Thermaltake Engine 27: Flacher CPU-Kühler für SFF-Systeme

Thermaltake Engine 27 im Detail

Lieferumfang

Thermaltakes Mini-Kühler benötigt als All-in-One-Paket kaum zusätzliches Material - Lüfter und Montagelösung wurden als feste Bestandteile des Kühlers selbst umgesetzt.

Der Lieferumfang beschränkt sich somit auf die zur Montage vorgesehene Backplate sowie eine kleine Spritze mit Wärmeleitpaste.

Aufbau, Lüfter und Details

Thermaltakes Engine 27 wurde vollständig vernickelt, die Bodenplatte besteht zum besseren Wärmeabtransport vom Heatspreader der CPU wie üblich aus Kupfer. Bei einer Größe von 3,3 x 3,3 cm ist sie geringfügig größer als die direkte Kontaktfläche zu den kompatiblen Prozessoren von Intel.

Aufgrund der geringen Bauhöhe wurden keine zusätzlichen Heatpipes integriert. Die abzuführende Hitze wird über die Bodenplatte an eine darüber liegende Platte weitergeleitet, auf der die restlichen Elemente des Kühler (Kühlfinnen, Lüfter) aufbauen.

Im Gegensatz zu den zumindest von Privatanwendern verwendeten Tower-Kühlern wurden hier die insgesamt 129 eng beieinanderstehende Finnen senkrecht und kreisförmig um den Lüfter herum angeordnet.

Das sorgt für vergleichsweise viel Gesamtkühlfläche, erfordert aber auch einen schnell drehenden Lüfter, um die Luft mit genügend Druck zwischen den einzelnen Lamellen hindurchzupressen. Ein vorteilhafter Nebeneffekt besteht darin, dass so auch umliegende Komponenten wie Arbeitsspeicher und Spannungswandler im Areal der Prozessorsockels mitgekühlt werden.

Aufgrund dieses Aufbaus muss Thermaltake auf einen Radiallüfter zurückgreifen. Dieser besteht vollständig aus Aluminium und verfügt über insgesamt 40 etwa einen Millimeter starke Lüfterblätter in zwei unterschiedlichen Längen. Der Vorteil: Aluminium besitzt im Vergleich zu Kunststoff erheblich bessere Wärmeleiteigenschaften, somit sollen laut Hersteller die Aluminiumlamellen des Lüfters selbst Wärme ableiten können.

Dazu trägt auch eine Besonderheit bei, die auf den ersten Blick nicht direkt ersichtlich ist: Die Unterseite des Lüfters verfügt zur Bodengruppe hin noch einmal über eine zusätzliche Rillenstruktur.

Quelle: ThermaltakeQuelle: ThermaltakeQuelle: ThermaltakeQuelle: Thermaltake

So soll laut Hersteller dafür Sorge getragen werden, dass die von unten aufgenommene Hitze auch wirklich bis zu den Rotorblättern weitergeleitet wird. Angesichts der Konstruktion des Kühler erscheint das sinnvoll, denn die eigentlichen Hotspots sitzen direkt unter seinem Lüfter.

Zur Lüfterregelung wird das PWM-Signal genutzt, dementsprechend wird der Engine 27 über ein vierpoliges, blickdicht gesleevtes und 25 cm langes Kabel angeschlossen. Laut Spezifikationen soll je nach Regelstufe ein Drehzahlbereich zwischen 1500 und 2500 U/min genutzt werden können.

Montage und Kompatibilität

Der Abschnitt zur Montage ist schnell abgehandelt, denn der Engine 27 passt ausschließlich auf Intels Mainstream-Plattformen für den Sockel 115X (1156, 1155, 1150 und 1151).

Thermaltake verzichtet auf die von Intel selbst favorisierte Push-Pin-Halterung und setzt stattdessen auf eine Montagelösung mittels zusätzlicher Backplate. Diese wird von hinten auf das Mainboard gesteckt und verfügt über eigene Schraubenaufnahmen mit Innengewinde.

Der Engine 27 seinerseits bietet vier fest integrierte Schrauben samt stabiler Federn für die Montage. Somit kann er nach dem Lösen der Schutzfolie auf der Bodenplatte und dem Auftragen der Wärmeleitpaste auf dem Heatspreader des Prozessors einfach von oben mit der Backplate verschraubt werden; weitere Vorarbeiten entfallen.

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Derfnam
    Gemessen am Brimborium, was um das Ding gemacht wurde, kreißte der Berg und gebar ein immerhin fiependes Mäuschen. Oder?
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  • fffcmad
    Ich wollte ihn erst kaufen, leider ist er zu schwachbrustig. Bin dann auch einen flachen Noctua bei meinem Dateiserver gewechselt. War guenstiger und er tut seinen Job.

    irgendwann soll ein großes Modell erscheinen. Leider duerfte mein Macho zu leise sein, als das dieser fuer mich attraktiv waere. Schade eigentlich. Diese Technik klingt fuer mich nach einem guten Fortschritt.
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  • alterSack66
    Arg teuer für das was er leistet.
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