Blick ins Archiv, 04.11.2016: Das war vor 5 und 10 Jahren los

Vor zehn Jahren

Die zunehmende Digitalisierung stellte völlig neue Forderungen an die Infrastrukur von mittelständischen Unternehmen: Der Computer verwandelte sich von einem reinen Textverarbeitungswerkzeug dank des Internets in ein universell einsetzbares Tool für den geschäftlichen Alltag.
Und um alle Daten gut und sicher digital speichern und vorhalten zu können, benötigten kleinen Firmen einen (Büro-)Server. Da gab es nun drei Möglichkeiten: Einen externen Dienstleister wählen, einen Server kaufen - oder einen selber bauen.
Wir als bekennende Nerds entschieden uns natürlich für letztere Option und bauten einen Büro-Server für 2000 Euro.

Zu den Artikeln:

Vor 10 Jahren saß AMDs Tocher-Firma AMD Saxony  noch im sächsischen Dresden und stellte dort in den Fabs 30 und 36 (200- bzw. 300-mm-Wafer) eigene Chips her.
Nach 2008 existierten diese Fabriken zwar noch, wurden aber in ein eneus Unternehmen ausgegründet - Globalfoundries entstand.
Zwei Jahre vorher widmeten wir dem Hersteller zum zehnjährigen Jubiläum von AMD Saxony einen kleinen Artikel, in dem wir über den damals aktuellen Stand und die Zukunft AMDs sprachen - und auch Kanzlerin Merkel kam zum Wort.
2006 wurde Fab 36 gerade auf 65-nm-Fertigungstechnik umgestellt; zum Schluss (2008) liefen hier 45-nm-Prozessoren vom Band.

Zum Artikel: Unter Erfolgsdruck: 10 Jahre AMD in Dresden

Na, welchen Prozessor fürchtete AMD zur Zeit der oben genannten Premiere besonders? Kleiner Tipp: Er kommt von Intel (oh Wunder!). Noch ein Tipp: Es handelte sich um einen Core 2 Extreme.
Immer noch nicht so weit? Es war der QX6700 - der erste Quad-Core-Prozessor für x86-Systeme, der im Prinzip eine Fusion aus zwei Dual-Core-CPUs darstellte.
Spezifikationen? Mehr als eine halbe Milliarde Transistoren, 65 Nanometer Strukturbreite, 130 Watt TDP und 2,66 GHz Takt.
Das Fazit für den Multicore-Prozessor lässt sich eigentlich mit einem einzgien Zitat zusammenfassen: "Damit hat Intel sein deutliches Leistungsplus [...] gegenüber AMD weiter ausgebaut."

Zum Artikel: AMDs Angst-Gegner: Core 2 Extreme QX6700

News:

Microsoft gab offiziell bekannt: Windows Vista wird ab dem 30. November zusammen mit Office 2007 zum Kauf angeboten. Das Nachfolger-OS zu Windows XP sollte die Erfolgsgeschichte von Microsoft fortsetzen. Ein Ultraleicht-Notebook von Sony wog 898 Gramm und bot immerhin 12 Zoll Displaydiagonale bei einer Akkulaufzeit von sechs Stunden - das war damals ein echtes technisches Meisterwerk. Allerdings sahen auch die technischen Spezifikationen dementsprechend schlecht aus. Sehr dünn war ein neues Feature-Phone von Samsung: Mit knapp weniger als einem Zentimeter Dicke war das Klapp-Handy Samsung Ultra Edition 9.9 Vorreiter. Ein neuer Stern ging am Browser-Himmel auf: Firefox 2 konnte zwei Millionen Downloads in nur 24 Stunden verbuchen. Mit Soundbooth stellte Adobe den Vorreiter der Audition-Software vor, die heute in der Creative Cloud enthalten ist. Lange Zeit vor Netflix, Spotify und Co. florierte das P2P-Geschäft noch: Alleine 2006 stieg das Datenvolumen um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die P2P-Tauschbörsen waren für irgendwas zwischen 30 und 70 Prozent des gesamten deutschen Datenverkehrs verantwortlich.

