Anmelden mit
Registrieren | Anmelden

Ihre Frage

Frage

Stichwörter:
flinx_s http://m.bestofmedia.com/sfp/images/design/noimg/no-profil-100x100.jpg
Youngster
| in Kühlung

Passive Kühlung für i3 System

Hi,

ich bin gerade dabei mir ein System basierend auf einem Intel Core i3-530 zusammenzustellen. Der PC soll primär Viedeozulieferer für meinen Plasma Bildschirm (Full-HD) fungieren und ausserdem fürs Internet-Browsen und gelegentliches Arbeiten verwendet werden. Grafikkarte werde ich (vorerst) keine einbauen, will das System damit später aber erweitern können.

Was das Gehäuse angeht, so hatte ich lange mit dem günstigen Xigmatek Asgard geliebäugelt, nur um dann festzustellen, dass sich dieses Gehäuse nicht für große CPU-Kühler wie z.B. den Scythe Mugen 2 eignet. Hier suche ich ein einfaches Gehäuse ohne Schnickschnack, in das ein großer CPU-Kühler ohne Probleme hineinpasst und das darüber hinaus die Option für gute (aber leise) Dürchlüftung bietet, so dass ich - wenn möglich und sinnvoll - den CPU Kühler passiv betreiben kann.

In der Zukunft werde ich dem System vermutlich zum Spielen noch eine Grafikkarte und - falls benötigt - auch eine stärkere CPU spendieren - Ziel dieser Systemzusammenstellung ist auf jeden Fall auch die Möglichkeit für Aufrüstungen. OC oder Case Modding ist für mich kein Thema. Bitte - wenn möglich - keine Blinkenden Gehäuse/Lüfter-Vorschläge, etc.
Da mein bisheriger PC sich vor allem durch einen brummenden CPU-Lüfter und eine nicht wirklich schnelle

Lange Vorrede - viele konkrete Fragen:

- Kann ich den i3-530 passiv kühlen?
- Wenn ja, welche Bedingungen (Anzahl, Größe, Drehzahl, Volumenstrom der Gehäuse-Lüfter) muss das Gehäuse erfüllen?
- und welchen CPU Lüfter soll/kann ich verwenden - gute Kandidaten wären Scythe Mugen 2, Noctua NH-U12P SE2, Prolimatech Mega Shadow, oder vielleicht etwas völlig anderes? ich beschäftige mich jetzt schon seit einigen Monaten mit der Materie, und habe immer noch nicht das Gefühl einen Überblick zu haben
- Ist die Variante mit gut durchlüftetem Gehäuse und CPU-Kühler ohne Lüfter wirklich leiser als eine Variante mit einem Lüfter auf dem CPU-Kühler?
- War ich nur zu blind die Antworten auf meine Fragen im Internet zu finden?

