Tom’s Hardware Gaming-PCs 2016 für 999 und 1999 Euro im Test

Den letzten Tom’s Hardware-PC gab es 2012 – Grund genug für uns, diesmal gleich zwei Modelle vorstellen: In Kooperation mit Mifcom haben wir zwei Gaming-Systeme für 999 und 1999 Euro - also unterschiedlich prall gefüllte Geldbeutel - zusammengestellt.

Wie konzipiert man ein ausgewogenes Gaming-System zu einem fairen Preis in Kooperation mit einem Systemhersteller und schafft es dabei, (hoffentlich) den Geschmack der Community zu treffen und unterschiedliche Bedürfnisse zu bedienen?

Diese Frage haben wir uns in der Redaktion gestellt und uns dazu entschieden, gleich zwei Systeme auf Basis von Intels aktueller Skylake-Plattform auf die Beine zu stellen, die sich ab sofort im Online-Shop von Mifcom bestellen lassen.

Auf den folgenden Seiten präsentieren wir einen kleinen 999-Euro-PC als ordentliches Einstiegsgerät für Full-HD-Gaming sowie ein Modell für 1999 Euro, das Spiele auch in 1440p-Auflösung in höchster Qualität auf den Monitor zaubern sollte.

Flüssiges 4K-Gaming ist derzeit (noch) nicht in den genannten Preisklassen möglich, denn hierzu wäre ein SLI- oder Crossfire-Setup aus mindestens zwei sehr leistungsstarken Grafikkarten nötig - und das lässt sich preislich einfach nicht sinnvoll innerhalb des von uns gewählten Rahmens abbilden.

Bei der konkreten Komponentenwahl war es uns wichtig, zu einem möglichst ausgewogenen Verhältnis aus Leistung, Betriebsgeräusch, Preis und wo möglich auch Optik zu gelangen. Die Geschmäcker sind aber letztlich verschieden und natürlich mussten auch wir bei der Planung einige Abstriche machen, um die Systeme in einem realisierbaren Preisrahmen halten zu können.

Deshalb haben wir beim kleinen System beispielsweise auf eine mechanische Festplatte verzichtet und stattdessen mehr Arbeitsspeicher und eine SSD in passabler Größe verbaut. Somit bieten beide Systeme eine 500 Gigabyte fassende SSD sowie 16 Gigabyte RAM.

Hinsichtlich der restlichen Komponenten gibt es aber selbstverständlich Unterschiede: Während das Einstiegssystem auf einer Kombination aus Intel Core i5-6500 und einer GeForce GTX 960 basiert, kommt beim großen Gaming-Rechner ein Core i7-6700 mitsamt einer GeForce GTX 980 Ti zum Einsatz.

Wir hoffen, Zockern mit beiden Systemen eine mehr als nur solide Basis bieten zu können. Und letztlich gilt: Wer hier ein bestimmtes Feature vermisst, hat im Mifcom-Webshop (oder im eigenen Bestand) immer noch die Möglichkeit, selbst nachzurüsten.

Als Partner für die Zusammenstellung und den Vertrieb der PCs konnten wir die Systemschmiede von Mifcom gewinnen, die uns qualitativ bereits in der Vergangenheit überzeugen konnte, unter anderem anhand der hinreißend angerichteten, pfeilschnellen, aber auch sündhaft teuren Mifcom Battlebox MSI Edition (Test vom April 2015).

Verpackung und Lieferumfang

Alle Notebooks und Komplettsysteme, die wir bislang von Mifcom im Test hatten, zeichneten sich zunächst einmal durch eine hervorragende Verpackung für maximale Stoßsicherheit während des Transports aus. Dies sollte es selbst dem grobmotorigsten Paketausträger unmöglich machen, den Geräten während der Auslieferung Schaden zuzufügen - er (oder sie) müsste es dann schon echt darauf anlegen.

