Surveillance-Software bietet meist deutlich mehr Möglichkeiten der Alarmierung (z.B. SMS- oder Push-Dienste).
  • Möglichkeit 2: Gesicherte Aufzeichnungen. Selbst wenn ein Unbefugter die Kamera entwenden sollte, so liegt die Aufzeichnung selbst auf dem nicht gleich für den Eindringling sichtbaren Netzwerkspeicher. Die Beweise, die den Eindringling identifizieren könnten, sind für diesen nicht sofort direkt greifbar. Voraussetzung ist dafür natürlich, dass das NAS nicht gerade direkt unter der Kamera steht...
  • Möglichkeit 3: Bessere Usability. Spätestens wenn man eine zweite Kamera einsetzt, wird das Konfigurieren und Verwalten von mehreren Kameras, die womöglich aufgrund des Einsatzortes noch von verschiedenen Herstellern stammen, wirklich umständlich. Da die Überwachung nach dem Verlassen der Wohnung möglichst bequem aktiviert werden soll, schränkt dies die Auswahl möglicher Kameras noch mehr ein. Denn eines sind IP-Kameras in der Regel nicht: Einfach zu konfigurieren und bequem zu aktivieren. Hinzu kommt, dass die App-Unterstützung bei einigen Herstellern sehr zu wünschen übrig lässt.
  • Möglichkeit 4: Abgesicherte Kameras. Wer die Anzahl netzwerkfähiger Geräte, die Zugriff zum Internet haben sollen, auf ein Minimum begrenzen möchte, der kann beim Einsatz einer Surveillance-Software den Internetzugriff der Kameras beispielsweise über die Kindersicherung des Heimrouters unterbinden. Es genügt dann, dass das zentrale NAS-System Zugang zum Internet erhält.

Für unseren Praxistest haben wir uns für das NAS-System DS214+ aus dem Haus Synology entschieden, denn Synology bringt im Bereich Surveillance-Software langjährige Erfahrung mit. Das DS214+ gibt es zu Straßenpreisen ab knapp 290 Euro. Wer ein NAS von anderen Herstellern wie beispielsweise Asustor oder QNAP besitzt, kann natürlich auch deren Surveillance-Software nutzen.

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