Blick ins Archiv, 15.07.2016: Das war vor 5 und 10 Jahren los

Vor zehn Jahren

AMD war jahrelang Marktführer bei CPUs. Doch das änderte sich vor allem mit einer neuen Architektur des Erzfeindes Intel: Die Core 2-Serie erblickte das Licht der Welt. Und plötzlich hatte Intel nicht nur günstigere, sondern auch schnellere und effizientere Prozessoren als die Konkurrenz.
Alles startete mit den Core 2 Duos, die wir mit entsprechenden AMD-CPUs verglichen. Und schon auf der ersten Seite des Tests hatten wir ein großes Lob für Intel über: "Selbst ein Core 2 Duo der unteren Preisklasse ist potenter als der schnellste AMD-Prozessor, der sündteure Athlon 64 FX-62."

Zum Artikel: Schneller, effizienter und günstiger: Intel Core 2

Die ersten Ansätze für autonom fahrende Autos haben nicht Tesla & Co. gemacht, sondern vielmehr Volkswagen: Der Wolfsburger Hersteller experimentierte schon 2006 mit Technologien, die die Fahrt sicherer gestalten sollten.
Auch wenn noch keine komplett computergesteuerte Fahrt möglich war, wurden Spurassistent sowie Bremsassistent erforscht und verbessert.
Was heute bei aktuellen Autos serienmäßig verbaut wird, war damals noch völliges Neuland. Nur mit Laserscanner, einem dedizierten Rechner und vielen non-serienmäßigen Anpassungen fuhr der Golf wie von selbst. Und so schaffte der Hersteller immerhin 210 Kilometer im Gelände; auf der Teststrecke wurden Pylonenkurse erfolgreich bewältigt.

Zum Artikel: Fahren ohne Fahrer: Golf GTI auf Testfahrt

Emule wird vielen unserer Leser noch ein Begriff sein: Der P2P-Client für meist eher halblegale Dateien stritt sich damals mit anderen um die Vorherrschaft.
Bittorrent, DC++, Morpheus, LimeWire und einige weitere P2P-Netzwerke buhlten um die Nutzer - denn nur mit diesen ging die Geschwindigkeit bei P2P-Downloads nach oben: Je mehr aktive "Seeder" es gab, desto schneller konnten andere die Software / die Datei herunterladen.
Und wer erinnert sich nicht an die vielen "Leecher", die saugten, ohne der Community etwas zurückzugeben...

Zum Artikel: Vergleich von Emule & Co: Datei-Tausch übers Internet

Weitere Artikel:

News:

Wir haben ja gerade bereits über die neuen Core 2 Duo-Modelle von Intel gesprochen. Aber zur neuen Fertigungsreihe selbst gibt es noch eine weitere Geschichte: Weil bei den Pentium 4-Prozessoren gepatzt wurde, mussten 1000 Manager ihre Stühle räumen - dadurch sollte ein Loch im Finanzplan geschlossen werden. Insgesamt musste Intel 800 Millionen Euro einsparen. Lenovo war 2006 in Deutschland noch ein unbeschriebenes Blatt, während der Marktanteil in China zum Teil schon bei 40 Prozent lag. Bis spätestens Ende des Jahres wollte der Konzern auch in Deutschland festen Fuß fassen - und sie sind offensichtlich bis heute erfolgreich. Wegen der Marktmacht von Windows und fehlender Info zu Alternativen seitens Mircrosoft durfte der Redmonder Software-Riese 280,5 Millionen Euro Strafe zahlen. Das Support-Ende für Windows 98 und Windows Me lief desweiteren ab: Ab dem 11. Juli 2006 gab es keine Security-Updates mehr, auch Hotline-Anrufe wurden ignoriert. Aber: Wer war in Zeiten von XP noch freiwillig auf Windows 98 oder Me unterwegs? Und noch eine News aus dem Hause Microsoft: Das Open Document Format (.odf) wird seit Jahren von LibreOffice-Nutzern genutzt - häufig nur, weil es das Standardformat des Programms ist - und immer wieder gab es Kompatiblitätsprobleme. Vor 10 Jahren implementierte Microsoft auch in Word deswegen den offenen Dokumentenstandard. Internettechnisch ging es in Deutschland voran: Rund die Hälfte der Einwohner der BRD hatten eine DSL-Anbindung und konnten dadurch mit mehr als 56 KBit/s surfen (analoger Telefonanschluss). Mehr als zwei MBit/s waren meist aber trotzdem nicht möglich.

