Blick ins Archiv, 22.05.2015: Das war vor 5 und 10 Jahren los

Vor 10 Jahren

USB-Sticks mit ein bis zwei Gigabyte gehen heute noch maximal als Werbegeschenke - oder in unserem Business auch als Pressemappenersatz - über den Info-Schalter. 2005 waren diese Kapazitäten aber das Maß aller Dinge.
Mit USB 2.0 ausgerüstet, konnte vor allem Transcend punkten: Die JetFlash-Reihe, die übrigens bis heute im Handel vertreten ist, schnitt mit 27 Megabyte pro Sekunde überragend gut ab.
Damit schlug der getestete USB-Stick viele USB 2.0-Sticks, die auch heute noch vertrieben werden. Damals kam die Ära der kleinen Flash-Speicher so richtig ins Rollen.

Zum Artikel: Eilige Datentransporter: 6 Highspeed USB-Sticks ab 1 GB

Sensationell war vor einer Dekade auch 3D. Vor allem das mögliche Sehen ohne extra Brille war sehr interessant - etwa durch die Technik, die heute auch in den Nintendo DS 3D genutzt wird. Wir führten damals als Beispiel eine Achterbahnfahrt mit stereoskopisch aufgenommenem Bildmaterial auf.
In Zeiten von Oculus Rift und Project Morpheus erscheint das damalige 3D recht fad - doch es konnte polarisieren. Noch gab es weder leistungsstarke Hardware, um das Material tatsächlich außerhalb von der Darstellung von Filmen nutzen zu können, außerdem fehlten Treiber und genereller Software-Support.
Doch wir prophezeiten, dass in Zukunft auch viele Spieler auf die Technik aufspringen würden. Displays gab es zwischenzeitlich zum Beispiel für 1000 Euro. Bisher wurde daraus nichts: Doch Oculus Rift kommt nächstes Jahr auf den Markt und kostet nur etwa 300 bis 400 Euro.

Zum Artikel: Dreidimensionales Sehen ohne Brille: Monster springen Dich an

Der Athlon 64 in all seinen Ausführungen war zur damaligen Zeit ein sehr beliebter und kraftvoller Prozessor. Kein Wunder, dass viele Hersteller eines oder mehrere Mainboards in das Portfolio aufnahmen, die einen passenden Sockel für den Rechenknecht boten.
Abit, Albatron, Chaintech, DFI, Epox, Jetway, MSI und Winfast schickten insgesamt zehn Mainboards durch unseren Benchmark-Parcours. Beim Umgang mit DDR2-RAM sowie den neuen Möglichkeiten der Dual-Core-Prozessoren waren natürlich auch passende Mainboards gefragt.
Letzten Endes empfohlen wir die Boards von Abit und MSI: Beide boten ein flexibles System mit hochwertigen Komponenten, beruhend auf vielen Jahren Erfahrung in der Branche.

Zum Artikel: Auf die Überholspur: 10 Boards für Athlon 64

Weitere Artikel:

News: Neben USB-Sticks waren natürlich auch andere Speichermedien für die Nachfolge von CD und HDD im Gespräch. Blu-rays waren noch nicht ganz ausgereift, doch schon konnte TDK eine Scheibe mit 100 GByte präsentieren. Noch vor 10 Jahren herrschte unter den deutschen Netzbenutzern eine kritische Stimmung gegenüber dem Internet, rund 2/3 der Bevölkerung hielten das Internet für unsicher. Faszinierend: Damals wurde vom Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) ein Laptop entwickelt, der nur rund 100 Dollar kosten sollte. Einzelne Bundesstaaten sollten den kleinen Rechner in großen Nummern für Schulen kaufen können, um den Preis zu niedrig zu halten. Auch Microsoft stellte neue Software vor: Windows Mobile 5.0 wurde angekündigt. Das OS für Handhelds konnte nativ mit USB 2.0 umgehen sowie Videokonferenzen schalten und externe Tastatureingaben verarbeiten.

Vor 5 Jahren

Einen der umfangreichsten Spiele-Benchmarks seit unserem Start im Jahre 1996 gab es im Jahr 2010: Für GTA IV - Episodes from Liberty City spannten wir 15 GPUs in den PCIe-Slot und 46 CPUs in die 775er, 1150er, AM2+er und Wie-sie-alle-heißen-Sockel.
Neben einer kurzen Übersicht zur Story im neuen Addon (Unter anderem mit Gay Tony und Johnny Klebitz sowie Billy Grey) ging es auch schon ans lustige Hardware-wechsle-Dich-Spielchen.
Fazit: Episodes from Liberty City lohnt sich grundsätzlich erst einmal. Jedoch musste die PC-Hardware schon etwas potenter sein als die, die im Rechner verbaut wurde, der vielleicht noch Wolfenstein 3D flüssig darstellen konnte.

Zum Artikel: GTA IV: Episodes from Liberty City

Ein Thema, welches auch heute noch die Gemüter erhitzt: Online-Backups. Schon 2010 stand für 24 Prozent von Unternehmen fest, dass Online-Backups sehr interessant seien. Doch lohnte sich das bereits?
Vom Prinzip wurde und wird die IT-Struktur in vielen Punkten deutlich entlastet, weil nicht nur Personal gespart werden kann, sondern auch keine neue Hardware in Form von Servern und HDDs nötig ist.
Einzige Voraussetzung: Eine schnelle Internetverbindung. Und hier kommen wir wieder im Jahre 2015 an: Solange man auf Seiten der Regierung und der Netzbetreiber lieber auf Vectoring und damit veraltetes Kupfer - selbst bei Neubauten - setzt, ist Deutschland weiterhin Internet-Schwellenland.

Zum Artikel: Online Backup: Datensicherung im Internet

Für etwas unbedarftere Nutzer zeigten wir außerdem, wie man einen HTPC selbst zusammenbaut: Der Fokus lag dabei auf platzsparendem Design, leiser Kühlung, geringem Stromverbrauch sowie guter Konnektivität.
Beim Mainboard setzten wir auf den µATX-Formfaktor, darauf wurde ein Athlon II X2 240e montiert und durch vier Gigabyte DDR3-RAM unterstützt. Gekühlt wurde der Prozessor von einem Luftkühler von Arctic.
Damals wie heute gilt dennoch: Es gibt hunderte verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten. Den perfekten HTPC kann man eh nicht bauen: Wer zum Beispiel noch ein DVD-Laufwerk (heute vielleicht ein BluRay-Laufwerk) benötigt, muss unter Umständen ein größeres Gehäuse wählen.

Zum Artikel: HTPC im Eigenbau: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Weitere Artikel:

News: Nicht viel Neues gab es zu berichten im Mai. Dennoch ging unser Alltag weiter: So publizierten wir wieder einmal unsere Gaming-Charts vom Mai, bei der 40 GPUs im Testfeld gegeneinander antraten. Unter dem Druck vieler Firmen verließ BFG den Grafikkartenmarkt: Die Custom-Designs von Asus, MSI & Co. war zu übermächtig. Zuletzt tauchte das Unternehmen mit einem Design zur Titan X auf - mit lebenslanger Garantie sowie 24 GByte RAM. Ein kleines Intermezzo gab es zwischen Epic und Crytek: Die Unreal Engine sollte in Zukunft erfolgreicher als die CryEngine sein. Heute wissen wir: Beide Engines hatten das Zeug für AAA-Titel.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
Noch keine Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar