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The Division: (Multiplayer-)Hatz durchs entvölkerte New York

The Division: (Multiplayer-)Hatz durchs entvölkerte New York
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Ein überaus atmosphärisches Szenario, tolle Grafik, Koop-Modus und PvP-Kämpfe - was will man mehr? The Division hat all dies.

Kollege Kai hatte schon vor zwei Wochen Gelegenheit, in eine Beta von The Division reinzuschnuppern und berichtete primär von seinen Koop-Erlebnissen. Wir nutzen die Chance, die finale Version mit deutlich mehr Zeit unter die Lupe zu nehmen.

Als erstes fällt die Grafik ins Auge: Immer wenn man denkt, besser geht es nicht, kommt das nächste Spiel und setzt noch einen drauf. Die Snowdrop-Engine des schwedischen Massive-Teams kann rundum begeistern. Besonderes Highlight sind die Wettereffekte und der Schnee, aber auch die optischen Inhalte haben es in sich.

Wahnsinnig detailliert entfaltet sich New York vor dem Spieler in all seiner weihnachtlichen Pracht. Weihnachtlich? Ja, ihr habt richtig verstanden: Massive lässt die Welt bzw. New York im weihnachtlichen Schneetreiben und festlicher Beleuchtung untergehen. Dabei ist die Grafik so realistisch, dass Feststimmung und die Furcht vor der Seuche in einem schrecklichen Widerstreit stehen.

Wenn da mal keine Weihnachtsstimmung aufkommtWenn da mal keine Weihnachtsstimmung aufkommt

Für alle, die Kais Bericht noch nicht gelesen habe, hier noch einmal eine kurze Einführung in das Setting: The Division spielt in New York. Die Stadt wurde von einer verheerenden Pocken-Epidemie heimgesucht und die ganze Insel unter Quarantäne gestellt. Durch die Überlastung der Krankenhäuser, Nahrungsmittelknappheit und einen Gefängnisausbruch bricht in der Stadt das totale Chaos aus.

Der Spieler wiederum gehört zur Spezialeinheit The Division (eine geheime paramilitärische Organisation für den "Fall der Fälle"), die für Ordnung sorgen und der Ursache der Seuche auf den Grund gehen soll.

The Division ordnet sich offiziell als MMORPG ein. Da die Spieler sich in der gleichen Welt bewegen und miteinander interagieren ist dies sicherlich auch die zutreffendste Beschreibung. Dennoch finden sich auch Elemente etlicher anderer Genres wieder. Im Gegensatz zu mittelalterlichen (MMO)RPGs wird in The Division aber primär geschossen - genau genommen wird so viel geschossen, dass man sich häufig wie in einem Shooter fühlt.

Gleichzeitig bestehen einige Missionen auch aus Polizeiarbeit, sodass dies genauso gut auch ein Krimi-Adventure sein könnte. Dank des Basisbaus ist sogar eine gehörige Portion Aufbauspiel mit drin. Durch die simple KI und deren schießbudenhaftes Verhalten fühlt man sich allerdings öfters wie in der legendären Moorhuhnjagd.

Noch mehr LichterkettenNoch mehr Lichterketten

Von Kugelschwämmen und Statistiken

Kugelschwämme und glühende Läufe

Die Reminiszenz an das gute alte Moorhuhn hat einen simplen Grund: Kämpfende NPCs unterscheiden sich häufig nur durch die Anzahl ihrer Lebenspunkte. Klar gibt es unterschiedlich bewaffnete Gegner, die auch unterschiedlich vorgehen. Aber letztlich läuft es bei Boss-Gegnern häufig darauf hinaus, dass sie so viele Lebenspunkte haben, dass ein einzelner Lebensbalken nicht ausreicht. Hierfür gibt es dann unterbrochene Zusatzbalken, von denen jeder für einen kompletten eigenen Lebensbalken steht.

