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Die beste SSD mit 64 GB - Crucial, Samsung oder SandForce?

Die beste SSD mit 64 GB - Crucial, Samsung oder SandForce?
Von , Andrew Ku

Kleine SSDs sind zwar bezahlbarer, aber meist auch langsamer als größere Modelle. Heute testen wir gängige Modelle mit 60/64 GB um zu prüfen, wo sie sich im Leistungsspektrum einordnen. Nach praxisnahen Tests sprechen wir einen Kauftipp aus.

Nach der Flut in Thailand haben die Festplattenpreise mächtig angezogen. Manche vermuten dahinter wenig mehr als preistreibenden Opportunismus, und nach einem Blick auf die Geschäftszahlen eines der größten Festplattenhersteller kann sich jeder seine eigene Meinung bilden. Fakt ist, nachdem die Preisentwicklung lange Zeit nur eine Richtung kannte, bildete das letzte Jahr die erste Ausnahme.

Doch trotz solcher Preisausschläge bleibt die gute alte magnetische Festplatte noch unheimlich preiswert. Beispielsweise kostet eine 2 TB große Seagate Barracuda Green nicht einmal 110 Euro, also in etwa 0,053 € pro Gigabyte. Verglichen mit SSDs ist das nichts, denn dort zahlt man für ein 64-GB-Modell mit aktuellem SATA-6-Gb/s-Interface nicht weniger als 70 Euro bzw. 1,106 € pro GB aufwärts.

Nun ist es spätestens seit unserem Artikel Klartext: Wieso Sie eine SSD brauchen kein Geheimnis, dass wir trotz des Aufpreises große Fans von SSDs sind. Außerdem muss die SSD ja auch nicht das gesamte Budget auffressen – denn es müssen nicht alle Daten zwangsläufig auf dem schnellen Speicher landen. Stattdessen installiert man das Betriebssystem und die wichtigsten Programme auf der SSD, die restlichen Daten wie Musik, Filme und persönliche Dateien bringt man auf der großen Festplatte unter. Eine solche Konfiguration findet sich beispielsweise auch im Tom’s Hardware PC. Schon reicht eine SSD mit 128 GB oder, bei cleverer Datenaufteilung, sogar nur 64 GB aus.

Einen Nebeneffekt der Schrumpfkur wollen wir aber nicht unter den Teppich kehren: SSDs mit kleinerer Kapazität sind nicht so schnell wie ihre größeren Geschwister, die uns die Hersteller so gern zum Testen zur Verfügung stellen. Das lässt sich bei sehr kleinen SSDs wie Intels alter X25-V sehr einfach erklären, denn hier sind nur fünf der zehn verfügbaren NAND-Kanäle bestückt. Doch warum zeigen sich auch bei Mitgliedern voll bestückter Modellfamilien so große Unterschiede? Die Antwort darauf haben wir bereits in der Analyse Crucial m4 mit 64, 128, 256 und 512 GB im Performance-Vergleich gegeben:

„Das kommt daher, dass es nicht ausreicht, einfach jeden Kanal zu bestücken. Zusätzlich zählt noch, wie viele Flash-Module an jedem Kanal hängen, wie viele Dies sie jeweils enthalten und wie hoch die Speicherdichte eines jeden Dies ist. Zuletzt hat natürlich auch die Firmware nicht unerheblichen Einfluss darauf, wie die Performance vom Einstiegsmodell bis zum Flaggschiff skaliert.“

Crucial, Samsung und eine (nackte) SandForce SSDCrucial, Samsung und eine (nackte) SandForce SSD

Doch auch wenn sie an die Performance ihrer größeren Geschwister nicht immer herankommen, sind SSDs mit 60 und 64 GB aus unserer Sicht gerade für Office- und Heim-PCs ein guter Einstieg in die Welt des schnellen Speichers. Uns interessierte, wo die Unterschiede in der aktuellen Einstiegsklasse liegen, und so stellten wir ein Testfeld zusammen, das die aktuell am Markt verfügbare Laufwerksgeneration recht gut abbildet. Mit Marvell, Samsung und SandForce sind alle namhaften Controller-Hersteller vertreten. OCZ will sich zwar mit der Indilinx-Übernahme ebenfalls als autarker Controller-Entwickler etablieren, ist aber mit der Octane und deren Everest-Controller noch frisch am Markt und muss diese Runde noch aussitzen. Zudem ist nur die auf SATA-II abgespeckte Octane-S2 mit 64 GB erhältlich.

Am Ende ist das Feld, aus dem wir auswählen können, überraschend klein. Die heutige Testgruppe besteht aus einer Crucial m4 mit 64 GB, einer Samsung 830 mit gleicher Kapazität und zwei SandForce-2-Laufwerken mit je 60 GB. Warum nur zwei SandForce-Laufwerke? Das erklären wir auf der nächsten Seite.

