Tablets 2015 auf dem absteigenden Ast

Die einst als „Killer“ von PCs und Notebooks vermuteten Tablets machen dem Markt Sorgen. Wobei man sich fragen muss, ob Sorgen angesichts von 65,9 Mio. (-13,7 %) verkauften Geräten im vierten Quartal bzw. 206,8 Mio. (-10,7 %) im Gesamtjahr 2015 überhaupt berechtigt sind.

Dennoch: Ein Absinken der Verkaufszahlen um 13,7 Prozent trotz Weihnachten und damit ein nochmals größeres Minus als im Q3 des Vorjahres sind schon gravierend. Damit brachen Tablets stärker ein als Desktop-PCs und Notebooks.The Winner is: AppleThe Winner is: Apple

Große Quartalsgewinner waren laut IDC Apple, das trotz eines Minus von 24,8 % nicht zuletzt dank des iPad Pro die Spitzenposition halten konnte, und Amazon. Der Kindle verkaufte sich dank günstiger Preise mehr als zweieinhalbmal so oft wie im Vorjahr und konnte sich in den Top 5 platzieren. Allerdings reichte das nicht, um sich in der Jahresbilanz nach vorn zu schieben.

IDC-Zahlen Tablets Q4/2015IDC-Zahlen Tablets Q4/2015

Auch bei den Business-Tablets ging Apple als Sieger vom Platz, vor allem beim Vergleich von iPad Pro und Microsofts Surface: Während Apple zwei Millionen Stück des Großtablets abgesetzt haben soll, konnte Microsoft nur 1,6 Millionen an den Mann bringen, laut den Marktforschern von IDC aber in der Hauptsache Surface-Pro-Modelle. IDC-Zahlen Tablets 2015IDC-Zahlen Tablets 2015

Im Gegensatz zu den Slate-Tablets, die ein Minus von 21,1 % verzeichnen mussten, scheint also bei den Business-Geräten nicht der Preis das ausschlaggebende Argument zu sein, siehe Amazon Kindle, sondern eher die Performance und die Ausstattung.

Das scheint auch das Argument zu sein, das den Detachables einen Aufschwung auf 8,1 Millionen verkaufter Geräte bescherte – eine Verdopplung im Vergleich zum letzten Quartal des Vorjahres. Die Nutzer scheinen verstanden zu haben, dass Tablets zwar leistungsfähig sein können, aber für die Content-Creation immer noch die klassischen Eingabegeräte die beste Lösung darstellen.

Zusätzlich scheinen längere Nutzungszyklen ein Grund dafür zu sein, dass die Verkaufszahlen schrumpfen. Zum einen sollen sie an der Auswechselbarkeit der Geräte liegen, zum anderen an fehlenden Innovationen und zum dritten daran, dass sie einfach lange genug ausreichende Performance zum Konsum von Inhalten abliefern.

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5 Kommentare
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  • genau - Konsum von inhalten, dafür sind die dinger schon lange ausreichend - ich habe mir vor nem reichlichen halben jahr ein jackentaschen-tablet in 7" als ersatz für meinen defekten ebookreader gekauft - für 54 € war auch nicht viel falsch zu machen, und selbst wenn ich hier und da den preis spüre - wenn ich's in relation setze - wozu ein fettes 10" quadcore monster holen, das nicht mehr in die jacke passt?

    jetzt mal hand auf herz, wer von euch nutzt ein 10" tablet privat und ist damit dann auch noch produktiv? also wer macht damit was wirklich sinnvolles? Und damit meine ich nicht die steuerung des heimischen Fernsehers ;)
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  • Das mit der größe ist geschmackssache, ich nutze es auch zum Video schauen oder zum lesen in der Wanne da währ mir 7" zu klein.
    Wer ist denn mit solchen Konsumer Produkten produktiv? Die dinger sind doch zum Zeitvertreib da!
    Es stimmt allerdings schon das ich mit meinem relativ alten Ipad 3 noch kein bedarf sehe es zu ersetzen und ich bin bestimmt nicht der einzige der bei Tablets keinen 2 jahres tausch vonnöten hält!
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  • Also ja, zugegeben: iPads und sonstige Tablets sind in erster Linie Konsumgüter. Einzig den Surface-Modellen kann ich einigermaßen einen praktischen Geschäftseinsatzzweck zusprechen.
    Allerdings muss ich sagen, dass dank einfach einzurichtendem VPN und der Microsoft Remote Desktop App mein iPad mini in meiner Jackentasche jeden Morgen in der SBahn zu einem erstklassigen Tor zu meinem Rechner auf Arbeit mutiert und ich dann perfekt vorbereitet auf Arbeit ankomme. Auch in Meetings trage ich mein mini iPad gerne mit mir und habe jederzeit unsere Produktivserver im Blick sowie jederzeit Zugriff auf alle wichtigen Unterlagen.
    Kurz gesagt, auch wenn das iPad für mich in erster Linie ein Konsumgerät ist, kann es sich doch auch im Geschäftsalltag als durchaus nützlich erweisen und ich würde es mir alleine deswegen jederzeit wieder zulegen.
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