Beide PCs befinden sich nicht nur in den Originalkartons der verwendeten Gehäuse, sondern werden noch einmal zusätzlich in einer beachtlich großen Umkartonage untergebracht. Im Inneren schützt großzügig bemessene, robuste Luftpolsterfolie in mehreren Lagen.

Damit aber noch nicht genug: Im Systeminneren kommen spezielle, einmalig aufblasbare Schaumkissen zum Einsatz, die dafür sorgen, dass sich auch schwere Komponenten wie Grafikkarten oder Prozessorkühler während des Transports nicht bewegen können.

Mifcom legt beiden Systemen sämtliches zusätzliches Zubehör bei, das bei der Montage der Systeme übrig geblieben ist. Wer also später selbst nach- oder aufrüsten möchte, kann sich je nach Systemgrundlage aus einem mehr oder minder umfangreichen Teilekonvolut aus dem Mainboard-Karton bedienen. Beim großen Tom's-Hardware-PC lagen sogar zusätzliche gesleevte Kabel (optional) oder auch ein zusätzliches Paar Halteklammern bei, um einen zweiten Lüfter am Prozessorkühler arretieren zu können.

Beide Systeme werden mit einem Warnhinweis zum ESD-Schutz ausgeliefert, der vor der Inbetriebnahme sinnvollerweise durchgelesen und auch beherzigt werden sollte.

Anmerkung in eigener Sache

Uns ist durchaus bewusst, dass wir es mit unserer Komponentenauswahl nicht allen Anwendern Recht machen können. Wenn wir als Online-Publikation im Bereich Computer-Hardware an ein Systemhaus herantreten, um gemeinsam einen Gaming-PC zu konfigurieren, gibt es eine Reihe von Einschränkungen, die zu beachten sind.

Zunächst einmal sollte es nachvollziehbar sein, dass der Verkaufspreis nicht nur ein, zwei Euro über der Summe der billigsten im Internet auffindbaren Preise für Einzelkomponenten liegen kann. Der Grund sollte auf der Hand liegen: Die Systeme wollen professionell zusammengebaut, eingerichtet und getestet werden, bevor sie die Produktionsräume verlassen. Als Gegenleistung für einen entsprechenden Aufpreis gibt es dann aber auch Garantie- und vor allem Support-Leistungen, die deutlich über das hinausgehen, was im Rahmen der Garantie der Einzelkomponenten geboten wird.

Zum anderen haben Systemhersteller wie Mifcom Verträge mit den Komponentenherstellern. Das bedeutet, dass nicht jede am Markt erhältliche Komponente ausgewählt werden kann, sondern vorzugsweise auf jene zurückgegriffen wird, für die der Systemhersteller Rabattvereinbarungen mit den Herstellern getroffen hat.

Erst dadurch wird es möglich, am Ende auch ein Produkt zu einem attraktiven Preis anbieten zu können. Allerdings sind natürlich auch Sonderabsprachen möglich. So konnten wir in einigen Bereichen den Einsatz "offiziell" nicht zur Auswahl stehender Bauteile vereinbaren, um damit dem Tom’s Hardware-Geschmack gerechter werden zu können.

Das Ziel bestand letztlich darin, möglichst viel Gaming-Leistung zu einem guten Preis bieten zu können. Deshalb mussten an einigen Stellen Abstriche gemacht werden, um an anderer Stelle mehr Budget für die wirklich wichtigen Kernkomponenten wie eine schnellere Grafikkarte oder mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung zu haben.

Auf den Einsatz teurer "Gaming"-Mainboards mit einer maximalen Anzahl an Zusatz-Features haben wir ebenso verzichtet wie auf übertaktbare Prozessoren oder werksseitiges optisches Modding. Dafür gibt es mehr von dem, worauf es (uns) letztendlich ankommt: Spieleleistung.

