Nvidia Titan V: Volta-GPU fürs Gaming

Kurz vor Weihnachten überrascht Nvidia mit einer neuen Grafikkarte, die vor allem leistungsversessene Spieler ansprechen soll: Mit der Titan V präsentiert der Hersteller die erste Karte für Heim-PCs, bei der die Volta-GPU verbaut wird und setzt dabei auf die gleiche Grafikeinheit, die bei der Tesla V100, einem für den Einsatz in Hochleistungssystemen gedachten GPU-Beschleuniger. Dem entsprechend ist es nicht weiter verwunderlich, dass die GV100 mit 640 Tensor-Einheiten aufwartet, die insbesondere für die Beschleunigung von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz gedacht sind.

Doch auch für den klassischen Gamer hält die Titan V ein enormes Potential bereit: Der Grafikchip verfügt über 80 SM-Einheiten (Streaming Multiprocessors), die jeweils 64 CUDA-Kerne mitbringen, sodass insgesamt 5120 Kerne sowie zur Verfügung stehen. Die GPU arbeitet mit einem Takt von 1455 MHz und wird von einem zwölf Gigabyte großen HBM2-Grafikspeicher unterstützt, der mit Hilfe eines 3072 Bit breiten Speicherbus angebunden wird und mit 850 MHz getaktet ist, sodass eine Speicherbandbreite von 652,8 GB/s. Bildschirme können an drei DisplayPorts sowie einer HDMI-Schnittstelle angeschlossen werden, für die Stromversorgung werden ein 6- und ein 8-Pin-Anschluss genutzt.

Vermutlich aufgrund dieser hohen Leistung sieht der Hersteller keinen Grund für ein System, in dem zwei der Karten genutzt werden können: Bei der Titan V wird sowohl auf SLI- als auch eine NVLink-Unterstützung verzichtet.

Auch der Preis dürfte ein Grund sein, warum Nvidia davon ausgeht, dass nur wenige Nutzer auf die Idee kommen werden, zwei der Grafikkarten im Rechner verbauen zu wollen: Die Titan V wird exklusiv im Nvidia-Shop angeboten und soll 3100 Euro kosten.

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3 Kommentare
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  • bigreval
    Nicht übel das Teil, bei dem Preis hätten sie aber auch die vollen 24GB Speicher spendieren können... 12GB hatte ja schon die “alte“ Titan. Typisch NVIDIA, nur soviel machen wie absolut nötig...
    Denke aber das mit dem Teil zum ersten mal 4K-Gaming mit allem Pipapo mit >50-60 FPS möglich ist.
    Damit haben dann die GraKas wieder zur Displayentwicklung aufgeschlossen...
    Nun bin ich zum einen auf die Tests gespannt (@Igor) und zum anderen, wann die nächste Generation an GraKas kommt, die dieser Karte das Wasser reichen kann... Wenn 4K der Standard werden soll, geschweige mehr, dann muss auch die Karte bezahlbar werden, wie z.B. die 1080ti...
  • bluray
    Der Preis ist, wie auch schon damals für die Titan Z einfach nur überrissen. Zumal die Karte wohl kaum von jemandem getestet werden dürfte, um die tatsächlichen Leistungsdaten zu ermitteln. Es wäre interessant, unter welchem OS die Karte welche Leistung rausballert. Primär dürfte aber eher Linux profitieren. Allerdings verstehen sich NVidia und Linus Thorvalds nicht sonderlich gut. Also wo kann so eine (überteuerte) Karte einen echten Mehrwert bieten. Ich sehe hier nur ein besonders teures Spielzeug für die Millionärssöhnchen, denen nichts zu teuer ist...
  • juliusb1994
    Die Titan Karten sind nicht zum Spielen, sondern einfach nur für early adopter gedacht, deshalb der Preis. @Bigreval ich weiß ja nicht was du hast, kann in 4K gut spielen. Was spielst du denn, was nicht läuft? Die meiste Zeit spiele ich eh Mobas oder vergleichsweise einfache Titel oder im Netz.