Vielen Dank schonmal an alle, die sich die Mühe machen, mir zu helfen
0
Sie müssen ein registriertes Mitglied sein um abstimmen zu können
  • Teilen
  • Email-Benachrichtungen
  • Zu Favoriten hinzufügen
Werbung stört? Dann Mitgliedskonto eröffnen
Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Lösungen (10)
Beste Lösung
jean luc bizarre http://m.bestofmedia.com/sfp/design/usr/de/avatars/6d/ef/24810.jpg
Frequent
Wenn der I3 ne TDP von 73Watt hat, dann schafft der Scythe Orochi das definitiv passiv. Ich persönlich kühle nen PhenomII 945 @3450Mhz auch ohne Probleme passiv (da der Riese mit Lüfter nicht ins Gehäuse passt) Allerdings ist definitiv auf eine gute Gehäuselüftung zu achten. ich hab im Deckel 2x 140mm drin, von daher ist das fast aktiv. Die Frage ist eben, ob das Gehäuse gut genug durchlüftet ist und ob es breit genug ist um den Kühler aufzunehmen...
Teilen
Andere Lösungen (9)
Sortieren nach
flinx_s http://m.bestofmedia.com/sfp/images/design/noimg/no-profil-100x100.jpg
Youngster
Gefällt mir
Sie benötigen ein Bronze-Abzeichen in der aktuellen Kategorie, um Beiträge negativ zu bewerten.
Punkte 0
Missfällt mir
Dieser Punktestand spiegelt wieder, wie sehr der Community die Lösung gefällt. Mitglieder können eine Lösung positiv bewerten. Um abzustimmen, loggen Sie sich als registriertes Mitglied ein oder treten Sie der Community bei.
Beste Antwort ausgewählt durch flinx_s.
Levi88 http://m.bestofmedia.com/sfp/design/usr/de/avatars/57/b4/11457.jpg
Veteran bronze-Mitglied
Gefällt mir
Sie benötigen ein Bronze-Abzeichen in der aktuellen Kategorie, um Beiträge negativ zu bewerten.
Punkte 0
Missfällt mir
Dieser Punktestand spiegelt wieder, wie sehr der Community die Lösung gefällt. Mitglieder können eine Lösung positiv bewerten. Um abzustimmen, loggen Sie sich als registriertes Mitglied ein oder treten Sie der Community bei.
Mag ja sein alter Sack, dass trifft, für Netzteile mit DC to DC aber nicht zu.
Da kann der Wirkungsgrad auch ganz anders ausfallen.
Ich hab zB ab 65W (10% Last) bereits 88% Effizienz, darunter schauts auch nicht zwangsweise mies aus (ab 30W gehts gut aufwärts).
Bedeutet nur im Klartext, dass es auf die NT Technik ankommt und nicht nur auf NT Größen.
Den Schwachsinn, sich einen PC für BOINC zu kaufen werde ich aber so oder so nie verstehen ;) .
alterSack66 http://m.bestofmedia.com/sfp/design/usr/de/avatars/37/61/24503.jpg
Experte in Kühlung
Expert
Gefällt mir
Sie benötigen ein Bronze-Abzeichen in der aktuellen Kategorie, um Beiträge negativ zu bewerten.
Punkte 0
Missfällt mir
Dieser Punktestand spiegelt wieder, wie sehr der Community die Lösung gefällt. Mitglieder können eine Lösung positiv bewerten. Um abzustimmen, loggen Sie sich als registriertes Mitglied ein oder treten Sie der Community bei.
Kundenrezension von mindfactory : Habe den i3 seit heute morgen auf einem AsRock H55M mit
einem Riegel 2GB Kingston Speicher und einem Ninja2 dank
AsRocks Multi Kühleraufnahme ( 1156/775).
Meiner lief mit 1.15V Vcore und bin jetzt bei 1.1V beim start und danach mit dem AOC bei 1,031V. Gesamtverbrauch
bei Spinhenge@home 65W. Mit EnergySafer von AsRock sind es beim Surfen und Online Gaming 45W - 52W .
Nun ist das Problem , das es keine Netzteile gibt die max. 150W haben bei 80Plus Bronze oder Silver :-(
Es sind mit SIcherheit unter 60W bei Boinc Vollast drin.
Mein Antec Earthwatts ist mit 80Plus und 380W überdimensionert! Die CPU ist bei Vollast und dem Ninja ohne Lüfter 36°C warm. Habe die einen 120mm Noiseblocker
hinten zum absaugen mit 1000RPM laufen.
Vorteile sind eben Stromverbrauch , guter Speed , Kaufpreis sowie natürlich Hyperthreading.
Als Nachteile würde ich die Boardpreise sehen und fehlende effiziente 150W Netzteile für den Minikonsum.
Insgesamt eine Kaufempfehlung auch als kleine Boinc Maschine :) 
flinx_s http://m.bestofmedia.com/sfp/images/design/noimg/no-profil-100x100.jpg
Youngster
Gefällt mir
Sie benötigen ein Bronze-Abzeichen in der aktuellen Kategorie, um Beiträge negativ zu bewerten.
Punkte 0
Missfällt mir
Dieser Punktestand spiegelt wieder, wie sehr der Community die Lösung gefällt. Mitglieder können eine Lösung positiv bewerten. Um abzustimmen, loggen Sie sich als registriertes Mitglied ein oder treten Sie der Community bei.
Da habe ich ja was ausgelöst :whistle: 

Auslöser für meine Frage war eine Seite bei einem Hersteller von (u.a.) CPU-Kühlern, der - leider nur bei einem Modell - die Angaben (aus dem Gedächtnis, finde die Seite nicht mehr) enthielt: Kühlung (passiv) bis 75W TDP, aktiv waren es glaube ich 135W.

Da der i3-530 eine TDP von 73W besitzt sollte er - den richtigen Kühler und ein gut durchlüftetes Gehäuse vorausgesetzt - eigentlich passiv Kühlbar sein. Wobei es evtl. leiser sein könnte 3 Lüfter (Gehäuse vorne, hinten und einen am CPU Kühler) mit niedrigeren Drehzahlen zu verwenden als nur 2 Gehäuselüfter. Aber auch da fehlt mir einfach die Erfahrung und ich habe im Netz keine entsprechenden Anleitungen gefunden.