Garantie und Supportleistungen

Nicht nur das große 1999-Euro-System, sondern auch die kleine 999-Euro-Version erhalten von Mifcom eine dreijährige Herstellergarantie einschließlich kostenlosem Pickup & Return Service. Gegen Aufpreis kann der Garantiezeitraum auf fünf Jahre verlängert werden. Einzelheiten führt Mifcom im Rahmen der eigenen Garantieerklärung auf.

Eine Besonderheit ist das Versprechen eines lebenslangen technischen Supports auch nach dem Ende der Garantie: Per E-Mail oder Telefon kann im Bedarfsfall auf das Know-how der Mifcom-Techniker zurückgegriffen werden. Außerdem besteht unter bestimmten Bedingungen (siehe Seite 2) die Möglichkeit zur Inanspruchnahme einer Fernwartungsoption via Teamviewer.

Eine sauber durchgeführte Systemaufrüstung nach dem Kauf bedeutet keinen Garantieverlust, so lange hier nicht unsachgerecht vorgegangen und dadurch eine Beschädigung hervorgerufen wird.

Update 15.12.: Zusätzlich bietet Mifcom erweiterte Garantieleistungen, die Käufern von Einzelkomponenten verwehrt bleiben. Zunächst einmal soll eine Reparatur bzw. ein Komponententausch im Falle eines Defekts innerhalb weniger Tage vom Systemhaus abgeschlossen werden. Wer schon einmal eine defekte Einzelkomponente aus einem selbst zusammengebauten PC über die Herstellergarantie tauschen musste, der weiß auch, dass in einem solchen Fall teils Wochen oder gar Monate vergehen können.

Darüber hinaus gilt: Ist eine defekte Komponente - beispielsweise die Grafikkarte - nicht mehr beim Komponentenhersteller selbst verfügbar, dann ersetzt Mifcom das entsprechende Bauteil durch ein mindestens gleichwertiges Nachfolgermodell - und auch dieses Versprechen gilt für einen Zeitraum von drei Jahren.

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45 Kommentare
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  • Derfnam
    Netzteile im 350 Euro-Bereich werden sicher ähnlich dünn gesät bleiben wie die im 350 Watt-Sektor :P
    Die 4. Seite sieht insgesamt noch sehr unfertig aus.
    Zur Sache: was mir nicht in den Kopf geht ist die sehr besch.....e Boardwahl bei beiden PCs. Das B150 bietet absolut nichts, was es empfehlenswert macht (kein M.2, kein USB 3.1), dazu Gb Lan von Realtek. Das H170 bietet immerhin M.2, ansonsten ist da identische Ödnis angesagt.
    Nun mag das ja mit dem Anbieter und den erwähnten bestehenden Verträgen zu tun haben, weiß ich nicht, jedenfalls gibt es für etwa 10.- mehr ein B150er Gigabyte µATX (wenngleich da AsMedia für 3.1 zuständig ist) und für einen noch geringeren Aufpreis ein H170 mit asllem Schnick und Schnack, ebenfalls von GB. Und da stammt alles eben noch 'beklagte' von Intel.
    H170er: http://geizhals.de/gigabyte-ga-h170-d3hp-a1319164.html?hloc=de
    B150er: http://geizhals.de/gigabyte-ga-b150m-ds3p-a1368944.html?hloc=de

    Der kleine PC scheitert aus meiner Sicht derb an falsch gesetzten Prioritäten: 250 statt 500 GB bei der SSD, HDD rein, 8 statt 16 GB und auch beim Kühler ne Nummer kleiner gewählt und ne GTX 970 dürfte den finanziellen Rahmen schwerlich sprengen.
    Und dann liest sich ein Satz wie 'Das Ziel bestand letztlich darin, möglichst viel Gaming-Leistung zu einem guten Preis bieten zu können.' ziemlich daneben.
    Mal sehen, was in 4 Jahren gefrickelt wird^^.
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  • drno
    Sehr gute Idee, ich wünsche mir gute Inanspruchnahme durch die Leser!
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  • alterSack66
    Der für 1999 gefällt mir ganz gut. Eine 500 GB SSD sollte im kleinen PC eigentlich auch reichen. Falls nicht ist eine HDD ja schnell nachgekauft.
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  • Kosi
    "Intel Core i7-6500, 4x 3,2 GHz (Turbo: bis 3,6 GHz), 6 MByte L3-Cache, 65 Watt TDP"

