Tesla will mit Powerwall den Energiemarkt umkrempeln

In Deutschland und in etlichen anderen Ländern ist die Energiewende ins Straucheln geraten, weil das Stromnetz nicht flexibel genug ist, auf die wechselnden Energieerträge der regenerativen Energien zu reagieren.

Deshalb sind Windräder häufig ausgeschaltet und die regenerativen Energien können ihr Potenzial noch nicht einmal annähernd ausschöpfen. Eine der Antworten ist der Energiespeicher, dessen Bau als Teil des Stromnetzes allerdings bisher noch nicht einmal schleppend vorankommt.

Tesla Motors hat sich als Spezialist für Akkus für den Elektroautobereich der Thematik angenommen und gibt mit Powerwall dem Privathaushalt ein Mittel in die Hand, sich selbst darum zu kümmern. Das Ergebnis ist ein Lithium-Ionen-Akku, den man - wie der name schon sagt - an die Wand hängen kann.

Die Idee ist nicht neu und es gibt einige Anbieter solcher Lösungen. Deren Hauptproblem sind aber so hohe Kosten, dass sie für Privatkunden kaum attraktiv sind - diese Lösungen konnten sich deshalb bisher nicht durchsetzen.

Hier setzt Tesla Energy an und bietet zwei Modelle mit sieben bzw. 10 kWh zum Preis von 3000 und 3500 US-Dollar an.

Neben dem ökologischen Vorteil preist Tesla auch einige Vorteile für den Besitzer des Akkus an:

  • Es kann Strom zu billigen Zeiten gekauft werden, um diesen dann während teurer Zeiten zu verbrauchen.
  • Größere Autarkie bei eigener Stromproduktion: Zu viel selbst produzierter Solarstrom kann für die Nacht oder bewölkte Zeiten aufgehoben werden.
  • Der Akku kann als Notstromaggregat im Fall eines Stromausfalls dienen

Beide Modell können kontinuierlich zwei Kilowatt liefern und haben eine Höchstleistung von drei Kilowatt. Die Effizienz soll bei über 92 Prozent liegen - und um Bedenken bezüglich der Haltbarkeit zu zerstreuen, gibt Tesla zehn Jahre Garantie.

Den ein oder anderen Haken hat die Sache aber natürlich schon. Zum einen sollen Kunden, die jetzt vorbestellen, frühestens Ende des Sommers beliefert werden, und zum anderen wurde noch kein Liefertermin für Europa oder gar Deutschland genannt. Und zu guter Letzt ist der Strom aus dem hauseigenen Akku natürlich nur dann sauber, wenn er auch aus einer sauberen Quelle kommt. Wird er hingegen durch die Verbrennung von Kohle oder die Spaltung von Uran gewonnen, ist der Nutzen deutlich geringer.

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11 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • big_k
    Die machen das sehr geschickt. Die kaufen standard Zellen, bei denen jeder normale Mensch nur 6 Monate Gewährleistung bekommt, verkaufen die in irgend einem Produkt etwas teurer mit 10 Jahren Garantie, mit Gewinn steigt auch der Aktienkurs, und an dem Tag wo die Garantieleistung den Gewinn aus den Produkten auffrisst verkaufen die ihre Aktien auf dem Höchststand, immerhin weiß man das Firmenintern ja als erstes.
    Ein modernes und legales Schneeballsystem, immerhin kann man immer behaupten "woher hätten wir wissen sollen das die Akkus keine 10 Jahre durchhalten." (nur weil noch nie einer so lang gehalten hat?)
    Ich kann nur für die armen Kunden hoffen das ich mich irre.
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  • Sasi1777
    da liegst nicht ganz richtig....
    Tesla ist nur soweit gekommen, weil die ein ausgereiftes Lademanagment programmiert/gebaut haben so das ALLE zellen gleichzeitig ,,verschleißen'' und das nur gering. Da die von ihrem system so überzeugt sind geben die solange garantie.
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  • quixx
    Privater Speicher für den Haushalt? Unsinn. Wenn dann als zweite Batterie fürs E-Auto. Zum Schnellwechseln.

    Ansonsten dominieren im autarken Solarhaushalt Bleiakkus, die nachweislich mehr als 20 Jahre halten, wenn man keine 100A-Anlasser speisen muss, und nie in die Tiefentladung geht. (Nur deshalb sterben Auto-Akku so schnell)
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