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kimmit http://m.bestofmedia.com/sfp/images/design/noimg/no-profil-100x100.jpg
Youngster
| in Festplatten, optische Laufwerke und Controller

Nagelneue Festplatte mal erkannt, mal nicht. Woran liegt's?

Guten Abend allerseits!

Ich bin neu hier und hoffe, ich habe alles richtig gepostet.
Mein Problem sieht folgendermaßen aus: Ich habe mir eine Seagate Barracuda mit 500GB zugelegt um von Windows XP auf Windows7 umzusteigen. Also habe ich die Platte eingebaut, Stromkabel und Datenkabel angeschlossen, RAID im BIOS deaktiviert und S-ATA aktiviert.
Beim Starten des PCs dann die Überraschung: die Platte wurde nicht erkannt. Nach mehreren Neustarts habe ich dann die S-ATA Buchse auf meinem Mainboard gewechselt. Die Festplatte wurde dann auf einmal problemlos erkannt und auch das Setup-Menü von Windows7 zeigte sie mir an. Nach dem automatischen Neustart von Windows7 war sie plötzlich wieder weg! Also wieder die Buchse gewechselt, und siehe da, beim nächsten Neustart wurde sie wieder erkannt. Bei der darauf folgenden Konfiguration vom Setup klinkte sie sich bei dem Punkt "Installation wird abgeschlossen" komplett aus (2 Std. passierte nichts) und beim forcierten Neustart war sie wieder weg.
Also Buchse gewechselt, wieder da, nur leider durfte ich neu installieren, da das Setup nicht abgeschlossen hat. Bei der zweiten Installation bleibt sie noch während dem Punkt "Dateien werden expandiert" hängen. Kein Zeichen an der HDD LED mehr, k.A. ob sie noch Geräusche macht (schwer zu unterscheiden von CPU-Fan und DVD-LW)...

Ich weiß jetzt einfach keinen Rat mehr. Woran kann's liegen? Das S-ATA Kabel kaputt (meine Vermutung)? Die nagelneue Festplatte fehlerhaft? Zu schwaches Netzteil? Oder liegt's am Mainboard bzw. dessen BIOS (was ich nicht glaube)? Wäre wirklich klasse, wenn mir jemand einen Tipp geben könnte! Brauche den PC dringend im Studium :( 

Festplatte: Seagate Barracuda SATA 500GB (neuestes Modell, nicht das ältere mit den bekannten Fehlern)
Mainboard: Abit NF-M2SV
Chipsatz: AMD Dual Core
RAM: 2GB DDR2

(Wenn ihr weitere Informationen, wie aktuelle BIOS-Konfiguration o.ä., braucht, bitte Bescheid geben!)


Es wäre wirklich wundervoll, wenn einer einen Vorschlag oder eine Vermutung parat hat, bin leider auf den PC angewiesen. Vielen Dank schonmal im Voraus!

MfG
Robert
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derGhostrider http://m.bestofmedia.com/sfp/design/usr/de/avatars/44/15/8103.gif
Experte in Storage
Veteran bronze-Mitglied
Meine Vorgehensweise wäre nun folgende:

0.1: Ist der Rechner übertaktet? Falls ja: Mach das Rückgängig und installiere Windows neu. Dabei auf jeden Fall die nun kaputte Partition erst löschen lassen, nicht einfach drüberkopieren!
Wenn der Rechner nicht übertaktet ist (und ich meine CPU oder RAM) mit Punkt 0.2 weitermachen.

0.2: Wenn Du schon das Kabel unter Verdacht hast: Tausche es aus. SATA-Kabel kosten keine 3 Euro und liegen bei jedem Mainboard bei. Wenn Du bekannte hast, die sich irgendwann in den letzten 3 Jahren einen neuen PC zusammengebaut haben: Frage doch einfach mal, ob sie nicht ein Kabel zum Testen für Dich haben.
Weiter bei 0.2


0.3: Ist das BIOS für Dein Mainboard auf den neuesten Stand? (besuche dafür die ABIT-Homepage). Das Mainboard ist alt, aber vielleicht findest Du dort noch ein halbwegs aktuelles BIOS. Falls ein neueres als Deines gibt, solltest Du Dir zumindest überlegen, ob Du es nicht updaten willst.
Falls es kein BIOS gibt oder Du das BIOS nicht anrühren willst oder Du bereits das aktuellste BIOS hast, fährst Du mit Punkt 1 fort.


1.: Seatools von Seagate runterladen und einen ausführlichen Oberflächentest durchlaufen lassen. Das kann durchaus deutlich über eine Stunde dauern.
1.a) Wird ein Fehler erkannt => Festplatte beim Händler gegen eine neue tauschen lassen (Gewährleistung!). Wenn die Seatools einen Fehler melden, dann ist die Festplatte definitiv kaputt.
1.b) Wird kein Fehler erkannt => Fortfahren mit Punkt 2.

