Blick ins Archiv, 02.12.2016: Das war vor 5 und 10 Jahren los

Vor zehn Jahren

Wir hatten vor zehn Jahren die Möglichkeit, mit dem deutschen Pressesprecher von Apple zu plaudern: Georg Albrecht war damals der Vertreter der Obstler.
Themen waren unter anderem der Microsoft-Musikplayer Zune als Konkurrenz zum iPod, der hohe Preis der Apple-Produkte und die Rolle von Design-Alleinstellungsmerkmalen.

Zum Artikel: Interview mit Apple: Erfolgreich durch Design

Ein weiterer 90-nm-Grafikchip erblickte das Licht der Welt: Die Geforce 8800 GTS trat gegen teurere AMD-Hardware an, die trotzdem langsamer war - dementsprechend war die Karte für die Konkurrenz eher ein Dorn im Auge.
Die 8800 GTS taktete mit 500 MHz, der GDDR3-Speicher kam auf 800 MHz.
Die Karte soff allerdings wie ein Loch: Bis zu 400 Watt durfte die 8800 GTS laut Spezifikation ziehen. Im Windows-Betrieb waren es noch bemerkliche 168 Watt.
Im Fazit heißt es: Lieber zur GTS greifen - die GTX war nur 8 Prozent schneller, dafür aber deutlich teurer.

Zum Artikel: Dampfhammer Junior: Geforce 8800 GTS

Während Intel bereits an Quad-Core-Prozessoren werkelte, die dann 2007 erscheinen sollten, hatte AMD noch ein paar Probleme: Der Produktionsprozess lief noch auf 90 Nanometern. Intel konnte bereits auf 65 Nanometern fertigen und war dem Kontrahenten um einiges voraus.
Wie bekommt man aber trotzdem einen Quad-Core? Richtig: Indem man zwei Dual-Cores auf einem Mainboard verbaut. Diesen (unschönen) Ansatz verfolge AMD mit dem Projekt 4x4 - der Athlon 64 FX 74 wurde zwei mal auf ein Board gesteckt.
Trotz aller Bemühungen stellten wir im Fazit fest: Intel ist AMD immer noch ein Stück weit voraus - auch wenn Intels Lösung ebenfalls noch nicht ganz marktreif war.

Zum Artikel: AMD 4x4: Athlon 64 FX 74 mit doppelter Power

Weitere Artikel:

News:

Hach, wie weit die Technik inzwischen gekommen ist: 2006 war ein LCD-Monitor mit 24 Zoll Diagonale für 790 Euro ein Schnäppchen - immerhin gab es einen Rabatt von 25 Prozent. Eine Studie von Marktforschern besagte 2006, dass IPTV keine Chance haben würde - es sollte keinen großen Umsatzanteil ausmachen. Heute ist die Umstellung zum digitalen Fernsehen in vollem Gange. Kurz vor dem Niedergang Nokias gab es noch erfreuliche Neuigkeiten für die Finnen: Der Marktanteil der Nokia-Mobiltelefone stieg von 32,5 auf 35,1 Prozent. Eines der ersten Convertible-Notebooks zeigte Toshiba: Das 12-Zoll-Gerät integrierte einen Touchscreen, einen Core-2-Duo-Prozessor und eine 80-GByte-HDD - und kostete happige 3000 Euro. Um Moores Law zu erfüllen, mussten Prozessoren immer weiter schrumpfen. Neben AMDs (90nm) und Intels (65nm) laufenden Prozesstechniken gab es erste experimentelle Halbleiter, die bereits auf 45 Nanometern Strukurbreite basierten.

Vor fünf Jahren

Fix wurde es: Die Revodrives von OCZ setzten einen neuen Standard und präsentierten einen neuen Typ Speicher, der auch heute noch in PCs verbaut wird: Hybridfestplatten, die neben einer normalen Magnetspeicherplatte auch Flash-Speicher integrieren, wurden mehr oder weniger durch OCZ erfunden.
Die Revodrive Hybrid bot neben 100 Gigabyte SSD- noch ein Terabyte HDD-Speicherplatz. Durch ein cleveres Speichermanagement wurden oft genutzte Dateien automatisch auf dem Flash-Speicher abgelegt, selten aufgerufene Dateien wie etwa Fotos landeten auf der HDD.
Preislich lag die Revodrive bei 400 Euro - damit war der per PCIe angeschlossene Speicher nicht gerade günstig. Dafür gab es ohne große Konfigurationsprobleme ein schnelles  Speichersystem ohne großen Aufwand.