Vor fünf Jahren

mSATA lancierte sich langsam, aber sicher als weiterer Standard auf dem SSD-Markt. Schnelleres m.2 fehlte noch und mSATA war günstiger zu produzieren - immerhin ist die Pinbelegung 1 zu 1 die gleiche wie bei einer Fullsize-SSD.
Die Anbindung wurde (meist) mit SATA II durchgeführt. Ziel war es, kleinere Speicher für dünne Laptops bauen. 1,8"-SSDs gab es bereits, diese nahmen aber immer noch viel Platz weg.
Fazit damals: Leichte Performance-Einbußen und geringerer Speicherplatz, aber Potenzial für superkompakte Geräte - und mit aktuellen m.2-SSDs sind auch die Kritkpunkte relativ(er) geworden.

Zum Artikel: SSDs: Mit mSATA in die Zukunft?

Multi-Core-Prozessoren waren auch vor fünf Jahren schon in den meisten stärkeren Computern verbaut. Aber wie wir ja alle wissen: Mehr Kerne sind nicht immer das Wichtigste. Auch die Single-Core-Performance muss stimmen.
Deswegen schauten wir uns 16 Prozessoren an. Ein Kern wurde herausgepickt und anschließend auf drei Gigahertz getaktet - so konnte ein homogenes Testergebnis erzeugt werden.
Ergebnis: Intels Prozessoren waren den AMD-Pendants überlegen, nur der Pentium 4 aus 2005 brauchte für eine Single-Core-Aufgabe etwa doppelt so lange wie der Durchschnitt.

Zum Artike: Prozessorkerne analysiert: Ein Performance-Vergleich bei 3 GHz mit einem Kern

Passiv gekühlte Grafikkarten mit großer Leistung sieht man heutzutage eher selten; oft sind lüfterlose Karten im Einsteiger-Segment oder in Office-Rechnern platziert.
Aber 130 Watt ohne Aktivkühlung? Das ist eine Nummer, die in der Regel nicht durchgezogen wird. Und das hat Gründe: In einem geschlossenen Gehäuse ist der Passivbetrieb einer sarken Karte seltenst möglich.
Die von uns getestete Powercolor Radeon HD6850 SCS3 benötigte deswegen entweder eine wirklich gute und recht starke Gehäusebelüftung oder einen mit niedriger Drehzahl direkt auf den Lamellen geschraubten Lüfter. Von wegen 100 Prozent passiv!
Trotzdem gab es eine Kaufempfehlung: Selbst mit montiertem Lüfter war die Karte leiser als die versammelte Konkurrenz.

Zum Artikel: Powercolor HD 6850 SCS3 im Test - Passiv gekühlter neuer Stern oder verglühender Komet?

Weitere Artikel:

News:

Windows Phone 7 war der mobile Hoffnungsträger von Microsoft: Nachdem Windows Mobile kläglich scheiterte, sollte die Plattform mit Metro-Kachel-Look den Smartphone-Markt stürmen. Dafür stellte Microsoft vier neue Smartphones vor. Erste Gerüchte zu einem Amazon-Tablet gab es schon vorher, vor fünf Jahren verhärtete sich aber der Verdacht: 1,2 Millionen Tablets für Amazon wurden geordert - der Anfang der Fire-Tablets, sozusagen. Microsoft feierte derweil 400 Millionen verkaufte Windows 7-Kopien. Moderne Prozessoren basieren immer noch auf Silizium, eine Studie rund um magnetische Prozessoren prophezeite aber einen Stromverbrauch von einem Millionstel gewöhnlicher Prozessoren. Ganz besondere Hardware gab es aus dem Hause Toshiba: Im damaligen 3D-Hype veröffentlichte der Hersteller das Qosmio F750, welches 3D ohne eine extra Brille anzeigen konnte. Preislich lag der Laptop bei 1649 Euro. Außerdem wechselte MySpace den Besitzer: Für 35 Millionen Dollar ging das damals sehr beliebte Netzwerk an Justin Timberlake.

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