    Steht gleich auf Seite 1 in der Vergleichstabelle, ich nehme an, das ist der i5er, richtig? ;)
    Gruß
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  • ShieTar
    Das Arbeitsspeicher-Set scheint in Deutschland noch garnicht verkauft zu werden, oder überseh ich hier was?

    Und das Gehäuse in der 999€-Version hat leider je ein USB3 und USB2 Port verbaut, da gibts eigentlich sinnvollere Konfigurationen.
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  • Myrkvidr
    @Derfnam: Du zwingst mich immer zu Rechtfertigungsorgien von epischer Länge ;) Aber ich will ja vor allem auch verstanden und nachvollzgen werden können, insofern hier eine weitere Antwort in Kurztestlänge xD
    Die GTX 970 war leider angeischts der bestehenden Möglichkeiten in keinem Fall umsetzbar bzw. (hohoho) einsetzbar. Ohne SSD, Boxed-Kühler, weniger RAM, nem noch dünneren Gehäuse, dem billigsten auswählbaren Netzteil und günstigerer Haswell-Plattform irgendwie schon - nur dann hätte ich unseren Namen nicht mehr draufstehen haben wollen. Die Prios sind NICHT falsch gesetzt (da setze ich mich vehement zur Wehr), sondern innerhalb der Parameter, innerhalb derer wir uns bewegen konnten. Beispiel: Wegen eines special Deals mit Crucial hätte ein Downgrade auf 250 GB bei der SSD eben KAUM zusätzliches Budget bedeutet, dafür hätten wir vielleicht einen zusätzlichen Gehäuselüfter verbauen können^^ Mit Geizhals kannste da halt nicht gegenrechnen. Du darfst mir glauben, dass ich einige Zeit mit dem Eruieren des machbaren Optimums verbracht habe (wenngleich da natürlich subjektive Maßstäbe mit eingeflossen sind): Mehr als die GTX 960 war nicht drin. Durch Komponentendowngrade höchste eine Version mit 4 GB, was aber bei ner 960er auch etwas fragwürdig gewesen wäre.

    Ansonsten: Blame it all on me, ich spiele an dieser Stelle gern den Hardware-Heel xD
    Dass man es nicht jedem Recht machen kann, es enge Grenzen gibt und ich versucht habe, das Maximum rauszuholen, kannst du mir glauben. Mehr ist nicht drin und wer seinen persönlichen PC über Geizhals zusammenstellt, wird ohnehin kaum einen Komplett-PC erstehen.

    Zum Thema Mainboard: Wie im Text steht - auch hier gilt: Es ist in so einem Fall nicht möglich, mit den Geizhals-Preisen zu argumentieren. Das ginge nur, wenn wir den redaktionellen Betrieb einstellen und ab sofort selbst PCs bauen... Ergo meine Meinung: Lieber abgespeckte Boards und dafür lieber dort mehr, wo es wirklich gebraucht wird. Das Problem: Die Gewinnmargen sind auch bei Komplett-PCs nicht gerade traumhaft, zumindest wenn die mögliche Gewinnsspanne nicht durch das verbauen von möglichst viel Bling-Bling angehoben wird. Gerade beim 999-PC wär es nicht möglich gewesen, "mal eben" 10-20 Euro zu überziehen. Ich hätte gern ein paar Euro mehr verbraten, aber die Gegenwehr von Leuten, die sich besser mit dem Kaufverhalten auskennnen als ich, war immens "Neeeein! Nicht über 999 Euro, die psychologische Grenze!!!" - also Grenze eingehalten, ob und wie wichtig sowas wirklich ist und wie es sich auswirkt, entzieht sich komplett meiner Expertise.