Diese "Bullet Sponges" saugen Munition förmlich auf. Selbst mit mehreren Spielern pumpt man eine ganze Menge Blei in einen solchen Gegner, bis dieser endlich fällt und die verdiente Belohnung ausspuckt. Mit Realismus hat das nicht viel zu tun.

Jedes weiße Kästchen ist ein kompletter LebensbalkenJedes weiße Kästchen ist ein kompletter Lebensbalken

Skalierbarkeit bis zum Umfallen

Überhaupt scheinen die Game Designer von The Division Zahlen-Fans zu sein: Fast alle Unterschiede in Gegnern, Waffen und so weiter lassen sich auf wenige Zahlen reduzieren. Dass Zahlen bei der Spieleentwicklung eine große Rolle spielen, ist selbstverständlich. Aber andere Spiele - beispielsweise The Witcher 3: Wild Hunt - verbergen dies einfach besser.

Neben Waffen und der normalen Kleidung trägt der Protagonist auch verschiedenste "Rüstungsteile" (wie zum Beispiel Handschuhe, Maske, Weste etc.) mit sich herum. Wie jeder andere Gegenstand verfügen auch diese über Level. Daran kann man sich im ersten Schritt orientieren, wie gut der Gegenstand wohl ist. Liegt das Item-Level über dem des Charakters, darf man den Gegenstand oder die Waffe noch nicht anlegen bzw. nutzen.

Zusätzlich gibt es noch diverse Qualitätseinstufungen zwischen Gebraucht und High-End - eine gebrauchte Version der gleichen Waffe hat bei gleichem Level zum Beispiel deutlich minderwertigere Werte als die normale oder High-End-Entsprechung des gleichen Gegenstands.

Neben dem Rüstungswert entscheiden aber drei optionale Bonuswerte über die Qualität eines solchen Ausrüstungsgegenstandes:

  • Schusswaffen: ein Bonus auf die Effizienz von Schusswaffen
  • Ausdauer: ein Bonus auf die Lebenspunktzahl
  • Elektronik: dies ist flexibler und kann Einfluss auf etliche Fertigkeiten und Eigenschaften haben

Die Hauptattribute des SpielersDie Hauptattribute des Spielers

Wie man sieht, gibt es also etliche Zahl und Statistiken zu beachten. Doch zum Glück scheinen die Game Designer ja Fans von Zahlen und Statistiken zu sein.

Spieleinfos auf dem Silbertablett

Vorbildliche Informationsdarstellung

Leicht könnte man sich in dieser Informationsflut verlieren, wenn das Entwickler-Team nicht besonderes Augenmerk auf eine perfekte Präsentation von Informationen gelegt hätte. Egal ob bei Lebenspunkten oder Erfahrungspunkten: Stets lässt sich leicht nachverfolgen, was sich im Positiven wie im Negativen getan hat.

Wird man getroffen, wird der Lebensbalken reduziert, allerdings sieht man auch noch den vorherigen Stand, sodass die Änderung sehr leicht zu erkennen ist. Gleiches gilt ebenso für die automatische Erholung.

Neben einem sehr zurückhaltenden Tutorial sollen auch eingeblendete Hilfeseiten und durchschaltbare Hilfenachrichten während der Ladezeiten für den nötigen Durchblick sorgen.  Dennoch fühlt man sich speziell zu Beginn gelegentlich etwas verloren - was aber mehr an der Komplexität einiger Spielelemente liegt und natürlich der Tatsache geschuldet ist, dass Spielanleitungen ungefähr so out sind wie Blumentapeten (nicht dass sie früher von irgendwem großartig geschätzt worden wären - weder Anleitungen noch Tapeten).

Augmented Reality wo man nur hinsieht

Geht es nicht um die Darstellung von Zahlen, dann setzt das Spiel häufig und gerne auf Augmented Reality. Das ist sowohl stimmig als auch sehr gut umgesetzt. Die Weltkarte (oder eher Stadtkarte) ist auf diese Weise gleichermaßen hübsch wie praktisch.

