Mass Effects Andromeda: Acht GPUs im Performance-Test

Das Spiel ist grafisch auf der Höhe der Zeit - und verlangt nach einem entsprechenden PC: Schlichte Karten wie die Geforce GTX 1050 oder die Radeon RX 460 können nicht mithalten und auch der Prozessor sollte über ausreichende Leistungsreserven verfügen.

Mass Effect: Andromeda wurde nicht nur von Fans der Reihe seit Monaten erwartet und steht seit kurzem für die Konsolen Xbox One sowie Playstation 4 und natürlich den PC (Windows) zur Verfügung. Das Spiel, das sich im Angebot von Electronic Arts wiederfindet und über fünf Jahre von Bioware entwickelt wurde, nutzt die von DICE bereitgestellte Frostbite-3-Engine (die gleiche, die auch bei Battlefield 1 zum Einsatz kam). Beim Vorgänger wurde noch auf die Unreal-Engine zurückgegriffen.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass dieses Multiplattform-Spiel ausschließlich DirectX 11 unterstützt, wenngleich die genutzte Frostebite-3-Engine auch zu DirectX 12 kompatibel ist, wie dies etwa beim bereits angeführten Battlefield 1 der Fall ist. Aber genug der Reden, schauen wir, wie sich das Spiel auf unserer Auswahl aus acht Mittelklasse-Grafikkarten schlägt.

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Minimale und empfohlene Systemvoraussetzungen

Electronic Arts kommuniziert minimale wie auch empfohlene Systemvoraussetzungen, die ein flüssiges Spielen ermöglichen sollen, wobei bei der empfohlenen Konfiguration eine Bildrate von durchschnittlich 60 Bildern pro Sekunde bei einer Full-HD-Auflösung und einer gehobenen Qualitätsstufe angepeilt wird. Das Spiel scheint auf den ersten Blick vergleichsweise RAM-hungrig zu sein, aber auch CPU und GPU gut auszulasten.

Konfiguration
Minimum
Empfohlen
Prozessor
Intel Core i5-3570
oder
AMD FX-6350
Intel Core i7-4790
oder
AMD FX-8350
Arbeitsspeicher
8 Gbyte
16 Gbyte
Carte graphique
GeForce GTX 660
oder
Radeon HD7850
GeForce GTX 1060 3 Go
oder
Radeon RX 480
BetriebssystemWindows 7, 8.1, 10
64-Bit-Unterstützung ist Pflicht
Windows 7, 8.1, 10
64-Bit-Unterstützung ist Pflicht
Freier Speicher55 Gbyte55 Gbyte
Audio
DirectSound-kompatibelDirectSound-kompatibel

Radeon vs GeForce

Wie üblich soll zunächst mit einem Vergleich der Bildwiedergabe zwischen der Geforce- und Radeon-Karten begonnen werden. Denn als Multiplattform-Spiel ist es dafür bestimmt auf aktuellen Spielkonsolen für Freude zu sorgen, bei denen Radeon-GPUs verbaut werden, es soll aber auch auf klassischen PCs begeistern. Es wäre traurig, wenn bei der Wiedergabe trotz der verschiedenen Prinzipien der Hersteller grundlegende Unterschiede erkennbar würden.

Abgesehen von ein paar Pixeln hier und da, ist das Bildergebnis bei Geforce- wie auch Radeon-Karten gleich - das ist schon mal eine erste gute Nachricht.

Grafische Einstellungen

Die Optionen, die in den grafischen Einstellungen geboten werden, sind zahlreich und bieten genügend Möglichkeiten, um die Wiedergabe in jedem Fall auf die persönlichen Bedürfnisse abzustimmen. Dabei wird der Spieler aber auch nicht von einer Vielzahl von unverständlichen Begriffen und Parametern erschlagen.

Zunächst stehen vier vordefinierte Einstellungen zur Verfügung: Niedrig (Low), mittel (Medium), hoch (High) und sehr hoch (Ultra). Und natürlich besteht die Möglichkeit diese nach eigenem Gutdünken nachzujustieren.

Die sichtbarsten Unterschiede zwischen den Modi "High" und "Ultra" lassen sich auf der Ebene der Texturen des Bodens erkennen - etwa in dem grünen Bereich neben dem Weg, der im Ultra-Modus wesentlich detaillierter dargestellt wird - gleiches gilt für die entfernten Zielelemente des Hintergrunds, wie dem grau-blauen Block, der nur bei einer sehr hohen Bildqualität zu sehen ist.

Bei der mittleren Qualtätseinstellungen sind die Schatten weniger detailliert. Die Einstellungen drücken die wiedergegebene Qualität auf 900p mit einem Upscaling auf 1080p, was die leichte Verpixelung erklärt. Auch das Anti-Aliasing ist weniger umfangreich.

Bei niedriger Einstellung läuft das Spiel erwartungsgemäß noch etwas flüssiger, aber auch noch etwas pixeliger und noch etwas blasser. Die Darstellung der Hintergründe und der schmückenden Objekte sind auf ein Minimum reduziert; die Auflösung sinkt, weil die Wiedergabe zunächst auf 720p herabgesetzt wird, um danach wieder auf 1080p erhöht zu werden. Der Hinweis, dass diese Einstellung für sehr schwache Systeme gedacht ist, ist damit eigentlich überflüssig.

Kleine Bugs

Nicht zu übersehen ist, dass Mass Effects: Andromeda grafisch zwar eigentlich auf der Höhe der Zeit ist - doch die Physik-Engine scheint teilweise etwas überfordert zu sein. Immer wieder haben wir unschöne Zusammentreffen mit Objekten oder auch Hintergründen feststellen müssen. An manchen Stellen flogen Gegenstände durch die Luft (wohl gemerkt an Orten, an denen eigentlich Schwerkraft herrscht). Hier sollte einer der kommenden Patches eine Korrektur bieten...

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2 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Grimmblut
    "Grafisch auf der Höhe der Zeit". Na sagen wir mal so: Es ist so grottenschlecht programmiert, dass aktuelle Grafikkarten notwendig sind um die fehlende Optimierung wettzumachen. Die Entwicklung, dass Spieleentwickler immer weniger Informatiker und immer mehr "Künstler" sind, nimmt stetig zu. Zumindest im meinem Bekanntenkreis ist "Spieleentwickler" mittlerweile zu einer abfälligen Bezeichnung geworden im Sinne von "Naja, wenn's mit dem Job bei XYZ nicht klappt, dann kann er ja immernoch Spiele entwickeln". Einen recht fairen Vergleich (d.h. ohne durch Makro erzwungenen Watschelgang) sieht man hier: https://www.youtube.com/watch?v=o_KfAQorFao

    Wenn das der Fortschritt aus fünf Jahren Entwicklungsarbeit sein soll, na dann gute Nacht EA.
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  • Schakar
    Das hat nix mit "Informatiker" zu tun. Die haben vieleicht nen Plan von der Theorie, aber coden können die deswegen noch lange nicht.

    Ist schlicht ne Frage der Ausrichtung. Mehr schicki micki bunt oder mehr Qualität. Und die Entscheidung treffen nicht die Angestellten! Bei 40 Leute sind da 3 Programmierer, 7 Musiker und 30 Bildchenmaler (Grafiker) beschäftigt in einer Spieleschmiede.
    Wo die Ausrichtung liegt sollte jedem klar sein.

    PS: sorry, 29 Bildchenmaler und 1 Informatiker (der überbezahlt die Server wartet *g*).
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