Blick ins Archiv, 12.02.2016: Das war vor 5 und 10 Jahren los

Vor 10 Jahren

Solid State Drives - kurz SSDs - konnten sich vor 10 Jahren noch keiner große Bekanntheit rühmen; HDDs waren das Maß aller Dinge. Diese liefen in der Regel mit 5400 oder 7200 Umdrehungen in der Minute, wie es selbst heute noch der Fall ist.
Nur wenige Hersteller versuchten etwas anderes: So etwa Western Digital mit der Raptor-Modellreihe. Inzwischen heißt die Produktserie Velociraptor - eines haben die HDDs aber gemeinsam: Höhere Drehzahlen, um so die IOPS- sowie die Lese- und Schreibgeschwindigkeit zu erhöhen.
10.000 U/min schaffte die WD1500AD; gespeichert wurden 150 Gigabyte auf 2 Platten. Ein Aluminiumkäfig mit Passivkühlfläche sollte die Temperatur der Festplatte niedrig halten, immerhin brauchten sie mehr Strom als normale HDDs.
Lohnte sich damals der Umstieg? Durchaus - es gab selbst im normalen Betrieb schon Performance-Vorteile.

Zum Artikel: Raptor mit X-Faktor: Die neue WD1500AD

Um noch mehr Pixel in der Sekunde bewegen zu können, wurde AMDs Crossfire zur Koppelung von zwei oder mehr Grafikkarten genutzt.
Deswegen schauten wir uns Mainboards mit AMD-Chipsätzen von Asus, DFI und MSI mal genauer an - welche Hauptplatine kam am besten mit einem Crossfire-Setup klar?
Asus wollte ein Produkt für den gesamten Markt liefern, DFI setzte auf Spieler und MSI hatte besonders Kunden im Kopf, die weniger Geld ausgeben wollten.
Getestet in 3D-Anwendungen, Audio-Encoding sowie Videotools stellte sich das DIF LanParty RDX200 als bester Allrounder heraus und gewann unseren Vergleichstest.

Zum Artikel: ASUS, DFI, MSI: AMD-Platinen mit Crossfire- Unterstützung

Videoprojektoren respektive Beamer konnten sich bis heute nicht wirklich im Heimgebrauch etablieren - hohes Betriebsgeräusch, ausfallende Lampen, fehlende Projektionsflächen, die Zeit bis zum Hochfahren...
Nichtsdestotrotz testeten wir neun Beamer mit 1280 x 720 Pixeln - also HD-Auflösung. Preislich ging es von 1100 bis zu 2700 Euro, qualitativ gab es erste brauchbare Ergebnisse - und so kam es, dass der Hitachi PJ-TX200 für 1400 Euro den 2700 Euro teuren Mitsubishi HC300 schlagen konnte.

Zum Artikel: Videoprojektoren für HDTV: 9 Geräte bis 2700 Euro

Weitere Artikel:

News:

Na, erinnert sich noch jemand an das Drama zwischen T-Online und der Telekom, die ursprünglich nicht fusionieren durften? Das OLG Frankfurt erlaubte die Zusammenführung der beiden einst getrennten Unternehmen 2006 dann in höchster Instanz. Eine weitere News über die Telekom gab es auch noch: Heute kann man darüber nur lachen - damals zweifelte die Telekom ernsthaft daran, ob UMTS - also der Mobilfunk für mobiles Internet der dritten Generation (3G / HSPA / HSPA+) - eine Chance auf dem Markt haben würde. Auch wenn AGP bereits seit fast einem Jahr auf dem sterbenden Pfad unterwegs war, brachte Nvidia ein letztes Mal die damals aktuelle GPU-Serie auch für den veralteten Accelerated Graphics Port heraus. Danach erfolgte der komplette Umstieg auf PCIe-Karten. Ein Urteil, über das man heute nur noch Lachen kann: Der "Verkauf von Software-Lizenzen ohne Datenträger ist rechtswidrig", entschied das Landesgericht München. Also: Alle ab zu Mediamarkt und Saturn - wer braucht schon Steam oder lädt die Adobe Suite schon aus dem Internet herunter?!