New York, New York ...New York, New York ...

Auch in der normalen 3D-Ansicht findet man immer wieder Augmented Reality. So werden zum Beispiel von getöteten Gegnern fallen gelassene Gegenstände schön auffällig in AR-Manier angezeigt. Am auffälligsten ist diese Technologie allerdings bei den sogenannten Echos: Diese sind als Punktematrix dargestellte 3D-Hologramme, die der Spieler aufrufen und mit Standbild und Ton untersuchen kann. Das ist eine tolle Idee und trägt sehr zur dichten Atmosphäre bei.

Ein eingefrorenes 3D-EchoEin eingefrorenes 3D-Echo

Gameplay oder Gähnplay?

Das gewählte Setting ist wirklich toll und mindestens ebenso klasse ist, dass trotz der "Die Welt versinkt wegen eines Virus im Chaos"-Geschichte keine Zombies vorkommen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass Tom Clancy hier für den Namen Pate gestanden hat. Auch wenn der Meister des Agenten- bzw. Action-Thrillers vermutlich kaum mehr als eine Vertragsunterschrift mit dem Spiel zu tun hatte, hat das Spiel eine richtige Story, die sich weiterentwickelt.

Dazu tragen auch etliche Spielelemente bei, mit denen sich Massive Entertainment richtig Mühe gegeben hat. Angefangen bei den schon erwähnten Echos, über vor sich hin brabbelnde NPCs bis zu findbaren Beweisen oder Audioaufzeichnungen. All dies sorgt dafür, dass das virtuelle New York nicht nur realistisch aussieht, sondern auch bevölkert bzw. eher entvölkert wirkt. Der Spieler nimmt an vielen Schicksalen teil und wer nicht komplett abgebrüht ist, dem wird die eine oder andere Situation sicherlich unter die Haut gehen.

Aufbauen und sammeln

Im Zuge der Geschichte muss der Spieler eine Basis bauen und diese mit Hilfe von in Missionen gesammelten Rohstoffen weiter ausbauen. Im Gegenzug erhält er dadurch Vorteile verschiedenster Art. Leider erhält man deutlich mehr "Talente" und "Mods" als man gleichzeitig einsetzen kann.

Zwar steigt deren verwendbare Anzahl mit den Leveln, aber es stehen für den Spieler schmerzliche Entscheidungen an. So traurig wie dies auf den ersten Blick scheinen mag, ist das letztlich natürlich nicht. Denn schließlich entstehen genau daraus die strategischen Entscheidungen des Spielers. Möchte ich eher Heilfunktionen oder automatische Geschütze haben oder doch eher die Nutzung von Deckungen optimieren?

Der Medizinische Flügel hat noch AusbaupotenzialDer Medizinische Flügel hat noch Ausbaupotenzial

Volle Deckung

Wo wir gerade bei Deckung sind: Wie schon bei Metal Gear Solid spielt Deckung auch bei The Division eine große Rolle. Der Protagonist geht automatisch in Deckung und behält diese auch automatisch bei Bewegung bei. Für Battlefield oder Call of Duty gewohnte Spieler ist das eine enorme Umstellung, aber dank der immensen Wichtigkeit von Deckung im Spiel ist diese Art der Steuerung ein deutlicher Vorteil.

Überhaupt ist die Steuerung bzw. Tastenbelegung (auf der Tastatur) eher wie in Metal Gear Solid als den üblichen Shootern gehalten. Einfach so hochzuspringen geht nicht. Das verhindert zwar das lästige und überaus unrealistische Bunny Hopping klassischer Shooter, dennoch kann das Anfangs zu gehöriger Verwirrung führen.

