Blick ins Archiv, 26.02.2016: Das war vor 5 und 10 Jahren los

Vor 10 Jahren

PCIe war endgültig als Standard eingeführt und AGP durfte sterben - schon bahnte sich die nächste Neuerung an: Der DDR-RAM sollte durch DDR2 ersetzt werden. An dieser Stelle ein witziges Zitat aus dem Jahre 2006: "Außerdem verwundert es, dass jeder mit einem Generationswechsel rechnet, obwohl der Wechsel zu DDR2 an sich kaum für große Unterschiede in der Performance sorgen wird."
Ähnliches lesen wir nun beim Wechsel von DDR3 auf DDR4, etwa bei unseren Kollegen aus den USA: So ist DDR4 im Vergleich zu DDR3-2400 meist gleichauf. Nur DDR3-1600 verliert wertvolle Punkte. In dem Test ging es dann aber auch um den neuen AM2-Sockel, welcher bis heute in Form des AM3 überlebt hat - und zumindest mechanisch noch immer kompatibel ist.

Zum Artikel: THG Exklusiv: AMD-Sockel AM2 mit DDR2 getestet

Auch wenn wir DDR2 bereits testeten, war DDR noch längst nicht tot: Trotzdem konnten wir guten Gewissens verschiedene Module der neuen RAM-Generation vergleichen und empfehlen. Hachja, damals, als die Taktraten noch nicht über 500/1000 MHz herausgingen...
Mit dabei sind alte Bekannte: Aeneon, Buffalo, Corsair, Crucial, GeIL, G.Skill, OCZ, Patriot, Samsung und einige mehr gaben sich die Klinke in die Hand. 8.6 GByte/s erreichte etwa Patriots DDR2-Riegel; hiermit war der entsprechende Speicher damals Marktführer. Preis-Leistungs-Sieger war Aeneon, der Consumer-Ableger von Infineon.

Zum Artikel: Kaufberatung: 16 Speichermodule von DDR533 bis 1000

Eintausend Gigabyte! Mensch, war das eine riesige Datenmenge. Die meisten gurkten noch mit ein paar mehrere Jahre alten 80 GByte-Platten herum, Enthusiasten schafften sich 500 GByte große Datenspeicher an. Und extern ging es auch zur Sache: Maxtor präsentierte ein ganzes Terabyte.
Allerdings schummelte der Konzern dabei etwas. Es handelte sich nämlich nicht um eine einzige Festplatte, sondern zwei 500 GByte-Modelle in einem Gehäuse. Angebunden wurde die Platte entweder über USB 2.0 oder den weniger verbreiteten Standard Firewire, der sich letztlich nicht durchsetzen konnte. Leistungstechnisch brachte die Lösung - oh Wunder - die volle USB-Geschwindigkeit. Mehr konnte man nicht erwarten.

Zum Artikel: 1000 GB extern: Neuer Maßstab fürs Datenarchiv

Weitere Artikel:

News:

Schon in den oben genannten Artikeln sprachen wir über eine 1-Terabyte-HDD - okay, bei dieser wurde etwas geschummelt. Aber auch im Profisektor ging es voran: EMC konnte nämlich ein Petabyte an Daten auf 6,71 m² unterbringen. Das entspricht 1000x 1 TByte, viel mehr Speicherkapazität hatten Profis damals auch nicht zur Verfügung. Außerdem wurde Windows Vista - wohl der größte Flop in Microsofts Firmengeschichte - offiziell in Deutschland vorgestellt. Netcologne schaffte schon vor 10 Jahren, was die Telekom bis heute nicht auf die Reihe bekommt: Fibre to the Home. Der Regionalanbieter versprach sich damit Unabhängigkeit vom lila Riesen - auch das ist einer der Gründe, warum der Konzern auch heute noch floriert. Nvidia durfte feiern: 200 Prozent mehr Nettogewinn konnte das Unternehmen mit seiner Grafiksparte von 2005 auf 2006 verdienen; das entsprach 302 Millionen Dollar. Die Nvidia Geforce 7900 war derweil erstmals im Gespräch - im März sollte sie auf den Markt kommen und der Radeon X1900 das Leben schwer machen. Zu guter Letzt darf Intel sich noch einmal die Ehre geben: Der Cloverton-Prozessor, welcher erst Anfang 2007 verfügbar sein sollte, war der erste vom Konzern produzierte Quadcore. Sockel LGA775, TDP maximal 65 Watt, bis zu 2,66 GHz - schlecht lasen sich diese Spezifikationen nicht. Hierbei handelte es sich um einen Leak, den unsere amerikanischen Kollegen aus Unternehmenskreisen in Erfahrung bringen konnten.