    @Kosi: Argh, wird direkt korrigiert, merci!

    @ShieTar: Derzeit noch nicht, kommt aber noch - ich hab genau den Speicher in den künftigen Testplattformen für internal storage für uns und die französische Redaktion verwendet (hat als Value RAM zwar Aufkleber drauf, aber die sind wenigstens mal schwarz ;))
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  • Derfnam
    Ich hab ja geschrieben, dass ich nicht um die Einschränkung durch bestehende Verträge (etc pp) weiß.
    Und wenn du dann einen (höhö) crucial point aufzeigst, dann ist das halt so, aber auch deswegen der Kommentar. Nu wisss mer dös a.
    Machbares Optimum mußtest du sogar für mich erfinden, man nennt das nämlich Kompromiß^^.

    Bonusfrage: kann man das Festplattendings im kleinen Gehäuse auch kicken? Oder ist das Luftstromablenkungsmanöver gewollt?
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  • Myrkvidr
    Anonymous sagte:

    Machbares Optimum mußtest du sogar für mich erfinden, man nennt das nämlich Kompromiß^^.


    Mein persönlicher kleiner Ausflug in die Welt von PR und Marketing ;) Kompromiß klingt so negativ! (Hinweis: Bitte beachten, dass dieser Aussage eine scherzhaft-teilironische Intention zugrunde liegt).

    Festplattenkäfig schau ich gleich nochmal nach, da habe ich tatsächlich nicht dran gedacht. Aber selbst im Schlimmstfall reicht es meistens, ein paar Nieten aufzubohren und anschließend selbst zu verschrauben, wenngleich das nicht allzu elegant ist. Ich schau aber gleich nochmal drunter, wie das beim 88R gedacht ist!
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  • gst
    @Derfnam: Nimm Dir mal den Mifcom-Konfigurator und zeige mir, wie Du bei einer harten Grenze von 999 Euro einen GTX-970-basierten runden (!) Rechner zusammenschraubst. Glaub mir: Wir haben alle denkbaren Konfigurationen durchgespielt, weil ich explizit auf die 970er gedrückt habe. Es ist einfach nicht möglich - auch nicht mit Haswell. Zumindest nicht, wenn man - wie von Kai bereits geschrieben - nicht zu sinnlos schwachen Kernkomponenten abgleiten möchte. Oder würdest Du wirklich einen Core i3 in einem FHD-Gaming-Rechner verbauen wollen...? Oder auf eine SSD verzichten?

    Das da:
    Zitat:
    Der kleine PC scheitert aus meiner Sicht derb an falsch gesetzten Prioritäten: 250 statt 500 GB bei der SSD, HDD rein, 8 statt 16 GB und auch beim Kühler ne Nummer kleiner gewählt und ne GTX 970 dürfte den finanziellen Rahmen schwerlich sprengen.
    Und dann liest sich ein Satz wie 'Das Ziel bestand letztlich darin, möglichst viel Gaming-Leistung zu einem guten Preis bieten zu können.' ziemlich daneben.
    ...ist schlichtweg quatsch und an der Realität dieses Projekts vorbeigerechnet - und zwar um Welten.

    Du darfst ruhig glauben, dass wir die Konfigs nicht einfach so aus dem Ärmel geschüttelt haben. Da stecken verdammt viele Stunden drin (vor allem Kai's, aber nicht nur), weil wir immer wieder versucht haben, noch eine bessere Konfig zu etablieren. Es ist einfach nicht drin bei einem Komplettsystem mit allen damit verbundenen Services (und Luxus)!