Ohne Deckung geht kaum wasOhne Deckung geht kaum was

Maus oder Gamepad  - das ist hier die Frage

The Division lässt sich sowohl per Tastatur und Maus als auch per Gamepad steuern. Letztlich sollte jeder bei dem bleiben, was er gewohnt ist. Zwar merkt man auch der Tastaturbelegung die Gamepad-Steuerung an, aber dennoch ist die Umgewöhnung auf diese Weise deutlich schmerzfreier.

Was uns zum Thema Konsolen bringt: The Division gibt es auch für die einschlägigen Konsolen. Inzwischen sind auch die "Next Gen"-Spielkonsolen deutlich schwachbrüstiger als ein gut ausgestatteter PC - und das Spiel schlägt aus diesem Vorteil auf dem PC ordentlich Kapital.

Entsprechend potente Hardware vorausgesetzt kann man The Division auch in bis zu Ultra HD oder mit maximalen Details spielen. Egal welchen der zwei Wege man auch einschlägt - es sieht allemal besser als auf den Konsolen aus. Details zur Lauffähigkeit auf verschiedenen PC-System hat Kollege Igor in seinem interessanten Benchmark-Parcours-Artikel zusammengefasst.

Solospiel oder Massive Multiplayer?

You'll never walk alone

Auch wenn The Division als MMOG angelegt ist, kann man dennoch alleine durch die Gegend streifen. Die spannendere Frage ist, ob dies sinnvoll ist. Logisch ist, dass man in den Gefechten alleine schlicht im Nachteil ist. Dennoch lassen sich die kleinen Scharmützel meist ohne Mitstreiter bestreiten.

Bei den großen Missionen ist dies anders: Hier wird dann zu Beginn angeboten nach Mitstreitern zu suchen. Am besten ist natürlich, wenn man The Division mit Freunden spielt, mit ihnen New York (un)sicher macht und so eben auch die teils schwierigen Missionen leichter schafft. Mit wildfremden zugelosten Spielern geht ein Teil des Flairs und damit auch des Spaßes verloren.

Im Park mit FreundenIm Park mit Freunden

Allerdings gibt sich Massive Entertainment redlich Mühe, die Mitspielersuche einfach zu gestalten und schließlich kann man auf diese Weise neue "Freunde" gewinnen. Ob die jetzt über den Status eines Facebook-Freundes hinausgehen, sei mal dahingestellt. Aber womöglich reicht eine solche Zweckfreundschaft aus, um im verseuchten New York über die Runden zu kommen und Spaß zu haben.

Wie läuft der Hase in der Dark Zone?

In der Dark Zone sieht die Sache wiederum anders aus. Die Dark Zone ist der PvP-Bereich - also der Bereich, wo man auch andere menschliche Spieler töten kann. Dort gibt es, ebenso wie im restlichen Bereich, auch NPCs und man kann dort grundsätzlich genauso spielen wie im restlichen Game.

Bis eben auf den einen  kleinen, aber entscheidenden Unterschied: Entschließt man sich, auf andere Spieler zu schießen, wird man quasi zum Vogelfreien. Diese "Rogue Agents" dürfen von anderen Spielern getötet werden, ohne dass diese selbst zu Vogelfreien werden. Das führt dazu, dass solche "Querulanten" schnell vom rasenden Mob ins Jenseits befördert werden.

In der Schleuse zur Dark ZoneIn der Schleuse zur Dark Zone

Warum sollte man überhaupt andere Spieler töten wollen? Schlicht weil man an deren Inventar ran will. Das in der Dark Zone gesammelte Inventar ist nämlich tendenziell stärker als normales Inventar. Allerdings ist alles, was man in der Dark Zone sammelt, kontaminiert und kann nicht einfach so nach draußen gebracht werden.

Stattdessen muss man zu einem der Heli-Abholpunkte, dort einen Hubschrauber anfordern und seine Nutzlast an eben jenen anhängen. Während dieser Wartezeit ist man relativ exponiert und andere können einen währenddessen angreifen und die Beute abnehmen. Dies gilt noch viel mehr für vogelfreie als für normale Spieler. Wer in der Dark Zone als Vogelfreier nicht nur überleben, sondern auch seine Beute abtransportieren will, wird wohl im Rudel umherziehen müssen.