2.: RAM mit Memtest86 testen. "die RAM-Riegel funktionierten immer einwandfrei" - Die Aussage an sich ist recht wertlos. Erstaunlicher Weise fallen RAM-Fehler besonders häufig bei der Installation eines Betriebssystems auf. Hatte selbst Fälle im Unternehmen, bei denen ein aufgerüsteter Rechner gut lief, bis er neu installiert wurde. Erst dann hatten wir massive Probleme. Memtest hat dann gezeigt, daß der Speicher fehlerhaft war. Also nur "läuft doch" reicht einfach nicht. Memtest ausführen und "ein paar Stunden" laufen lassen ist SEHR empfehlenswert.
2.a) Findet Memtest86 oder Memtest86+ "ein paar Fehler" stimmt bereits etwas nicht! Nimm die Module vorsichtig aus dem Board, puste vorsichtig durch die RAM-Sockel (wegen Staub) und bau die RAM-Module wieder ein. Besteht der Fehler weiterhin: Einzeln testen. Natürlich nur mit der Taktrate, die ab Werk vorgesehen ist! Wie gesagt: Bei OC gibt es zu viele Möglichkeiten, warum es nicht geht. Eine Fehlersuche wäre irrsinnig.
2.b) Memtest findet sofort oder innerhalb der ersten 5min HUNDERTE von Fehlern: RAM ist kaputt. Die Module einzeln mit Memtest testen um herauszufinden, ob es alle sind oder nur eins ist. Eventuell konnt dann auch das Board doch nicht so gut mit dem RAM klar, so daß es bei der Installation Probleme gibt. Falls also Fehler auftreten auf jeden Fall einzeln testen!
2.a) Findet Memtest86 oder Memtest86+ auch nach 4 Stunden keinen Fehler, dann kannst Du schon recht gut davon ausgehen, daß alles OK ist. In diesem Fall würde ich mit Punkt 3 weitermachen.


3.: Hast Du schon den aktuellsten Windows 7 SATA-Treiber für Deinen Chipsatz während der Installation verwendet?

Ich würde es versuchen, also den Treiber bei der installation von USB-Stick laden.


Zu Deinem Board:

Der Chipsatz heißt richtig: "NVIDIA® GeForce®6100+405 single chip"

Die Treiber auf der Homepage von Abit sind Uralt (2006!), es gibt nur Vista aber keine Windows 7 Versionen und teilweise sind die Links sogar kaputt. 2006 gab es noch kein Windows 7, somit hättest Du mit den Treibern dort pfuschen müssen. Aber das macht ja nichts, denn der Chipsatz ist von NVidia und NVidia hat ordentlichen Treibersupport.


Hier findest Du die passenden Treiber für Windows 7 32bit:
http://www.nvidia.de/object/nforce_vista_win7_32bit_15....
Üppige 187MB.

und wenn Du doch mal 64 bit verwenden willst....
Hier findest Du die passenden Treiber für Windows 7 64bit:
http://www.nvidia.de/object/nforce_vista_win7_64bit_15....
Das Paket ist sogar noch größer: 210MB.


In dem Paket steckt aber auch ungefähr alles - vor allem viel Quatsch, den Du frühestens nach der Installation von Windows brauchst, dann aber auch installieren solltest!

Kleiner Exkurs:
Nach einer neuen Windows-Installation (sofern Du soweit kommst) solltest Du IMMER zuerst die Chipsatztreiber auf den neuesten Stand bringen, vor allem auch IDE/SATA Treiber. Dies ist sozusagen die Grundvoraussetzung für ein stabiles System. Es werden sehr häufig Fehler in diesen Bereichen ausgebügelt und man möchte ja alle folgenden Treiber und Programme "fehlerfrei" speichern können. ;) 
Exkurs Ende.


Vorgehensweise:
Du lädst die große Datei herunter und speicherst Sie irgendwo, wo Du dran kommst. SO kann das Windows-Setup damit nichts anfangen! Die Treiber stecken da drin.

Wie Du daran kommst:
Benenne die Datei um! Führe also nicht das Setup aus! Aus der Endung .exe machst Du ein .zip
Dadurch kannst Du mit einem rechtsklick die Dateien entpacken.

Aus dem ganzen Wust brauchst Du nur einen Teil aus dem Ordner "IDE".

