Blick ins Archiv, 17.06.2016: Das war vor 5 und 10 Jahren los

Vor 10 Jahren

Theoretisch gab es vor zehn Jahren schon fixes Internet. Theoretisch. 16 MBit/s wurden von Netzanbietern im Rahmen des ADSL2+-Standards angeboten. Davon kam aber nicht alles an - etwa bei Arcor.
Auch im Umfeld der Redaktion kam es zu solchen Problemen: Nach drei Monaten mit Highspeed gab es immer wieder Probleme bei der Verbindung mit dem Internet. Die Gründe hätten nach Arcor vielseitig sein können.
Jedoch ließen sich die Abbrüche recht leicht verhindern: Kürzere Kabel, ein besseres Modem und schon war der Drops gelutscht. Dadurch sank nicht nur die Dämpfungsrate, sondern auch der Rauschabstand.

Zum Artikel: Prüfstand ADSL2+ - die 16 MBit Lüge

10 Megapixel - das reichte 2006 aus, um die knackigsten Fotos in der DSLR-Klasse zu knipsen.
Die Nikon D200 war eine digitale Spiegelreflexkamera mit eingebautem Blitz und vielen Profi-Optionen wie z.B. dem Speichern von Raw-Bildern.
Das Chassis war aus stabilem Magnesium gefertigt, somit war das Gehäuse auch ein wenig stoßresistent. Zum Vergleich: Consumer-Kameras hatten zu der Zeit selten mehr als 5 Megapixel.

Zum Artikel: Nikon D200: Die ultimative SLR- Digitalkamera?

Man glaubt es kaum, aber schon vor 10 Jahren konnten ATI-Grafiklösungen für Notebooks die "ultimative 3D-Grafikleistung" liefern. Und das völlig unabhängig davon, ob es nun eine X1300 oder X1800XT war.
Aber: Natürlich viel Marketing-Bla-Bla. Um die verschiedenen Produkte gut auseinander halten zu können, schickten wir also kurzerhand alle Grafiklösungen auf den Teststand. Und oh Wunder: Die Aussage "ermöglicht 3D-Spiele" war eher so zu verstehen, dass man eine Präsentation hintereinander aufgereihter Standbilder genießen durfte.

Zum Artikel: 3D-Spiele am Notebook: Wunsch oder Wirklichkeit?

Weitere Artikel:

News:

DirectX 12 läuft nicht auf älteren Windows-Versionen, nur Windows 10 wird unterstützt - etwas ähnliches passierte 2006 mit DirectX 10. Windows XP bekam keinen Support für Microsofts 3D-Engine. Weiter mit Microsoft: Gestern vor 10 Jahren kündigte Bill Gates an, Microsoft Schritt für Schritt verlassen zu wollen. Sein Rückzug sollte in Stufen erfolgen, fast zwei Jahre wollte er sich Zeit lassen. Heute schrumpft der PC-Markt konstant weiter, schuld daran sind Notebooks und Smartphones. 2006 kam es aber noch einmal zu einer kleinen Explosion: 12,6 Prozent mehr PCs wurden in Q1-2006 verkauft. Vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht hing diese Tatsache mit dem Beta-Launch von Windows Vista zusammen: Die zweite Beta-Version wurde öffentlich getestet - und schon meldeten sich erste Kritiker zu Wort. Einen verdammt fixen Drucker präsentierte HP: Der Photosmart C7180 schaffte ein hochqualitatives Farbfoto in 12 Sekunden.

Vor 5 Jahren

Schon vor einigen Jahren war SATA 3 an einigen Stellen schlicht und einfach zu langsam. Deswegen schauten wir uns PCIe-SSDs mal genauer an: Diese versprachen mehr Geschwindigkeit - und konnten das Versprechen auch fast ohne Kompromisse halten.
Das Problem: Die Produkte waren alle nicht ausreichend auf PCIe optimiert, kleine Fehler sorgten für viel Ärger. Etwa: Keine Option, die SSD als Boot-Partition zu wählen, oder unterschiedliche Ergebnisse in sequentiellen und in I/O-Tests.
Ging es nur um die Performance, gewann eindeutig die Fusion-io, die allerdings auch nicht mehr im dreistelligen Eurobereich angesiedelt war. Allerdings fehlte hier die Boot-Option. Komplexes Thema!

Zum Artikel: Volle Kraft: PCI Express-SSDs Im Test

AMDs Radeon HD6970 war damals eine von uns empfohlene Mittelklasse-Karte.
Aber nur ein Custom-Design erhielt den Kauftipp: Das HIS-Design mit dem "IceQ"-Kühler. Dieser sorgte mit dem vom Autor "Axialquirl" genannten Lüfter für ein kühles Lüftchen auf dem PCB.
Die heiße Luft wurde durch das geschlossenes Kühler-Chassis direkt nach außen geleitet - dadurch wurden alle Bauteile gekühlt und die Hitze blieb nicht im Gehäuse.

Zum Artikel: Exklusiv: HIS Radeon HD 6970 IceQ Turbo im Benchmark-Preview auf Herz und Nieren getestet

Mit wenig Stromverbrauch zocken? Schon vor einigen Jahren gab es zu diesem Ansatz erste Versuche.
Nur: Was ist besser, AMD-APUs oder Intel Atoms mit Nvidia ION-Grafik? Dieser Frage widmeten wir einen langen Test.
Nach 13 verschiedenen Spiele-Benchmarks gab es dann auch ein recht eindeutiges Ergebnis: Durchschnittlich brachte die AMD E-350-APU 75 Prozent mehr FPS-Leistung. Die Mindest-Framerate lag um den Faktor 2,3 über der Kombi Atom D525 und ION 2.

Zum Artikel: Low-Power-Gaming: AMD E-350 gegen Intel D525 mit Ion 2

Weitere Artikel:

News:

"Krait" - so hieß die ARM-Prozessorarchitektur, die Qualcomm in den Snapdragon-Prozessoren der letzten fünf Jahre nutzte. Seit dem Snapdragon 400 (bis zum 810) wurde diese Architektur genutzt und zauberte immer wieder mobile Bestleistungen hervor. Einen negativen Meilenstein für Nokia markierte das erste Halbjahr 2011: Samsung verkaufte mehr Smartphones als Nokia. Schuld waren Symbian und die Weigerung, Android zu akzeptieren. Im Desktop-Segment ging das fröhliche Takten weiter: Intel zeigte erstmals "echte 4 GHz". Der Xeon E3-1290 schaffte diese Taktung im Single-Core-Betrieb, etwa bei noch nicht auf Multi-Core-CPUs optimierten Anwendungen. Auch Gaming-Fans durften sich freuen, das Reboot von XCOM sollte bald erscheinen. Im Experimentalbereich wollte NEC vorpreschen: RAM und Flash braucht niemand! Immerhin gibt es ja CAM. Der Content Adressable Memory sollte im Prinzip wie RAM funktionieren, der Daten aber dauerhaft speichern kann. Desweiteren sollte die Zugriffszeit um den Faktor 20 verringert sein. Bis heute gibt es hierzu aber keine weiteren Infos.

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2 Kommentare
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  • derBisi
    immer wieder spannend (-:
    wobei ich mir häufig gerne die augen zuhalten muss wenn man sich so nochmal in den kopf liest was hersteller alles für unsinn verzapft haben oder versprachen nur damit man kauft!
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  • Derfnam
    Ungefähr zu diesem Zeitpunkt begann AMD mit dem Kauf von Angoraunterwäsche, Thermohosen und dicken, gut gefütterten Jacken sowie Schneestiefeln und Pelzmützen.
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