Alle 11 Kommentare anzeigen.
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Sortieren nach: Neueste zuerst | Älteste zuerst
  • I <3 SSDs@guest , 6. Februar 2012 19:57
    Schöner Test und vor allem die praxisnahen Benchmarks gefallen mir persönlich sehr gut. Entpacken von Dateien hat mir hier noch gefehlt und evtl. wie Ihr schon erwähnt habt das man gleichzeitig auf die SSD zugreift (z.B. Entpacken von Dateien und gleichzeitig ein Bild in Photoshop öffnen?!).
    Was ich nun noch interessant finden würde ist, ob die Geschwindigkeit der 128GB Version der Samsung 830 sich eher an dem 64er oder am 256er Modell orientiert.
    Das wäre für mich nämlich der beste Kandidat im Verhältnis Kapazität und Preis.
  • Blahblah@guest , 6. Februar 2012 22:08
    Laut c't und deren Praxisnahe Tests ist es total egal welche SDD man sich kauft. Gemessene Unterschiede bei Benchmarks sind im Alltagsbetrieb nicht spürbar.

    Also wenn ein SSD Test gut sein soll dann einer der mir als Käufer sagt welche am längsten lebt. Denn das ist wohl der einzige wichtige Unterschied. Aber das wurde hier nicht getestet... Also Test nicht gut, weil er mir absolut keine wichtigen Infos liefert.
  • ashantus@guest , 7. Februar 2012 08:55
    Hallo,
    ich besitze die Samsung 60 GB und bin bereits sehr zufrieden damit.

    Anmerkungen:
    1. Als Firmware zur Samsung ist CXM0 angegeben. Das bedeutet aber nichts, denn entscheidend ist die nächste Nummer. CXMO1/2/3.

    Wurde die Samsung somit mit der aktuellen FIrmware 03 getestet?

    2. Wurde Samsung Magician 3.1 aktiviert? Es gibt dort die Option "OS Optimization", welche bei mir spürbar ein paar Prozente Mehrleisung hervorbrachte.

    Gruß und Danke an TH, daß endliche einmal ein Blick auf die kleinen SSD geworfen wurde.

  • crazymath , 7. Februar 2012 10:14
    Vielen Dank für den Test. Genau auf so etwas habe ich gewartet.

    @Jammerer: Das Problem ist eher, dass man bei neuen SSDs nicht testen kann, wie lange sie leben. Dann würde nämlich der Artikel erst in 3 Jahren rauskommen. Dann würdest du wieder jammern, das der Artikel doch viel zu alt ist. Also: Lebensdauer einer SSD real messen ist für so einen Artikel nicht möglich! Alles andere übernimmt die Garantie und für wichtige Dinge hat man sowieso Backup.

    Und Unterschiede sind sehr wohl spürbar, wenn man die SSD auch wirklich braucht. Das kann für einige der Alltag sein.

    Im Alltagsbetrieb braucht es auch keine GF580GTX und auch keinen i7-2600k....diese Aussage ist ebenso komplett daneben: CERN braucht gleich hunderte von 580ern für deren Alltag und ohne den 2600er wäre der Parallelbetrieb von 4 virtuellen Maschinen bei mir nicht möglich. Das ist ebenfalls mein Alltag auf der Arbeit.

    Nur weil mans selber nicht braucht/hat, heisst das nicht, dass es andere nicht brauchen...

    -> Alltag ist ein schlecht definierbarer Begriff im IT-Bereich:-)
  • Anonymous , 7. Februar 2012 11:24
    Sehr informativer Test der kleineren ssD, nur der Preis ist heiß!
  • TGH1978 , 7. Februar 2012 16:28
    Ein sehr schöner, Praxisnaher Test, mit dem man auch als "Otto-Normalverbraucher" etwas anfangt!
  • -Iwan- , 8. Februar 2012 12:42
    Die kleinen SSDs sind eine gute Möglichkeit, ältere Laptops noch mal richtig flott zu machen.
    Allerdings sollte man drauf achten, das mind. SATA2 auch wirklich zur Verfügung steht.
    Erst dann lohnt sich ein Kauf.
  • Blahblah@guest , 8. Februar 2012 14:18
    @crazymath

    so ein Blödsinn... eine SSD kann man recht schnell über helfen. So viele Schreibzyklen haben die nicht.
    Und dank der hohen Schreib- und Leserate geht das recht fix.
  • -Iwan- , 8. Februar 2012 14:50
    Zitat :
    eine SSD kann man recht schnell über helfen

    wie bitte?
  • Anonymous , 8. Februar 2012 15:29
    Vielleicht hilft das weiter, die ssD sollte schon an einen SATA 2 auch wegen dem AHCI Mode! ;) 
    http://www.ssd-test.de/warum-ssd-die-vorteile-und-nachteile.html
  • Crass Spektakel , 15. Februar 2012 13:20
    Ein kleiner Exkurs "Und das bringt eine 60GB SSD als Plattencache" wäre nett gewesen.

    Gut ich kenn das Ergebnis schon: "Es bringt eine Menge und ist kaum von einer native 60GB SSD zu unterschieden".