Blick ins Archiv, 18.11.2016: Das war vor 5 und 10 Jahren los

Vor zehn Jahren

Wer sich heute zu Weihnachten einen neuen Fernseher kaufen möchte, denkt vielleicht über 4K-Mattscheiben nach, die vielleicht sogar gekrümmt sind. Wahrscheinlich wird die Displaydiagonale auch bei mehr als 40 Zoll liegen, vielleicht sogar 55 Zoll.
Vor zehn Jahren war die Auswahl noch nicht ganz so weit: Wir präsentierten aber immerhin sechs TV-Geräte mit einer Diagonale bis zu 42 Zoll, die in etwa 1000 Euro kosteten.
Die meisten der Monitore konnten aber noch kein Full-HD darstellen, sie boten zum Großteil eine native Auflösung von nur 1366x768 Pixeln und hatten damit eine miserable Pixeldichte - für damalige Verhältnisse handelte es sich aber nun mal um das Non-Plus-Ultra.

Zum Artikel: LCD-Fernseher für Weihnachten: Sechs Geräte bis 42 Zoll

Gothic 3 ist bis heute ein Klassiker, der zum Teil auch heute immer wieder gerne angespielt wird. Und es erschien vor genau 10 Jahren.
Uns blieb quasi gar nichts anderes übrig, als das Spiel als "Grafik-Feuerwerk" zu bezeichnen - so angefixt war damals unser mittlerweile leider verstorbener Ex-Kollege Tino Kreiss.
Das Spiel spielte - wie auch die beiden anderen Gothic-Vorgänger - im Land Myrtana. Und während Einwohner neu waren, begleiteten Xardas, Diego und Milten den eigenen Charakter noch einmal.
Allerdings hatte dieses Grafik-Feuerwerk eine Nebenwirkung, die für den einen oder anderen neu verkauften PC gesorgt haben dürfte: Das Spiel war extrem ressourcenhungrig. Vor allem Feuereffekte und Schattenspiele benötigten viele Ressourcen, weswegen die von uns damals eingetzte GT7950 ganz schön ins Schwitzen kam. Im Gegensatz zu heute lag das aber tatsächlich an den starken Effekten und nicht an schlechter Spiel-Optimierung nach dem Motto "Zur Not muss halt eine neue Grafikkarte her".

Zum Artikel: Gothic 3: Grafik-Feuerwerk für potente Hardware

Nvidias GeForce 8800 GTX stand in den Startlöchern und sollte AMD so richtig zeigen, wo der Hammer hing. Und das tat sie auch mit tösendem Gebrüll (bildlich gesprochen - der Lüfter war sogar vergleichsweise leise ;) ).
Die 8800 GTX war die schnellste Karte, die man für Geld kaufen konnte - und es gab keine nennenswerte Nachteile. Vor allem das oben erwähnte Gothic 3 profitierte extrem von der Leistung der 8800 GTX: Sie besaß immerhin 681 Millionen Transistoren bei 575 Megahertz; der Grafikspeicher war 768 Megabyte groß.
Der einzige Wermutstropfen in diesem Falle war der Preis: Die Karte kostete zum Launch für damalige Verhältnis extrem hohe durchschnittliche 635 Euro.

Zum Artikel: Der Dampfhammer: Geforce 8800 GTX (G80)

Weitere Artikel:

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Wer anstatt der oben aufgelisteten Fernseher mit 40 Zoll lieber eine ganze Wand mit TV-Inhalten bespielen wollte, sollte sich lieber zum Beamer umschauen: Benq hatte da nämlich ein hübsches Stückchen Technik auf Lager. Der W10000 konnte nämlich 1920 x 1080 Pixel an die Wand schmeißen. Die Lichtleistung lag immerhin bei 1200 Ansi-Lumen. Preislich war das Gerät der Frau im Hause aber nicht ganz so gut anzudrehen: 7999 Euro wurden aufgerufen - heute kosten vergleichbare Specs einen Bruchteil. Microsoft hatte 2006 dicken Streit mit der EU-Kommission: Der Konzern sollte den Quellcode von Windows offenlegen, damit Konkurrenten vom Prinzip her eine Chance hatten, dem Betriebssystem Windows gleichzukommen. Microsoft-Boss Gates war parallel in Brüssel und stellte innovative Technologien vor: Diese funktionierten nicht mit Maus und Tastatur, sondern griffen auf Touch-Interaktion zurück - etwa ein Monitor im Tisch und die Gesichtserkennung mit einem PC im Spiegel. Eine interessante Zahl erreichte uns von den Statistikern der Infratest: Nur 6,6 Prozent der Deutschen nutzten das Internet nicht. Der typische Nicht-Nutzer: 61-jährige ungebildete Hausfrauen mit niedrigem Haushaltseinkommen. Dennoch suchte auch 2006 schon eine von zehn Personen einen Partner online - sehr zum Gefallen von den damals nur so hochsprießenden Single-Börsen. Und: Der Zoff zwischen YouTube und der Gema begann. Alles fing mit einer einfachen Meldung an, dass die Gema nicht verhandelt, sondern direkt Verstöße an YouTube melden möchte. Zu dem Zeitpunkt hieß es aber noch: "Wie das Ganze realisiert werden soll erscheint indes unklar." - und dann kam ContentID.