Vor fünf Jahren

Ein kleines bisschen Geschichte gefällig? Dann bitte hier geklickt! Wir zeigten immerhin, wie Firmenlogos zur Gründung aussahen.
Dreimal darf geraten werden: Wer hatte zu Beginn einen Fisch als Logo? Wer steckt hinter der ehemaligen Firma Haloid? Und welches Programm hatte einen Phönix als Logo?

Zum Artikel: Firmenlogos im Wandel der Zeit: Von Nokias Fischkopf bis Samsungs Sternentrio

Zu Zeiten von immer größeren und schnelleren SSDs mussten wir natürlich auch Hybrid-Lösungen testen: Diese versprachen den Speed einer SSD bei einer Kapazität einer HDD.
Hybrid-Laufwerke, auch unter dem Kürzel SSHD bekannt, existieren schon seit ein paar Jahren und sind etwa bei Apple beliebt: Die FusionDrives setzen auf eine Kombination aus Flash-Speicher und Festplatte.
Als erstes schauten wir uns OCZ an: Das RevoDrive Hybrid bestand aus einem 100 Gigabyte fassenden SSD-Speicher und einer Terabyte-HDD auf einer PCI-Karte. Der Marktpreis lag bei etwa 400 Euro - die RevoDrive fischte also durchaus schon im High-End-Segment für Enthusiasten.

Zum Artikel: OCZ RevoDrive Hybrid: Solid-State-Speed mit Festplattenkapazität

Pünktlich zum Weihnachtsgsgeschäft 2011 brachte Nvidia eine neue Grafikkarte auf den Markt: Die GeForce GTX 560 Ti mit 448 CUDA-Kernen.
Die Karte baute im Gegensatz zur normalen GTX 560 nicht auf einem GF114-Chip auf, sondern beschnitt den GF110-Chip, der bereits in der GTX 570 und der GTX 580 verbaut wurde. Leistungsmäßig platzierte sich Nvidia dann auch genau zwischen GTX 560 und GTX 570.
Die Karte erhielt von uns gute Noten - mit der Einschränkung, dass die Karte wohl leider eine sehr geringe Halbwertszeit auf dem Markt haben würde.

Zum Artikel: GeForce GTX 560 Ti 448 Core: Eine Weihnachtskarte von Nvidia

Weitere Artikel:

News:

2011 feierte das Mini-ITX-Mainboard seinen 15. Geburtstag - und wir gratulierten dem Mainboard-Formfaktor herzlichst zum Geburtstag. Damals wurden Mini-ITX-Boards noch vornehmlich von der Industrie eingesetzt, heute tauchen die Boards auch gerne in HTPCs auf. Bei AMD gab es mehr Infos zur HD 7000-Reihe, einem großen Hoffnungsträger der Radeon-Grafikkarten. 28-nm-Prozesstechnik sollte den Rückstand auf Nvidia schrumpfen lassen - und tatsächlich wurde die HD7900 durchaus ein starkes Stück Technik. Die Liste der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien schrumpfte um einen Titel: Quake wurde vom Index gestrichen. Die Grafik war 10 Jahre nach dem Release einfach nicht mehr realistisch genug, um Jugendliche zu "verstören". Interessante neue Hardware gab es von Intel: Die Prozessoren der Ivy-Bridge-Generation sollten die Sandy-Bridge-Vertreter ablösen - und zwar mit Pauken und Trompeten: Die CPUs sollten im Vergleich zum entsprechenden Vorgänger einen Performance-Vorteil von 25 Prozent bieten. Das freute natürlich nicht nur Enthusiasten. Erste Anzeichen für Android TV gab es 2011: Samsung wolte nämlich Google-basierte Smart-TVs bauen. Irgendwie wurde daraus bis heute nichts, Samsung entschied sich zwischenzeitlich eher für Bada und eigenen Code.

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