Beispiel für die 64bit-Version:

Im Verzeichnis "IDE" findest Du zwei weitere Ordner: "Win764" und "WinVista64".
Letzteren brauchst Du nicht.
Im Win7 Ordner sind drei weitere Unterordner:
- raidtool (braucht Du nicht!)
- sata_ide
- sataraid

Welche Du genau brauchst, hängt eventuell von den Einstellungen im BIOS ab. Dabei solltest Du bedenken, daß die Bezeichnunge durchaus unpräzise sein können.(Siehe Fußnote*) Kopiere beide. Es ist einfach der sichere Weg. Eigentlich brauchst Du nur einen der beiden Ordner... Kopiere aber beide Ordner komplett auf den USB-Stick. Wenn Laufwerk X: Dein USB-Stick ist, dann also nach X:\sata_ide\ und X:\sataraid\.
Die sind nur 2MB groß, das sollte selbst auf den ältesten USB-Stick problemlos passen.


Nun hast Du einen USB-Stick mit den SATA-Treibern für Dein Mainboard.

Als nächstes von der Win7-Installations-CD Booten und an dem Bildschirm, wo Deine Platte als Installationsziel angezeigt wird: USB-Stick einstöpseln und Treiber Laden.
Probiere erstmal den sata_ide Treiber, dann nimm den RAID-Treiber. Ich weiß nun einfach nicht, ob bei DEM Chipsatz AHCI und RAID-Treiber identisch sind oder nicht. Bei einigen Boards ist das der Fall.

Fußnote(*): Einige Mainboards, Chipsätze oder Treiber setzen RAID und AHCI gleich. Sozusagen ein "ein-Festplatten-nicht-RAID"-RAID, für das dann auch der AHCI-Modus genutzt wird. Da ich Dein BIOS und das Board nicht kenne, es zudem etwas älter ist, kann alles möglich sein. *g*
Einfach ausprobieren. Wenn Du den "falschen" Treiber lädst, dann passiert einfach GAR NICHTS. Der Treiber wird geladen, passt aber nicht zum Betriebsmodus und wird dann ignoriert.

------

Kurze Begründung: Wenn es nur an veralteten Treibern liegt bzw die in Windows integrierten Treiber für diesen betagten Chipsatz etwas straucheln, dann könnte das Verhalten Deines PCs damit erklärbar sein.


So, das wäre das, was ich machen würde. Klar strukturiert sollte es Dir weiterhelfen das Problem einzugrenzen, eventuell sogar zu lösen.
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derGhostrider http://m.bestofmedia.com/sfp/design/usr/de/avatars/44/15/8103.gif
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Wunderbar! Nunja, das sind in der Herstellung Pfennig-Artikel. Kann schonmal passieren. Einmal zu eng geknickt und das Kabel kann ebenfalls kaputt sein.

Hauptsache es geht nun. :) 
kimmit http://m.bestofmedia.com/sfp/images/design/noimg/no-profil-100x100.jpg
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Wow, es lag tatsächlich am Kabel o_O
Dabei habe ich das mitsamt der Festplatte NEU gekauft! Ärgerlich...
Aber zumindest läuft es jetzt reibungslos, und zwar beide SATA_Steckplätze (habe eine Samsung 500GB Platte dazugepackt).

Trotzdem vielen Dank für die Antworten und einen schönen Tag!
derGhostrider http://m.bestofmedia.com/sfp/design/usr/de/avatars/44/15/8103.gif
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Bevor Du Seatools laufen lässt, mußt Du im BIOS auf "IDE" umstellen. Im AHCI-Modus geht das nicht.
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Seatool funktioniert leider nicht, da es die Platte überhaupt nicht erkennt (es zeigt "no device found" oder so an), auch wenn sie im BIOS vorhanden ist. Memtest86 lasse ich nun seit geraumer Zeit laufen, bisher 0 Errors, ich lasse den mal zu Ende laufen, glaube aber nicht, dass da was kaputt ist. Ich mache mich gleich mal auf den Weg zu einem Bekannten und hole mir da ein SATA-Kabel und eine SATA-Platte und schaue mal, wie es damit steht, danach probiere ich das mit der Treiberaktualisierung mal aus.
Installiert habe ich Win7 auch beim vierten Versuch nicht bekommen, da er spätestens bei "Installation wird fertiggestellt" hängt (weil anscheinend plötzlich die Festplatte wieder futsch ist). Hab die RAID-Funktion im BIOS jetzt auch mal auf enabled gestellt, hilft leider nicht. Sehr seltsam das Ganze...
kimmit http://m.bestofmedia.com/sfp/images/design/noimg/no-profil-100x100.jpg
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Hallo Ghostrider!
Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag! Ich werde mal nach der Uni deine Vorschläge durchführen und melde mich wenn's was Neues gibt.
kimmit http://m.bestofmedia.com/sfp/images/design/noimg/no-profil-100x100.jpg
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Vielleicht sollte ich die Platte weiter spezifizieren: Es handelt sich um das Modell Seagate Barracuda 7200.12. Die RAM-Riegel sind von V-Data (je 1024MB) und funktionierten immer einwandfrei. Das Windows7 ist die 32Bit-Version.
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