    Der Kernpunkt ist einfach, dass man das eben nicht mit Preisvergleichen á la GH messen darf. Denn bei so einem Projekt bist Du letztlich an das Portfolio und die Preise des Partners gebunden - und wir haben schon etliche Special-Deals drin. Ein Komplettsystem wird IMMER teurer sein als Einzelangebote; wer sich seinen Rechner selbst zusammenbaut, fährt erfahrungsgemäß immer billiger. Aber: Er muss den Rechner halt auch erst mal zusammenbauen wollen - oder können. Sind zwei verschiedene Arten von potenziellen Käufern. Der eine will basteln und mit minimalem Geldeinsatz ein Maximum erreichen, der andere will xx Euro ausgeben und dafür sorgenfrei ein möglichst gutes Paket bekommen. Zwei paar Schuhe.

    Wir haben uns letztlich dafür entschieden, uns auf einen runden, tragfähigen Unterbau mit einer für FHD-Gamign absolut geeigneten Grafikkarte zu konzentrieren, anstatt zwar eine spürbar stärkere Karte drin zu haben, aber dafür bei den Kernkomponenten schlimme Abstriche machen zu müssen. Eben aus diesem Grund hatte Kai auch die Ansage reinzuschreiben, dass wir ein Upgrade auf eine 970er empfehlen, wenn das Budget es hergibt. Es ist für 999 Euro nicht abbildbar - für 100 Euro mehr vllt. schon. Aber: Wir hatten einen fixen 999-Euro-Preispunkt, der - ob es Dir oder mir oder sontwem gefällt oder nicht - nun einmal psychologisch wichtig IST.
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  • ShieTar
    Die 970 mag vielleicht, aufgrund der arg eingeschränkten Komponentenwahl bei mifcom, nicht drin gewesen sein, aber mit ein wenig Druck auf RAM und SSD wäre zumindest noch die 380 mit 4GB drin gewesen. Damit wäre das Spielen auf Full HD auch mit Spielen die 2016 erscheinen werden noch gut möglich gewesen, während die GTX 960 mit nur 2GB für die derzeitige Entwicklung am Spielemarkt nicht wirklich gut vorbereitet ist.
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  • Derfnam
    @ gst: wie ich auf Kais Antwort UND im 1. Kommentar schon ausgeführt habe: die Umstände, die zu den beiden Konfigs führten (wie bestehende Verträge etc pp), sind mir nicht bekannt.
    Eine frei (also, so frei es eben angeboten wird) erstellte Konfig in dem Laden (und ähnlichen) ist aus langjähriger Erfahrung prinzipiell nur Zeitverschwendung, weil die Aufpreise 'Hattu Möhrchen'-Erinnerungen wecken und die Ergebnisse sind bei Anpassungen bei einem vorkonfigurierten System nicht anders.
    Das weißt du auch. Hoffe ich.
    Trotzdem hab ich die Seite mal geöffnet und eines ist klar: keine GB-Boards im Sortiment erschweren das enorm :D
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  • ShieTar
    Mmh, und der Vollständigkeit halber, man muss ja nun nicht wirklich selber bauen um in den Genuss von günstigeren Preisen zu kommen. Selbst mit den 100€ Baukosten bekommt man von Mindfactory noch einen Rechner mit GTX 970 zusammengestellt:

    https://www.mindfactory.de/shopping_cart.php/basket_action/load_basket_extern/id/a62e99221f7b42151a97d99fc09a5f7cb4170827cbbe23659e2
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  • alterSack66
    Dann muss der geneigte Käufer aber selbst konfigurieren und wissen was passt oder sich tagelang hier beraten lassen :sarcastic:
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  • ShieTar
    Nö, er muss ja nur kurz im Thread "Tom’s Hardware Gaming-PCs 2016 für 999 €..." nachschauen, zwei Seiten runterscrollen und den Warenkorb aufrufen ;-)
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  • alterSack66
    Das ist glaub nicht im Sinne des Erfinders.
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  • Myrkvidr
    Also mit dem entnehmbaren HDD-Käfig kann ich Entwarnung für alle Frischluftfreunde geben - ist von innen mittels Thumbscrew verschraubt und somit entnehmbar.