Paket ans Seil und ab die PostPaket ans Seil und ab die Post

Überhaupt ist die Dark Zone relativ gründlich vom restlichen Spiel abgekapselt. Das liegt nicht nur am Schleusensystem und den Hubschrauberevakuierungen. Zusätzlich gibt es dort eine komplett eigene Währung und ein eigenes Levelsystem. Egal wie hochrangig man dort hin kommt - man beginnt bei Dark Zone Level 1.

Dennoch sollte man schon ein gewisses normales Level erreicht haben, weil die meisten Gegner in der Dark Zone Level 15 haben und man sich ansonsten - speziell wenn man alleine unterwegs ist - schnell eine äußerst blutige Nase holt.

So sehen im Spiel die Infos zur Dark Zone ausSo sehen im Spiel die Infos zur Dark Zone aus

Alles in allem ist die Dark Zone aber eine durchaus erfrischende und gelungene Idee, wie man den PvP-Modus dynamisch umsetzen kann. Denn letztlich liegt es am Spieler selbst, ob er das Jucken im Zeigefinger unterdrücken kann und auf der hellen Seite der Macht bleibt oder sich kopfüber ins Gemetzel stürzt. Und natürlich, ob er - Abkapselung der Dark Zone sei Dank - überhaupt gegen menschliche Mitspieler antreten will; man wird nicht zum PvP gezwungen. Das gefällt.

Zusammenfassung und Fazit

Man spürt bei The Division förmlich, dass die Entwickler mit Leib und Seele dabei waren. Es steckt viel Liebe im Detail drin und folglich spielt sich das Spiel auch sehr rund.

Weniger rund laufen die Server: Bisher hatten diese mit erheblichen Downtimes zu kämpfen, sodass man öfters mal gezwungen war, sich anderen Tätigkeiten zu widmen - denn ohne Server macht das Spiel gar nichts.

Besonderes Highlight ist sicherlich die Grafik, die aber durch die Systemanforderungen ihren Preis hat. Insbesondere die Wettereffekte und das Flair suchen ihresgleichen.

Massive Entertainment hat auch Nvidias GameWorks sinnvoll eingesetzt. Die Grafik profitiert von den verwendeten Effekten, ohne dass die Performance unter AMD-Karten allzusehr leidet.

Hier haben wir in jüngerer Vergangenheit schon weniger Löbliches erlebt - insbesondere in Verbindung mit HairWorks. Auch das restliche Ambiente ist stimmig und gut umgesetzt. Angefangen bei den gut übersetzten Texten über die vielen zu findenden Beweise und Audioaufzeichnungen bis hin zur globalen Story weiß das Spiel zu fesseln und kommt gut rüber.

Größte Schwäche des Games ist sicherlich das arg mathematisch angehauchte Balancing mit Kugelschwämmen und etlichen Werten, die immer mehr durch die Decke gehen. Gegner, die mehrere hundert Kugeln schlucken, werden einem Fan der Battlefield-Serie vermutlich Tränen in die Augen treiben.

Selbst Kopfschüsse mit einen Scharfschützengewehr stecken manche (oder eher viele) Gegner mit einem (gedachten) Schulterzucken weg. "Fire and forget" kann man also locker vergessen, denn auch nach einem normalerweise kapitalen Treffer in die Hirnschale fällt der Bösewicht eben nicht wie ein Baum zu Boden. Das verändert den Charakter von Feuergefechten deutlich und macht sie zu einer Materialschlacht.

