Analysten: Tablet-Markt bricht weiter ein

Tablets verkaufen sich schlechter (Bild: Coby)Tablets verkaufen sich schlechter (Bild: Coby)

Schon 2015 war die Lage auf dem Tabletmarkt alles andere als rosig: Im vierten Quartal sank der weltweite Absatz in Sachen Stückzahlen um 13,7 Prozent auf „nur noch“ 65,9 Millionen Einheiten. Laut Analysten von ABI Research wird der Absatz von mehr als 207 Millionen Stück im Jahr 2015 bis 2021 auf unter 140 Millionen Stück abstürzen – um mehr als ein Drittel gegenüber den Spitzenzeiten im Jahr 2014.

Bei der Begründung des Niedergangs der Tablets, die einmal als Nemesis für sämtliche (privaten) PCs dieser Welt gehandelt wurden, schließen sich die ABI-Research-Analysten denen von IDC an. Neben einer Marktsättigung der günstigen Touch-Rechner sind lange Nutzungszyklen und geringer Erneuerungsdruck die Hauptgründe für die weitaus geringere Nachfrage. Das gilt selbst für aufstrebende Schwellenländer.

Hinzu kommt, dass gerade in China und anderen asiatischen Märkten eher Markengeräte von regionalen und global aktiven Herstellern mit höheren Preisen als OEM-Produkte gefragt seien. Ein weiterer, gravierender Faktor sei die Konkurrenz von großen Smartphones und Phablets, die ähnliche Nutzungsszenarien wie Tablets erfüllen könnten.

Im Rahmen des Niedergangs sollen sich auch die Verkaufsregionen verändern: Während heutzutage noch 63 Prozent der Verkäufe in Ländern mit hochentwickelten Volkswirtschaften über die Ladentheken und aus den Online-Stores gehen, soll sich dieses Verhältnis bis 2021 dahingehend umdrehen, dass 57 Prozent der Tablets in Schwellen- und Entwicklungsländern verkauft werden.

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