Zum Artikel: OCZ RevoDrive Hybrid: Solid-State-Speed mit Festplattenkapazität

Rechner mit SLI-Systemen ziehen damals wie heute viel Strom. Deswegen schauten wir uns sprichwörtliche Kraftwerke an: Netzteile mit etwa 1200 Watt erreichten unser Testlabor und ließen die Muskeln spielen.
Antec, Thermaltake und OCZ boten ihre Netzteile an und bewiesen, was sie versprachen: Das günstigte OCZ-Netzteil für "nur" 210 Euro war nicht ganz so effizient wie die Konkurrenz, insgesamt erfüllten aber als "Chinaböller" konnte man drei beileibe nicht bezeichnen.

Zum Artikel: Power-Kraftwerke für Power-User: Drei Netzteile mit rund 1200 Watt Leistung

Sandy Bridge-E war die neue Hoffnung für Power-User: Der Top-Prozessor i7-3960X war das Flaggschiff des Lineups und verbrauchte auch noch weniger Energie als die Vorgänger.
Aber ist die Performance pro Watt auch besser als bei den Vorgängern? Kurzgefasst: Jein. Der direkte Vorgänger Gulftown war weniger effizient, aber Sandy Bridge ohne das E als Suffix bot immer noch eine bessere Performance pro Watt.
Dennoch hieß es: "Zum ersten Mal tendieren wir jedoch dazu, ein High-End-System als vernünftig zu bezeichnen, da die Leistungsaufnahme im Idle inzwischen angenehm gering ausfällt."

Zum Artikel: Sandy Bridge-E im Effizienzvergleich

Weitere Artikel:

News:

Die HD7000-Serie von AMD stand kurz vor dem Release. Die GPUs sollten auf dem 28-nm-Verfahren beruhen und waren auf den ersten Blick durchaus konkurrenzfähig. Noch handelte es sich aber nur um eine Ankündigung. Quake als brutales Ballerspiel wurde 1996 auf den Index gesetzt und wurde 2011 von eben jenem gestrichen. Vor 20 Jahren war Quake vergleichsweise sehr realitätsnah und für die Jugendschützer wohl auch "verstörend". Und während wir im oberen Teil noch von der Einführung der Quad-Core-CPUs sprachen, waren sie 2011 schon Quasi-Standard: Acer und Lenovo verkündeten, dass kommende Tablets vier Kerne bekommen würden. Es gab desweiteren erste Gerüchte über einen Börsengang von Facebook. China wurde gleichzeitig der größte Smartphonemarkt, die USA wurden vom Reich der Mitte abgelöst. Inzwischen ist auch Indien in die Top 3 der absatzstärksten Länder aufgerückt. Außerdem konnte man einen kleinen Blick auf Android 4.0 erhaschen: Ein kurzes Video demonstrierte neben den Hardware-Fähigkeiten des Asus Transformer Prime auch die neue OS-Oberfläche.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
2 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • Derfnam
    AMDs damalige Verzweiflung trug wirklich extrem bizarre Schnellschußfrüchte. Und es mußte wirklich nicht grade die Ineffizienz über so viele Jahre hinübergerettet werden, echt nicht :/
    0
  • Crass Spektakel
    Die 8800er war auch ein geiles Teil, gerade der sehr breite Bus von 256Bit erlaubt bis heute viele Spiele mit hoher Auflösung bei reduzierten Details und Beleuchtung zu zocken. Einzig dass es keine Treiberunterstützung mehr gibt (irgendwann nach 304 war Schluss) ist schade, unter Windows geht zwar noch eine ganze Menge mit den alten Treibern aber unter Linux geht oft garnichtsmehr oder man braucht Nouveau.
    0