Darum schonmal Danke fuer das viele Feedback - ich hoffe trotzdem auf weitere Antworten/Hinweise.

Danke

Flinx
Derfnam http://m.bestofmedia.com/sfp/design/usr/de/avatars/93/bb/14762.jpg
Experte in Kühlung
Expert
Gefällt mir
Sie benötigen ein Bronze-Abzeichen in der aktuellen Kategorie, um Beiträge negativ zu bewerten.
Punkte 0
Missfällt mir
Dieser Punktestand spiegelt wieder, wie sehr der Community die Lösung gefällt. Mitglieder können eine Lösung positiv bewerten. Um abzustimmen, loggen Sie sich als registriertes Mitglied ein oder treten Sie der Community bei.
Und der Mugen 2 Rev B paßt ins Asgard, nur mal so nebenbei erwähnt, denn der Kama Angle paßt definitiv und der ist 2 mm höher als der Mugen 2, guckst du:
http://www.tomshardware.com/de/foren/240844-59-test-rev...
toudoku http://m.bestofmedia.com/sfp/images/design/noimg/no-profil-100x100.jpg
Veteran bronze-Mitglied
Gefällt mir
Sie benötigen ein Bronze-Abzeichen in der aktuellen Kategorie, um Beiträge negativ zu bewerten.
Punkte 0
Missfällt mir
Dieser Punktestand spiegelt wieder, wie sehr der Community die Lösung gefällt. Mitglieder können eine Lösung positiv bewerten. Um abzustimmen, loggen Sie sich als registriertes Mitglied ein oder treten Sie der Community bei.
Derfnam http://m.bestofmedia.com/sfp/design/usr/de/avatars/93/bb/14762.jpg
Experte in Kühlung
Expert
Gefällt mir
Sie benötigen ein Bronze-Abzeichen in der aktuellen Kategorie, um Beiträge negativ zu bewerten.
Punkte 0
Missfällt mir
Dieser Punktestand spiegelt wieder, wie sehr der Community die Lösung gefällt. Mitglieder können eine Lösung positiv bewerten. Um abzustimmen, loggen Sie sich als registriertes Mitglied ein oder treten Sie der Community bei.
Ääääh...? Wie bitte: 'Je mehr Leistung das Netzteil bietet, desto mehr Lärm macht es natürlich, selbst wenn es nicht auf voller Last läuft.' Sehr interpretationsfreudig.
Sag das bitte mal Seasonics X-650 und X-750, die wissen das sicher noch gar nicht.
Craptastic!
Levi88 http://m.bestofmedia.com/sfp/design/usr/de/avatars/57/b4/11457.jpg
Veteran bronze-Mitglied
Gefällt mir
Sie benötigen ein Bronze-Abzeichen in der aktuellen Kategorie, um Beiträge negativ zu bewerten.
Punkte 0
Missfällt mir
Dieser Punktestand spiegelt wieder, wie sehr der Community die Lösung gefällt. Mitglieder können eine Lösung positiv bewerten. Um abzustimmen, loggen Sie sich als registriertes Mitglied ein oder treten Sie der Community bei.
Den i3 kann man sehr wohl passiv Kühlen, die Frage ist was man unter Passiv versteht. Das der Schlaumeier über mir einen atom nicht passiv kühlen kann, na lol.
Das das geht, sieht man überall. Das der Chipsatz seitens Intel halt das 11 Fache an Strombedarf hat (und trotzdem passiv gekühlt werden kann) hat er wohl vergessen.
Der Luftstrom ist hierbei nicht unwichtig und es dürfte empfehlenswerter sein, einen Lüfter mit 500 rpm draufzuhängen. Gehen tuts Prinzipiell problemlos ;) .

Ich werde heute Abend noch ausführlicher Antworten, von NT Technik scheint jemand da oben ebenfalls keine Ahnung zu haben ;) .
Herid Junior http://m.bestofmedia.com/sfp/images/design/noimg/no-profil-100x100.jpg
Youngster
Gefällt mir
Sie benötigen ein Bronze-Abzeichen in der aktuellen Kategorie, um Beiträge negativ zu bewerten.
Punkte 0
Missfällt mir
Dieser Punktestand spiegelt wieder, wie sehr der Community die Lösung gefällt. Mitglieder können eine Lösung positiv bewerten. Um abzustimmen, loggen Sie sich als registriertes Mitglied ein oder treten Sie der Community bei.
Hallo flinx_s

auf deine konkreten Fragen kann ich leider nur eine konkrete Antwort geben, und die ist auch noch negativ: einen Core i3- Prozessor wirst du nicht passiv kühlen können - jedenfalls nicht länger als zwei oder drei Sekunden... ;)  das klappt nicht mal mit einem Atom-Prozessor, der ja auf geringen Verbrauch zu Lasten der Rechenleistung getrimmt ist. Dennoch hoffe ich, dir mit ein paar allgemeinen Hinweisen weiterhelfen zu können. Und sei guten Mutes: auch ein aktiv gekühlter Rechner kann durchaus leise laufen.
Eins vorweg: ich beziehe das meiste meiner Weisheit aus der Computerzeitschrift c't, die ich im folgenden ein paar mal zitieren werde. Falls du nicht selbst Abonnent bist oder über Bekannte bzw. eure örtliche Stadtbücherei an die Hefte kommst, kannst du einzelne Artikel auch direkt beim Heise-Verlag im heise online-Kiosk bestellen, die Kosten liegen so zwischen 50 bis 80ct pro Artikel.

Gleich zu Anfang der Hinweis auf das aktuelle Heft 05/2010 vom 15.02, das noch bis Samstag am Kiosk sein sollte: das enthält gleich mehrere Artikel, die sich mit der Auswahl der richtigen Komponenten für Spiele-PCs, auch in Hinblick auf Geräuschentwicklung. Hier findest du auch konkrete Bauvorschläge mit detaillierten Angaben aller Komponenten! Tut mir leid, wenn ich hier Schleichwerbung für den Verein mache, aber die sind einfach gut.

Der erste Knackpunkt ist dein Wunsch, die Ausbauoptionen zu erhalten. Wenn du dich auf deine Primäranforderungen HD - Video, Internetsurfen und gelegentliches Arbeiten beschränkst (ich gehe mal davon aus, daß du von Office-Anwendungen redest und nicht von Bildbearbeitung oder Videoschnitt), dann würde bereits ein sogenannter Media-Center PC deinen Anforderungen genügen. Das sind kleine, auf leises Geräusch und wohnzimmertaugliche Optik getrimmte Geräte, oft auf Basis des bereits genannten Atom-Prozessors, die gerade genug Rechenleistung für die genannten Zwecke mitbringen. Die c't hat neulich ein paar solcher Geräte getestet ("Heimkino-Versorger", c't 03/2010, S. 124), die aber allesamt nicht überzeugen konnten. Woraufhin die Jungs einfach selber einen Bauvorschlag zusammengestellt haben ("Wünsch dir was fürs Wohnzimmer", c't 03/2010, S.130). Das Gerät basiert auf einem Athlon II X2 auf einem Asus M4N78-VM mit Onboard-Graphik in einem JCP S-51 Gehäuse. Mit einem Scythe Shuriken Rev.B als CPU - Kühler kommt das ganze auf ein Arbeitsgeräusch von 0,4 Sone, was nach den c't - Kriterien die Geräuschnote "sehr gut" ergibt.

Wenn du auf die Ausbauoptionen nicht verzichten willst, wirst du um einen "richtigen" PC in einem ordentlichen Midi - Tower nicht herumkommen. Konkrete Hardwarevorschläge habe ich leider keine, aber ein paar Grundlegende Tips, die dir hoffentlich weiterhelfen:

Die Grundlage für ein leises System ist die Auswahl der richtigen Komponenten, soll heißen: was wenig Abwärme erzeugt, muß wenig gekühlt werden und erfordert keine schnell (und damit laut) laufenden Lüfter. Wohlgemerkt kann man auch leistungshungrige Komponenten leise kühlen, der Aufwand wird halt größer. Für die Auswahl von Prozessor und Graphikkarte gilt also: nimm das langsamste, was deinen Spieleanforderungen noch genügt.