Vor 5 Jahren

Silvester ist zwar im Februar schon vorbei - aber Knallen macht das ganze Jahr über Spaß! Und was in einem PC geht am Liebsten in die Luft? Richtig, das Netzteil! Viele User sparen hier an Geld - schließlich trägt das Netzteil nicht in erster Linie zu einer besseren Performance bei.
Doof nur, dass ein einziger Fehler im Netzteil mehr kaputt macht als nur den Prozessor, sondern häufig die ganze Elektronik im System. Wir haben uns drei Chinaböller angesehen - und die hier gewählte Metapher ist keinesfalls Übertreibung.
Zusammen sollten die Netzteile nominell 1670 Watt für 50 Euro liefern - in Wahrheit kamen alle nicht an die eigenen Spezifikationen heran und überlebten den Test nicht lange.

Zum Artikel: Verspätete Silvester-Böller: Billig-Netzteile aus dem Auktionshaus

So wie heutzutage USB Type C stark im Kommen ist, war 2011 USB 3.0 der Renner: Die damals aktuellen Festplatten gingen deutlich über den USB-2.0-Speed von 24 MByte/s heraus, ohne viel teurer zu sein.
Kauftipps erhielten in der 2,5-Zoll-Kategorie eine Samsung-Platte mit 640 Gigabyte, bei den 3,5-zölligen HDDs gewann die Seagate GoFlex mit anderthalb Terabyte Kapazität.

Zum Artikel: Neue Festplatten mit USB 3.0 im Test: Schnell und groß

Mit den Sandy Bridge-CPUs aus dem Hause Intel änderte sich für Overclocker alles ein wenig: Die neuen i5-/i7-Prozessoren (etwa der i7-2600K) durften zwar durchaus übertaktet werden, aber nicht unendlich hoch (wenn das denn theoretisch technisch möglich wäre).
Der maximale Multiplikator wurde von Intel auf x57 festgelegt, mit einem Basistakt um relativ genau 100 MHz. Mit geringem Aufwand und ohne echtes Risiko war aber für jeden Heimanwender ein kleines bisschen Performance-Schub möglich.
Gleichzeitig artete der Energiebedarf bei höheren Taktraten nicht völlig aus, sondern skalierte fast linear zur gesteigerten Taktrate.

Zum Artikel: Sandy Bridge: Traum oder Alptraum für Overclocking?

Weitere Artikel:

News:

Nokia und Microsoft: Nachdem Stephen Elop von MS als ihr neuer CEO zu den Finnen gewechselt war, wurde eine große Kooperation zwischen den beiden Unternehmen angekündigt. Windows Phones wurden favorisiert, kein einziges Android-Gerät wurde gebaut. Nokia ging zugrunde und Elop verließ das sinkende Schiff. Plextor erreichte mit den ersten Solid State Drives den Markt: Seit nun fünf Jahren fischen sie zwischen den Riesen Samsung, SanDisk, Crucial, Transcend und Co.. Von Rambus gab es damals die News, DDR3-Ram entwickelt zu haben, der bis zu 20 GByte pro Sekunde transferieren könnte. Daraus ist bis heute nichts geworden - der Konzern ist aktuell nur auf dem Servermarkt mit normalen DDR4-DIMMs vertreten. Der eine oder andere Leser kann sich mit Sicherheit noch an eine Rückrufaktion seitens Intel erinnern: Einige Sandy-Bridge-Chipsätze wurden zurückgerufen, Grund war ein fehlerhafter SATA-Controller in manchen H67- und P67-Chipsets. Umsatzverlust: Etwa 300 Millionen US-Dollar.

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4 Kommentare
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  • Tesetilaro
    danke fürs rauskramen - alleine die preisvergleiche von Igor - made my day ;)
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  • capparezza
    Waaaah! Die Nokia-Banane... die hatte ich schon erfolgreich verdrängt :D
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  • Derfnam
    Hach, n DFI-Board. Schön.
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