Blick ins Archiv, 06.11.2015: Das war vor 5 und 10 Jahren los

Vor 10 Jahren

Richtig Arbeit hatten wir mit unserem Roundup aktuell verfügbarer CPUs: 82 Single- und Dual-Cores mussten sich unseren Tests unterziehen. 14 Jahre Prozessorgeschichte wurden getestet: Je nach Aufgabenbereich waren Pentium EE955 (Codename Presler, 2x 3466 MHz) und Athlon 64 FX-60 (Codename Toledo, 2x 2600 MHz) die damaligen Spitzenreiter.
Aber es ging nicht nur um Benchmarks - auch auf die Historie der Sockel sowie die Typenbezeichnung wurde eingegangen. Interessanter Lesestoff für alle, die sich für die Vergangenheit der Prozessoren interessieren.

Zum Artikel: Benchmark- Marathon: 82 CPUs von AMD und Intel

Der Dell Poweredge SC430 war ein kleiner Server für Büroräume mit wenigen Mitarbeitern. Und weil vor 10 Jahren noch die Rede von einem sehr hohen Administrationsaufwand war, begannen wir den Artikel über jenen Server mit einer kleinen, fiktiven Geschichte.
Und tatsächlich: Der Poweredge war in seinem Standard-PC-Gehäuse relativ einfach einzurichten und wurde dementsprechend für Ich-AGs und kleine Unternehmen empfohlen, denn auch IT-Neulinge konnten mit dem Setup alle nötigen Einstellungen passend setzen.

Zum Artikel: Poweredge SC430: Server nicht nur für adoleszente Ich-AGs

Möglichst viel Strom sparen? Das war 2005 fast unmöglich. Die Elite der Dual-Core-Chips zog damals fast so viel Energie wie die heutigen Achtkerner von AMD.
Aber wer gut sucht, fand auch damals sparsame Hardware: Der AMD WebDT 168 zog unter 10 Watt. Das kleine Kästchen integriert einen AMD Geode LX800 mit einer maximalen TDP von 24 Watt. Somit war kein Kühler nötig.
Und während heute ARM-Prozessoren oder Atom-Chips von Intel bei ähnlich geringen Verlustleistungen arbeiten können, ist das längst nicht vergleichbar mit dem WebDT: Wenn sogar Office zum ruckeligen Abenteuer wird (von Videos ganz zu schweigen), ist die kleine Kiste selbst für das Office eher nicht zu gebrauchen.

Zum Artikel: AMD WebDT 168: Internet-PC mit 2,4 Watt

Weitere Artikel:

News:

2005 ging die große Meldung herum, dass die Telekom 32.000 Stellen in nur drei Jahren kürzen wolle. Vor allem die Festnetzsparte wurde massiv gestrichen, etwa jeder fünfte Angestellte sollte seinen Job verlieren. Kleine Anekdote am Rande: Der maximal verfügbare Tarif der Telekom zum damaligen Zeitpunkt lag bei 6000 Kilobit/s. So viel schneller ist der rote Riese heute immer noch nicht - siehe Verzögerung des Glasfaserausbaus sowie Blockierung von Projekten dank Lobbyismus und Gewinnmaximierung statt Fortschritt. Mit einer Verzögerung von 2 ms waren die ViewSonic-TFTs die Besten ihrer Klasse: Der 19-Zöller kam zu bereits vorhandenen LCDs mit höheren Reaktionszeiten. Außerdem wurde die IFA zu einer sehr viel wichtigeren Messe: Es wurde angekündigt, die Funkausstellung ab jetzt jedes Jahr zu veranstalten.

Vor 5 Jahren

Passend zu unserer letzte Woche Freitag erschienenen Fotostory veröffentlichten wir auch 2010 eine Klickstrecke mit 12 interessanten Zukunftstechnologien. Mit dabei: VR-Gaming, selbstfahrende Autos, Elektroautos, QI-Ladesysteme. Mit dem Wissen der heutigen Zeit lassen sich ein paar der Begleittexte nur mit einem kleinen Grinsen lesen: So schwärmten wir über Augmented Reality-Anwendungen in Brillen. E voila, Google Glass und Microsoft Hololens!

Zum Artikel: Blick in die Glaskugel: Zukunftstechnologien vorgestellt

Mit Windows 7 hatte sich das 64-Bit-OS endgültig durchgesetzt. Seitdem können auch mehr als drei Gigabyte RAM genutzt werden. Aber war das 2010 schon sinnvoll & nötig?
Wir testeten das mit acht und mehr GByte - bis zu 16, um genau zu sein - aus. Und auch wenn der Normalo für einen Browser, ein Textverarbeitungsprogramm und einen Mediaplayer vielleicht keine vier Gigabyte benötigt: Wir empfohlen acht Gigabyte RAM.
Einerseits wegen dem relativ günstigen PReis des Arbeitsspeichers, andererseits wegen der Zukunftssicherheit und dem extremen Flaschenhals, der etwa bei Renderaufgaben entsteht.

Zum Artikel: Hubraum statt Spoiler - Lohnen sich 8 und mehr GB RAM?

Xeon-Prozessoren von Intel bringen meist recht viel Übertaktungspotenzial mit. Das liegt vor allem daran, dass die Prozessoren für professionelle Aufgaben und den 24/7-Einsatz eher auf Langlebigkeit getrimmt sind als Consumer-CPUs.
Wir trieben den Intel Xeon E5620 an seine Grenzen: Aus dem 2,4 Gigahertz schnellen Quad-Core wurde so - Trommelwirbel - ein 4-GHz-Prozessor.
Und auch wenn der Multiplier hier so weit angehoben werden kann, lohnte sich der Xeon nicht: Für das angemessene Übertakten wurde neben einem guten Mainboard auch viel Ahnung von BCLK-Einstellungen benötigt. Daher lohnte sich eher der Kauf eines i7-970, dem damaligen Top-Modell für Consumer.

Zum Artikel: Xeon E5620 übertaktet: Quad-Core mit mehr als 4 GHz

Weitere Artikel:

News:

Der Kinect-Sensor von Microsoft als optionales Zubehör zur Xbox 360 verkaufte sich anfangs wie geschnitten Brot: 5 Millionen Einheiten wechselten in zwei Monaten den Besitzer. Wenn es nach Gerüchten gehen würde, hätte Facebook schon 2010 ein Facebook-Telefon vorgestellt. Das war nicht der Fall: Erst 2013 brachte Facebook den Facebook Home-Launcher für Android auf den Markt. Das Facebook Phone floppte aufgrund der unausgereiften Software. Windows 7 schaffte es auf einen Marktanteil von mehr als 30 Prozent. Und um weiter bei Microsoft zu bleiben: Steve Ballmer machte eine erste Ankündigung zu Windows 8. Es sei das riskanteste Produkt, welches Microsoft bis dahin entwickelt habe. Das Risiko hat sich nicht gelohnt, Windows 8 floppte (mehr oder weniger). Noch eine News aus dem Hause Google: Android 2.3 wurde halboffiziell angekündigt. Mehr als 100.000 Apps fasste der Google Marketplace zu jenem Zeitpunkt. Das Update 2.3 wurde das Quasi-XP der Android-Welt: Wenige User bekamen Updates, gleichzeitig war Version 2.3 aber recht gut. Erst ab Android 4.2 wendete sich das Blatt.

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