Bei den Graphikkarten ist eine passiv gekühlte Karte natürlich am leisesten, setzt aber eine gute Gehäusekühlung voraus (dazu gleich mehr). Wenn es dein Wunschmodell nur aktiv gekühlt gibt, gilt es, ein möglichst leises Modell auszuwählen; dazu muß man halt Testberichte wälzen.
Beim Prozessor ist die Wahl eines Clarkdale (das sind die Prozessorfamilien i3-500 und i5-600) von Vorteil, weil diese mit 73W die niedrigste TDP (Thermal Design Power, maximale Wärmeabgabe) der Core i - Prozessoren aufweisen.
Aber Achtung: anders als die klassischen Core 2 - Prozessoren, die ihre nominelle TDP nur selten voll ausschöpfen, werden die Core i - Prozessoren durch den Turbo Boost (im Grunde ein automatischer Übertaktungsmechanismus) oft an die Grenze ihrer TDP getrieben, eine gute Prozessorkühlung ist also Pflicht!
Achtung II: bei Core i3 - Prozessoren ist der Turbo Boost nicht aktivierbar! nur die Core i5 - 600 Familie unterstützt Turbo Boost! Das kann durchaus von Vorteil sein, wenn du auf die automatische Übertaktung zugunsten geringerer Wärmeabgabe (und damit leiserer Lüftung) verzichten willst.
Achtung III: bei der Core i5 - Familie muß man fein zwischen i5-600 (Clarkdale - Kern, integrierter Grafikcontroller) und i5-700 (Lynnfield-Kern, kein integrierter Grafikcontroller!) unterscheiden. Der i5-700 hat außerdem eine höhere TDP von 95W. Beide passen zwar auf den gleichen LGA1156 - Sockel, ist aber auf eine gesteckte Graphikkarte angewiesen (daß die Clarkdale - Prozessoren einen Chipsatz wie H55 oder H57 brauchen, der den integrierten Graphikcontroller auch unterstützt, weißt du sicherlich, ich erwähne es nochmal der Vollständigkeit halber).

Auch bei den restlichen PC - Komponenten gibt es laute und weniger laute, zu erwähnen sind hier vor allem Festplatten und optische Laufwerke (DVD, Blu-Ray etc). Faustregel für die Festplatten: langsam drehende (5400 U/min) sind naturgemäß leiser als schnell drehende (7200 U/min). Interessant ist das Laufgeräusch in Ruhe und in Betrieb, eine Platte, die beim Schreib- oder Lesezugriff anfängt zu lärmen, nervt natürlich. Testberichte im Internet und in einschlägigen Computerzeitschriften helfen da weiter, auch die Hersteller machen oft ausführliche Angaben zum Laufgeräusch, die sind natürlich mit etwas Vorsicht zu genießen.
(Wieder der Hinweis auf die c't: dort werden Regelmäßig Festplatten unter dem Stichwort "Platten-Karussell" (wichtig: mit Bindestrich) getestet, zuletzt in den Ausgaben 10/2009 und 21/2009. Sehr schön werden dort Zugriffszeiten, Datentransferraten und Laufgeräusch in Ruhe und Betrieb gegenübergestellt).
Wenn im Gehäuse genügend 5,25" - Einbauschächte vorhanden sind, kann man sie nicht nur für optische Laufwerke, sondern auch für die Festplatten nutzen, die man dann mit einem Entkopplungsrahmen einbaut, der die Übertragung der Vibrationen aufs Gehäuse dämpft.

Auch die Gehäuseauswahl beeinflußt die Geräuschentwicklung: ein großes Gehäuse mit viel Platz für die Luftzirkulation ist mit weniger Aufwand (und Geräusch) zu kühlen als ein kleines; auch eine saubere Kabelführung, die den Luftstrom möglichst wenig behindert, ist hilfreich. Schwere, dickwandige Gehäuse schwingen weniger mit als dünnwandige und verstärken die Vibrationen von Lüfter und Festplatten nicht so stark.

Grundsätzliches zur Gehäuselüftung: die Standardgefechtsdoktrin, Verzeihung: die ursprüngliche ATX - Spezifikation sieht vor, daß ein PC die Luft vorne unten am Gehäuse einsaugt, im idealfall passiv, gegebenenfalls unterstützt durch ein oder zwei Gehäuselüfter. Der Luftstrom zieht dann nach hinten oben über das Mainboard und die aktiv gekühlte CPU hinweg, um vom Netzteil aktiv nach außen geblasen zu werden. Unterhalb des Netzteils können ebenfalls zusätzliche Gehäuselüfter montiert werden. Zusätzlich dazu bieten viele Gehäuse Lüftermontagen am (von vorne gesehen) linken Seitenteil an, um zusätzlich Luft auf CPU und Graphikkarte zu blasen, und unter der Decke des Gehäuses, um warme Luft, die sich dort ansammelt, nach außen zu blasen.