    @ShieTar: Nachvollziehbarer Einwand! Unsere Konfigurationen sind zum Glück nicht in Stein gemeißelt - im Onlineshop ließe sich also problemlos eine R9 380 für 30 Euro Aufpreis reinpacken oder - um den Preispunkt zu halten, irgendwas anderes aus der Standardkonfiguration downgraden.
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  • drno
    Wozu einen Streit um des Kaisers Bart?

    Vielleicht kann es Sinn machen, hier nochmal die Zielgruppe zu definieren.
    Ein zuverlässiger Händler mit gutem Service ist für alle unsere lieben Sugars gefunden, die sich ihren Wunsch - PC fertig zusammengestellt und -gebaut in die Bude bringen lassen wollen. Dazu gibts noch Service + und als Orientierung bereits 2 Beispiel-Konfiguartions-Vorschläge auf dem Zettel.

    Daß ein Systemhaus auch verdienen muss ist eine ganz klare Sache. Wer was fertiges will, der soll die Knete dafür auch ausgeben.

    Klar ist auch, daß sich ein solches Angebot nicht mit einem GH Selbstbau PC vergleichen lässt. Wer das will, der darf gern selbst machen, und sich selbst mit der Materie beschäftigen. In diesem Zusammenhang könnt Ihr auch gleich sehen, wieviel das Know-How, das bereits der Beratungsleistung und Konfig liegt, in etwa wirtschaftlich so wert ist, was hier unseren Fragestellern zur Verfügung gestellt wird.

    Bleibt zu hoffen, daß unsere TE diese Leistung . bezahlt oder gratis - auch ausreichend genug wertschätzen mögen!
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  • Myrkvidr
    Ich baue meine PCs selbst grundsätzlich selber - früher habe ich für meinen gesamten Freundeskreis gebaut, aber dafür fehlt mir jetzt die Zeit. Selbst bauen können die Leute immer noch nicht, eine "Core-i7-und-GeForce-GT-730-mit-4GB-Speicher-Konfiguration" SOLLEN sie nicht kaufen und für genau diese Menschen bietet sich ein solches System an -> das Zielgruppen-Argument von drno.

    Ich werde sicher keine Selbstbauer zwingen wollen, nur noch Komplettsysteme zu kaufen, dann klickt ja nachher kein Mensch mehr auf unsere Komponnententests xD Komplettsysteme dürften gerade als "gute" Komplettsysteme viele Leute ansprechen, denn wieviele Prozent der PC-Zocker schrauben wohl selbst? Selbst bei einigen Gaming-Redakteuren hier müssen wir von der Hardware ran, wenn es an Systemupgrade geht.

    Zum Thema Service: Wenn innerhalb der DREI-jährigen Garantiezeit eine Komponente defekt ist, wird sie von Mifcom innerhalb weniger Tage getauscht. Ist z.B. eine Grafikkarte nicht mehr verfügbar, gibt es ein mindestens gleichwertiges, aktuelleres Modell.
    Das ist für jeden von Vorteil, der im Falle eines Defekts nicht mal eben einfach nur in den Schrank hinter sich geifen kann. Stichwort: Garantieabwicklung über den Hersteller. Dauert bei Einzelkomponenten gerne schonmal 4 Wochen oder sogar länger.
    Ich ergänze das nochmal oben im Fließtext, die Info habe ich selbst erst heute bekommen.
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  • ShieTar
    Ist es eine dreijährige Gewährleistung, oder ein durchreichen der Garantie? Garantie gibt der Shop ja nur auf den Zusammenbau, wenn ein Teil ausfällt liegts üblicherweise nicht daran, sondern an der Komponente selbst. Und für die kann der Shop nur Gewährleistung übernehmen, die Garantie liegt beim Hersteller.
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  • alterSack66
    So wie ich das verstehe tauscht der Shop das Teil aus und der Rest kann dem Käufer egal sein.
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