Blick ins Archiv, 12.08.2016: Das war vor 5 und 10 Jahren los

Vor 10 Jahren

AMD war seit wenigen Wochen offiziell auch der Besitzer von ATi - nach der Firmenübernahme stellte sich natürlich die Frage: Wie geht's nun mit dem Unternehmen weiter, welches fortan zweigleisig Prozessoren und Grafikkarten weiterentwickelte? Um diese Gedanken zu klären, luden wir AMD ein - und so kam Jochen Polster vorbei, der damalige Geschäftsführer, und beantwortete unsere Fragen - auch wenn sie etwas kniffliger waren. Immerhin war Intel nicht nur deutlich fixer unterwegs (Athlon vs Core 2 Extreme), sondern auch noch effizienter.

Zum Artikel: Interview mit AMD: Strategie für 2007

Um die Fronten aber beide zu Wort kommen zu lassen, baten wir auch Intel um eine Audienz - und bekamen sie. David Perlmutter, damals der Leiter der Intel Mobility Group, beantwortete unsere Fragen. Interessantes Zitat auf die Frage, wie Intel gegen AMD abschneiden wird: "Vor zwei Jahren hätte ich die Frage dagegen noch gehasst. Heute bin ich in Bezug auf den Erfolg unseres Produkts viel zuversichtlicher." Und das kann die Firma bis heute sein. Ein interessanter Einblick in ein Unternehmen, das heute viel selbstsicherer ist als noch vor zehn Jahren.

Zum Artikel: Interview mit Intel: David Perlmutter über neue Core-Technik

Die digitale Navigation vor 10 Jahren steckte noch in den Kinderschuhen. Staumelder? Gab's nicht. Baustellen wurden nicht angezeigt. Und häufig war Kartenmaterial nicht up-to-Date, sodass gerne mal Straßen fehlten. Während heute 80% aller Navigations-Software-Hersteller auf das Kartenmaterial von Here zurückgreifen, war damals ein bisschen mehr Diversität angesagt. Und das spiegelte sich auch in der Navigationsqualität von internen sowie externen Navis wider. Heute gibt es Apps auf dem Telefon, Android Auto und andere Möglichkeiten, aktuelle Infos zu bekommen. Damals war man aber froh, wenn es keine Zicken gab. Und dort konnten dann etwa das Garmin Nüvi sowie das eingebaute BMW-Navi trumpfen, während ein Saab-System fast völlig versagte.

Zum Artikel: GPS-Navigation: Nachrüstung vs. Festeinbau

Weitere Artikel:

News:

Eine Sicherheitslücke von besonderer Schwere musste Blackberry bekämpfen: Das Unternehmen, welches einen starken Fokus auf Datenschutz legt, hatte einen Bug und erlaubte es somit Hackern, sensible Daten aus dem Firmennetzwerk zu stehlen. ClipInc 2.0, eines der wenigen legalen Audio-Rip-Programme, erblickte das Licht der Welt: Es erlaubte den Mitschnitt des Live-Radioprogramms und konnte einzelne Titel ohne Probleme aus der Radio-Playlist extrahieren. Voila, kostenlose MP3 für das eigene Abspielgerät! Desweiteren machte AMD klar, dass ATi vom Namen her nicht weiter existieren wird. Künftig gab es also auch Grafikchips und Chipsets mit dem AMD-Namen. Einen digitalen Durchbruch gab es beim linearen TV-Programm: Erstmals sollten Sendungen parallel online und im TV ausgestrahlt werden. Was heute Usus ist, war 2006 noch schwer umsetzbar. Sandisk kaufte die Firma M-Systems ein: Der Konkurrent produzierte 1995 die erste "SSD" und war eine direkte Gefahr für SanDisk. Heute ist der Konzern - zwischenzeitlich von Western Digital gekauft - der größte Hersteller von Flash-Speichern. Der Firefox-Browser erreichte 200 Millionen Downloads. Als einer der wenigen guten Alternativen zum Internet Explorer war es kein Wunder, dass der Open Source-Browser innerhalb von 9 Monaten 100 Millionen weitere Nutzer aquirieren konnte. NetApplications war somit überholt; der Internet Explorer thronte noch auf Platz 1.

