Tesla baut Elektro-Limousine

Während sich die großen Autohersteller sichtlich schwer tun, ein marktreifes Elektrofahrzeug auf die Beine zu stellen, hat die kleine FirmaTesla nach dem Roadster bereits das nächste Modell in Form einer Studie parat. Beim Modell S handelt es sich um eine Luxus-Limousine mit 4 Türen im Format der Mercedes S-Klasse, die allein durch einen Elektromotor angetrieben wird. Die Antriebstechnik befindet nach dem so genannten Unterflur-Konzept im Wagenboden, so dass im Frontbereich ein zweiter Kofferraum platziert werden konnte. Neue Wege will Tesla auch beim Packaging gehen: Die dritte Sitzreihe lässt sich versenken, um einen variablen Gepäckraum zu schaffen.

Doch wesentlich sind die technischen Highlights im Bereich IT: In der Mittelkonsole wurde ein 17-Zoll-Touchscreen integriert, der von einem zentralen Bordrechner angesteuert wird und per UMTS eine Online-Verbindung herstellt. Gespeist wird der Motor von Lithium-Ionen-Akkus, die auf den gleichen Standard-Zellen wie Notebook-Akkus aufbauen. Je nach Modellvariante und Fahrzeugpreis sollen sie eine Reichweite von 200 bis 400 Kilometern aufweisen. Tesla plant drei verschiedene Akku-Pakete anzubieten. Hinzu kommt ein neues Ladesystem, welches den Luxuswagen in knapp 45 Minuten auftanken soll. Diese Angabe erscheint im Hinblick auf die sehr hohen Ladeströme eher fraglich. Eher praktikabel könnte der Batterietausch in 5 Minuten sein: Mit einem Netz automatischer Akku-Tauschstationen. 

Tesla nimmt als Preispunkt für das Modell S die 60.000-Dollar-Marke (44.000 Euro) ins Visier. Das wäre nicht zu viel für ein Auto mit dieser Ausstattung - und vor allem auf der Basis eines Elektroantriebs. Spricht man mit deutschen Autobauern, so halten die meisten Hersteller dieses Konzept für nicht Massen-tauglich.

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15 Kommentare
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  • Anonymous
    Und warum spricht man nicht mit denen, die das Auto fahren sollen - also den Kunden? Gerade das Akku-Tausch-Modell gefäält mir gut, da man so die Möglichkeit hätte, Akkus länger laden zu lassen und diese so über z.B. Solarstrom zu "betanken".
    Dann muss noch eine Verordnung her, dass Autoakkus zu mindestens 80% per Regenerativen Energien geladen werden muss und schon ist ein großer Schritt für die Umwelt getan.
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  • cuto8
    Zitat:
    so halten die meisten Hersteller dieses Konzept für nicht Massen-tauglich

    Würde ich auch sagen, wenn ich wie die großen deutschen Hersteller es nicht auf die Reihe kriegen würde, etwas brauchbares im Elektro-Fahrzeugmarkt auf die Beine zu stellen.
    Ich würde mich freuen, wenn Tesla Erfolg hätte...
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  • DHAmoKK
    Moin

    Ich wünsche Tesla auch viel Erfolg, doch sollen sie bitte auch an die Mittelklasse und Kleinwagen denken. Es müssen nicht 250PS sein, ein kleineres Auto, im Gegenzug könnte sich die Reichweite erhöhen auf 500km, vielleicht 600km, und schon hat man die Kundschaft erreicht, die jetzt noch daran zu mäkeln hat.
    Weil: Die meisten Benziner schaffen pro Tankfüllung genau so viel oder so wenig.

    Nichts dest trotz: Die Akkuladezeit ist noch ein Nachteil. Sollte sich allerdings die Technik vom M.I.T. - Artikel Akkus in Sekunden laden durchsetzen und bezahlbar werden, haben die Benziner ausgedient.
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