Soweit, so gut, aber was montiert man jetzt davon? Nun, sowenig wie möglich, und soviel wie nötig. (Es geht hier nur um die Gehäuselüfter, CPU und Graphikkarte sind bei diesen Überlegungen außen vor). Im Idealfall reicht der Lüfter des Netzteils, um den oben beschriebenen Luftstrom im Gehäuse aufrechtzuerhalten und für ausreichend Kühlung zu sorgen (Zur Auswahl des Netzteils gleich mehr). Wenn das nicht reicht, d.h. CPU, Grafikkarte oder Mainboard zu warm werden, montiert man zusätzliche Gehäuselüfter. Die Reihenfolge ist dabei: zuerst ein oder zwei Lüfter vorn unten, die Luft hineinsaugen, dann ein oder zwei Lüfter hinten, die Luft hinausblasen. Lüfter am Seitenteil und unter der Decke sind Ermessensache, ob und wieviel sie helfen, muß man letztlich ausprobieren.
"Ein oder zwei Lüfter": grundsätzlich gilt, daß ein Lüfter umso mehr Luft bewegen kann, je größer er ist (typische Lüftergrößen reichen von 60 bis 120mm Rotordurchmesser), und umso schneller er rotiert (dann macht er natürlich mehr Lärm). Zwei Lüfter gleicher Größe, die mit halber Drehzahl rotieren, können also bei gleichem Luftstrom tatsächlich leiser sein als ein solcher Lüfter. Ein großer Lüfter kann bei langsamerer Rotation - und damit weniger Lärm - die gleiche Luftmenge bewegen wie ein kleiner Lüfter. Man wird also darauf abzielen, möglichst wenige, möglichst große Lüfter bei möglichst geringer Drehzahl am Laufen zu haben. Das setzt natürlich voraus, daß die Lüfter irgendwie geregelt werden, idealerweise vom Mainboard über eine zentrale Lüftersteuerung.
Ähnlich wie für die Festplatten gibt es auch für Lüfter Gummistifte zur Montage, die die Vibration des Lüfters vom Gehäuse entkoppeln sollen, damit habe ich allerdings keine eigenen Erfahrungen.

Last not least das Netzteil: wie schon gesagt reicht im Idealfall der Netzteillüfter, um den Luftstrom im Gehäuse aufrechtzuerhalten. Sehr zu empfehlen sind Netzteile, die nicht nur einen Lüfter hinten haben, der die Luft aus dem Gehäuse bläst, sondern auch einen zweiten an der Unterseite, der die Luft aus dem Gehäuse (vor allem von der CPU) ansaugt. Nochmal, zwei Lüfter können die gleiche Luftmenge bei langsamerer Rotation bewältigen als einer! Gute Netzteile, die sowas bieten, werden z.B. von Enermax und von BeQuiet! hergestellt, aber es gibt sicher noch andere.
Zur Dimensionierung: Je mehr Leistung das Netzteil bietet, desto mehr Lärm macht es natürlich, selbst wenn es nicht auf voller Last läuft. Man sollte deshalb versuchen, ein Netzteil mit nicht zuviel Überkapazität zu wählen. Zu dem Thema habe ich vor kurzem was gepostet, ich erlaube mir deshalb, auf den entsprechenden Thread zu verweisen (hier). Generell gilt, daß die Absturzsichere Versorgung leistungshungriger PC - Komponenten weniger von der (nominellen) Gesamtleistung des Netzteils abhängt (die gibt lediglich an, wieviel Watt das Netzteil aus der Steckdose saugen kann), sondern von der soliden Stromlieferung der verschiedenen Spannungsschienen (3,3, 5, 12V) auf der Sekundärseite. Die kriegt man leider im Detail nur heraus, wenn man die Spezifikationen des Netzteils genau studiert, für den Hausgebrauch reicht es, wenn man ein paar Euro für ein Qualitätsnetzteil lockermacht und Billigprodukte meidet.

Uffje. Falls du's bis hierher geschafft hast: das ganze klingt zwar beim ersten Lesen wie eine Anleitung, um einen Gamerboliden am Abrauchen zu hindern, die gleichen Prinzipien gelten aber auch, um eine sparsame bis moderate Hardware flüsterleise zu kühlen. Ich hoffe, ich konnte dir ein paar nützliche Hinweise geben.

Herid Junior


Werbung stört? Dann Mitgliedskonto eröffnen
Neue Frage
nicht verbunden
Sie sind noch nicht eingeloggt. Login oder Registrieren