Vor fünf Jahren

Vor fünf Jahren präsentierten wir einen von der Redaktion konzipiertenmm Tom's Hardware-PC: Der von Terra gefertigte Rechner enthielt Technik, die optimale Performance mit einem möglichst geringen Preis kombinierte.
Herz des Mittelklasse-PCs war ein i5-2310, der recht gut mit der GTX 560 im Gainward-Design harmonierte. Zusätzlich gab es eine Crucial-m4-SSD mit 128 Gigabyte Speicherplatz. Auch eine HDD war als Datengrab an Bord.
Preislich lag der Rechner bei 1029 Euro.

Zum Artikel: Wir stellen vor: Der Tom's Hardware PC

Während "unser eigener PC" sich in der Mittelklasse bewegte, adressierte Intels i7-3960X nur High-End-Systeme: Sandy Bridge-E zusammen mit dem X79-Chipsatz versprachen neue Performance-Wunder auf dem LGA-2011-Sockel.
Der i7-3960X brachte es auf 2,27 Milliarden Transistoren und bot sechs physische Kerne, die mit 3,3 Gigahertz takteten. Die TDP lag bei happigen 130 Watt.
Aber: Wer kauft sich eine CPU für 1000 Euro? Das war - wie immer - das Problem der absoluten High-End-Chips von Intel.
Deswegen empfahlen wir lieber den auch neuen i7-3930K, der nur die Hälfte kostete, aber leistungsmäßig nur wenig hinter dem i7-3960X lag.

Zum Artikel: Intels Core i7-3960X im Test: Sandy Bridge-E und der X79-Chipsatz sind da

Battlefield 3 war da - und brachte die totale Zerstörung mit: Die neue Levolution-Funktion erfreute viele Spieler. Und auch sonst war BF3 ein grafischer Leckerbissen mit extrem hübschen Explosionen, hervorragenden Animationen und viel Spielspaß.
Nur brauchte man auch eine entsprechend potente Grafikkarte. Und damit man - im Falle eines Neukaufes - die richtige Wahl treffen konnte, zeigten wir die Benchmarks für 30 verschiedene Pixelschubser.
Für Ultra-Settings auf Full-HD sollte damals mindestens eine Nvidia GTX 580 im Rechner stecken (etwa 60 fps), das AMD-Lager hatte mit der Vorlage aber leichte Probleme: Selbst die HD 6970 war für diese Einstellungen gerade einmal ausreichend (44 fps).

Zum Artikel: Battlefield 3: Großer Performance-Vergleich mit über 30 Grafikkarten

Weitere Artikel:

News: Gigantische Pläne bot Intel Preis: Die Plattform Knights Corner sollte mehr als 50 Kerne unterstützen. Das 22-nm-Projekt sollte in Server-Farmen eingesetzt werden; gleichzeitig war x86-Kompatibilität gegeben. LCDs von Sony, Toshiba und Hitachi kommen seit 2011 aus ein und dem selben Haus: Die drei Konzerne legten ihre Produktion zusammen, um Kosten zu sparen. Der neue Name für die Firma ist Insidern ein Name: Japan Display. Eine willkommene Studie erreichte uns aus dem Berliner Charité: Die Uniklinik stellte fest, dass Gamer mehr Hirnvolumen haben als Nicht-Zocker. Overclocker haben sich derweilen ausnahmsweise nich CPU oder GPU vorgenommen, sondern takteten RAM-Speicher hoch: Sie erreichten mit DDR3-RAM von Adata eine Taktfrequenz von 3331 Megahertz - da kommen selbst aktuelle DDR4-Speicherbausteine oft nicht heran. Für dicke Leistung in schmalen PCs sollte eine GTX 550 im Single-Slot-Design sorgen: Normalerweise wurde die GPU nur als Dual-Slot-Variante vertrieben. Die Firma Colorful verpasste der Karte aber einen nur einen Slot großen Kühlkörper.

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