Thermaltake Engine 27: Flacher CPU-Kühler für SFF-Systeme

Messwerte: Lautstärke und Temperatur

Für diesen Test wollen wir dem Thermaltake Engine 27 etwas mehr zumuten als vorgesehen. Der Hersteller spezifiziert den Kühlwinzling für eine TDP von bis zu 70 Watt - wir setzen für den Test allerdings auf einen Intel Core i5-6600K mit einer TDP von 91 Watt.

Im Rahmen des Testaufbaus sollten sich hier dennoch keine Probleme hinsichtlich der Temperaturentwicklung ergeben: Die Komponenten werden in einem Thermaltake Core G3 untergebracht, das für ein SFF-Gehäuse sehr viel Platz und überdurchschnittliche gute Belüftungsoptionen bietet. Wir nutzen den unteren der beiden werksseitig verbauten Frontlüfter sowie den Hecklüfter bei jeweils maximaler Drehzahl.

Das ist schon beinahe zu viel des Guten: Der getestete Kühler ist ja für den Einsatz in deutlich beengteren Umgebungen vorgesehen, dann werden die angegebenen 70 Watt auch schnell zu einem Maximum – vor allem dann, wenn allenfalls ein paar winzige 4-cm-Lüfter zur Verfügung stehen.

Die Temperaturentwicklung geht so weit in Ordnung: Der nur beinahe halb so hohe Thermaltake Engine 27 kühlt den verwendeten Prozessor auf dem Niveau von Intels Boxed-Kühler. Wird der Lüfter heruntergeregelt, dann schnellt die durchschnittliche Temperatur aller vier Kerne natürlich deutlich nach oben.

In der Vergleichstabelle geben wir einen umgebungstemperaturbereinigten Delta-Wert an. Während des Testlaufs sorgte der Kühler bei maximaler sowie minimaler Drehzahl und bei einer Raumtemperatur von 20,4 bis 20,5 °C für eine durchschnittliche Kerntemperatur von 57,6 bzw. 70,1 °C.

Die Drehzahl wurde auf dem verwendeten MSI Z170I Gaming Pro AC nicht korrekt, sondern mit einem doppelt so hohen Ziffernwert ausgelesen. Die reale Drehzahl lag dementsprechend bei knapp unter 2400 bis 2500 U/min (maximale Drehzahl über PWM) bzw. 1400 bis 1500 U/min (minimale Drehzahl über PWM).

Gerade bei maximaler Drehzahl geht der Kühler lautstark zu Werke – kein Wunder, denn an dieser Stelle muss die geringe Kühlfläche zumindest ansatzweise durch eine höhere Lüfterdrehzahl wettgemacht werden. Bei minimaler Drehzahl fällt der Messwert zumindest auf dem Papier mit 37,1 dB(A) relativ niedrig aus.

In der Praxis produziert der Radiallüfter mit seinen groben, eckigen Lüfterblättern jedoch einen hohen Pfeifton, der auf die Luftströmungsgeräusche am Rotor zurückzuführen ist. Selbst bei minimaler Drehzahl ist dieses Pfeifen deutlich wahrnehmbar.

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Derfnam
    Gemessen am Brimborium, was um das Ding gemacht wurde, kreißte der Berg und gebar ein immerhin fiependes Mäuschen. Oder?
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  • fffcmad
    Ich wollte ihn erst kaufen, leider ist er zu schwachbrustig. Bin dann auch einen flachen Noctua bei meinem Dateiserver gewechselt. War guenstiger und er tut seinen Job.

    irgendwann soll ein großes Modell erscheinen. Leider duerfte mein Macho zu leise sein, als das dieser fuer mich attraktiv waere. Schade eigentlich. Diese Technik klingt fuer mich nach einem guten Fortschritt.
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  • alterSack66
    Arg teuer für das was er leistet.
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