Vor 5 Jahren

Sandforce- und Micron-Controller für die SSDs waren damals der heißeste Sch***: Der Flash-Controller war das Bottleneck der SSDs, war dieser zu langsam, konnte die SSD nicht mit Fullspeed laufen. Neue Controller bedeuteten mehr Geschwindigkeit. Während sich heute nicht mehr so viel tut, da SATA-Standard 3 für Solid State Drives schlicht veraltet ist, wird inzwischen eher auf Langlebigkeit, IOPS und zum Teil auf andere Schnittstellen gesetzt.
Und wenn wir heute wegen der Langlebigkeit beispielsweise eine Samsung-SSD einer anderen SSD vorziehen, dann liegt das meist an Qualitätsversprechen und nicht an der minimal unterschiedlichen Geschwindigkeit, so wie vor fünf Jahren noch.
Zum Artikel: Sandforce und JMicron: 5 SSDs im Härtetest

Wer vor fünf Jahren ordentlich Gaming-Leistung haben wollte, aber nicht genügend Geld für eine ausgewachsene Gaming-Karte hatte, musste sich die Nvidia GTX 560 Ti genauer anschauen.
Wobei - musste? Nicht wirklich, die GPU war ihr Geld wert. Der kleine Bruder GTX 560 harrte bis vor ein paar Monaten im PC des Autors aus. Wir testeten Asus-, Gigabyte-, MSI-, Palit- sowie zwei Sparkle-Karten, die jeweils etwas übertaktet wurden. Preis-Leistungssieger wurde die Sparkle Calibre X560, die gleichzeitig die beste Performance bot.

Zum Artikel: Fünf übertaktete GeForce GTX 560 Ti im Vergleich

Gaming-Zubehör schlägt von Zeit zu Zeit an die Grenzen dessen, was wir gesunden Menschenverstand nennen würden. Razer beispielsweise pflastert alle seine Produkte mit RGB-LEDs voll - Nutzen? Keiner, auch wenn einige drauf stehen.
Solche Designausreißer gibt es aber nicht nur bei Razer - auch vor einigen Jahren gab es verrückte und einzigartige Designs. Dabei sind etwa eine runde Tastatur, ganze Gaming-Tische, erste VR-Headsets und andere Spielereien mit.... sagen wir mal stark eingeschränktem Kundenkreis.

Zum Artikel: Gaming-Zubehör: 20 Mal verrückt und einzigartig

Weitere Artikel:

News:

Während die CeBit dieses Jahr erst im März startet, ging die Fachmesse 2011 bereits im Februar los. Und sie brachte einige Neuigkeiten: So präsentierte etwa Vodafone neue Geräte aus dem Sortiment. Auch Archos hatte Neuigkeiten dabei. Intel stellte die SSD-510-Serie vor, lesend sollten die Flash-Speicher 470 MByte/s erreichen. Auch Nvidia und Qualcomm konnten trumpfen: Neue Quadcores für Smartphones, namentlich der Tegra 2 sowie der erste Snapdragon-Prozessor. Zum Datumswechsel dieses Rückblicks gab es allerdings bei weitem noch nicht alle News - diese werden dann in zwei Wochen kommen. Erinnert sich noch jemand an den Intel-Bug bei den Sandy Bridge-Prozessoren? Die SATA-Controller der Chipsätze H67 und P67 hatten einen schwerwiegenden Fehler, der die Performance der angeschlossenen Laufwerke verminderte. Gigabyte bot als erstes entsprechend fehlerfreie Mainboards an.

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1 Kommentar
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  • Derfnam
    Toshibas Robokopp ist nach wie vor herrlich bescheuert.
    0