Der Hauptraum des HauptquartiersDer Hauptraum des Hauptquartiers

Am Besten spielt sich The Division mit Freunden. Kooperativ die Missionen zu erfüllen und sich die Spongebobs vom Hals zu halten macht den eigentlichen Charakter des Spiels aus. Einzelgänger haben es nicht nur schwer, sondern es geht auch viel Spaß verloren. Gemeinsames Vorgehen über den eingebauten Voice-Chat beziehungsweise Skype oder Teamspeak zu planen und zu erleben macht The Division zu etwas Besonderem. Ob man dann auch in der Dark Zone den PvP-Modus nutzt, bleibt letztlich jedem selbst überlassen - und das ist auch gut so.

In den kommenden beiden Monaten wird Ubisoft die Spieler mit zwei kostenlosen Add-Ons versorgen und so mit neuen Spielinhalten ausstatten. Anschließend wird es noch drei kostenpflichtige Add-Ons geben, die man auch über einen Season Pass erstehen kann. Wer die lebendige Welt von The Division irgendwann komplett erkundet hat, wird dann wenigstens für einige Zeit mit frischen Inhalten gefüttert.

Dass die Spieler darauf zurückkommen werden, ist durchaus wahrscheinlich. Denn trotz einiger Schwächen macht das Spiel Spaß und man kann viele Stunden im virtuellen New York herumstreunen. Und je mehr es zu entdecken gibt, desto mehr Spaß macht The Division.

Fazit

Wer kooperativ spielen möchte, für den führt kein Weg an The Division vorbei. Alle anderen müssen für sich entscheiden, ob ihnen die zahlenlastige Spielmechanik zusagt. Wer sich für das Spiel entscheidet, wird aber mit sehr viel Inhalt und Flair belohnt.


Mindestvoraussetzung
Empfohlen
Testsystem
Betriebssystem:Windows Vista / 7 / 8 / 10 (64 Bit)
Windows Vista / 7 / 8 / 10 (64 Bit)Windows 10
Prozessor:
Intel Core i5-2400 / AMD FX-6100
Intel Core i7-3770 / AMD FX-8350
Intel Core i7-6700K, 4x 4,0 GHz
Speicher:
6 GByte RAM
8 GByte RAM16 GByte DDR4-2666 MHz
Festplattenplatz:
40 GByte40 GByteSamsung SSD 850 Evo, 250 GByte
Grafikkarte:
Geforce GTX 560 (2 GByte) / Radeon HD 7770 (2 GByte)Geforce GTX 970 / Radeon R9 290
Gainward GeForce GTX 980 Ti Phoenix Golden Sample, 6 GByte
Weitere Informationen zum Testsystem findet ihr in Kais Testbericht über die verwendete KCSGaming BattleBox Earthquake, die uns freundlicherweise für unsere Spieletests zur Verfügung gestellt wurde.

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3 Kommentare anzeigen.
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  • Plitz , 15. März 2016 12:15
    Ich habe mir das Spiel 2h auf einem Stream angeschaut und muss sagen: Ich habe selten so viel langeweile verspürt! Und der Streamer hat es eigentlich drauf allein durch seine pure Anwesenheit zu unterhalten. 6h DayZ Stream? Keine Minute langeweile, auch wenn es nur 2 Schusswechsel mit 2-3 Leuten gibt. 2h The Division = 2h langeweile, obwohl durchgeballert wird.

    Man hat sogar dem Streamer angesehen, dass er langeweile hatte, obwohl er selbst das Spiel schon seit Monaten erwartete. Es ist halt kein Spaß 3-4 Magazine in einen Gegner zu pumpen der sich nicht mal bewegt ...
  • Gzuz , 15. März 2016 17:21
    du scheinst viel Freizeit zu haben :D 
    Kollege von mir meint das Spiel ist ganz in Ordnung...
  • Gudyi , 21. März 2016 13:37
    also von langeweile kann ja wohl nicht die rede sein...aber ist halt immer wieder das gleiche, den einen gefällt es, den anderen dann nicht...ich empfinde es sehr ansprechend!
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