Vor 5 Jahren

Diversität bei Browsern? Gab es lange Zeit nicht. Wie oben in den News schon beschrieben, war der Internet Explorer lange Zeit der alleinige Machtinhaber. Mit der Rebellion von Firefox wendete sich das Blatt. Und 2011? Da htten wir auch Opera, Safari und Chrome. Wir testeten die Browser auf drei unterschiedlichen Systemen, um alle möglichen Kriterien bewerten zu können. Googles Browser Chrome konnte in 6 Szenarien gewinnen, fast nie war das Stück Software langsamer als der IE oder Firefox.

Zum Artikel: Die Top 5 Web-Browser im Vergleich, Teil II

Chromebooks gibt es inzwischen auch seit mehr als fünf Jahren - unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Ähnlich zu Windows Phone konnte das Cloud-OS aber nie wirklich Marktanteile an sich reißen; Chromebooks fristen ein Nischendasein. Dabei war das Nutzerkonzept frisch: Alles lief über den Browser, das Buzzword Nummer 1 war die Cloud. Profitieren konnte davon der Akku, bis heute halten Chromebooks merklich länger durch als Ultrabooks oder auch Macbooks. Das Fazit zum Samsung XE500C21 lautete aber damals: Mit Abstrichen bei der Akkulaufzeit gab es ein ähnlich gutes Gerät mit Windows als OS. Die UVP von 449 Euro für ein "Dumb Terminal" war zu hoch angesetzt.

Zum Artikel: Samsungs Chromebook im Test: Mit dem Kopf in der Cloud

Inwiefern beeinflusst die Speichergröße von SSDs die Geschwindigkeit des Datentransfers? Sind kleine Platten schneller, weil nicht so viel an Daten verarbeitet werden muss, oder sind größere fixer, weil das Schreiben auf mehr Chips gleichzeitig möglich ist? Das wollten wir herausfinden - und verglichen deswegen SSDs mit den gängigen Größen von 64, 128 und 256 GByte, alle innerhalb der Samsung-Produktfamilie. Große SSDs waren aber in allen Kategorien besser als die Mini-Speicher - nur der Stromverbrauch lag minimal höher (<2 Watt). Der Faktor Preis war damals aber noch ausschlaggebend - deswegen war die Investition in eine 256 GByte-SSD nicht immer wirtschaftlich sinnvoll.

Zum Artikel: 64, 128, 256 GB: SSD-Kapazitäten im Performance-Vergleich

Weitere Artikel:

News:

Der Tod von Symbian stand fest, spätestens mit dieser Meldung: Keine Unterstützung mehr in Amerika! Nur noch Windows Phone 7 sollte unterstützt werden. Wie wir heute wissen, war das der Todesstoß für das finnische Traditionsunternehmen Nokia. Patentkriege waren vor fünf Jahren noch in vollem Gange. Apple gegen Samsung hieß es täglich - und beide Seiten hatten hin und wieder Erfolge zu verbuchen. Das Galaxy Tab wurde etwa in Europa verboten. Dem "Kultstatus des iPads" wurde nachgeäfft. Der weltweit erste Unfall eines nicht von Menschenhand gesteuerten Autos ereignete sich: Das Google-Auto fuhr von hinten auf ein anderes Auto auf. Diese Woche wurde das Internet wie wir es kennen 25 Jahre alt, 2011 logischerweise 20. Wir dankten Tim Berners-Lee. Der Marktanteil von Windows XP fiel auf unter 50%. "Schuld" daran war vor allem Windows 7. Der Marktanteil für die damals aktuellste OS-Version lag damit bei 28%. Medion, in Deutschland die Eigenmarke für Aldi, wurde endgültig von Lenovo übernommen. 17,7 Millionen Aktien sollen bei der Übernahme von Medion zu Lenovo geflossen sein - rund 629 Millionen Euro wechselten den Besitzer.

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