Blick ins Archiv, 24.02.2017: Das war vor 5 und 10 Jahren los

Vor zehn Jahren

Windows Vista war immer noch nicht auf dem Markt - trotzdem bekam das neue OS bereits sein Fett weg. Wir schrieben des öfteren über die Nachteile des neuen Betriebssystems aus dem Hause Microsoft.
Die Aero-Ansicht war zwar schön und gut, aber Kompatiblitätsprobleme waren schon vorherzusehen: Wir hatten in unseren Tests etwa Probleme mit Brennsoftware, Virenprogrammen und einer Banking-Applikation.
Im Fazit unseres allgemeinen Überblickes heißt es: "Ein Upgrade ist besonders dann wichtig, wenn Sie es leid sind, von Mac-Anwendern ausgelacht zu werden".
Gerade die grafischen Aspekte von Vista konnten überzeugen. Gleichzeitig waren die Hardware-Anforderungen recht hoch, deswegen rieten wir nur Nutzern mit mehr als einem Gigabyte RAM und einer CPU mit einem Takt über 1,2 GHz zum Upgrade.

Zum Artikel:Windows Vista: Funktionalität im Überblick & Nichts geht mehr: Anwendungen unter Vista

Wasserkühlung? Pah, wer braucht die denn schon! Wir jedenfalls nicht.
Denn wir konnten den Core 2 Duo E6300 von Intel von 1,8 auf 3,5 Gigahertz hoch jagen - und das völlig ohne Hilfe von Wasser oder gar Stickstoff.
Die maximale TDP lag bei passablen 91 Watt und die Temperatur konnte trotz des extrem erhöhten Taktes durch Intels Stock-Kühler (!) bei rund 60 Grad gehalten werden.
So wurde der Mittelklasse-Dual-Core-Prozessor sogar schneller als ein Core 2 EX 6800, der damals immerhin rund 500 Dollar kostete.

Zum Artikel:Übertakten bis der Arzt kommt: Luftgekühlt von 1.8 GHz auf 3.5 GHz

90-Nanometer-Prozesstechnik wurde 2007 begraben - doch als letztes Mitglied dieser Generation sollte AMDs Athlon 64 X2 6000+ noch einmal in den Kampf gegen Intel ziehen.
In nur drei Tagen benchmarkten wir den neuen Prozessor und konnten ihm leider kein positives Ergebnis bescheinigen. Der neue AMD-Kern war weder schneller noch günstiger noch energiesparender als die Intel-Konkurrenz.
Zum Glück war die nächste Generation aber schon im Anmarsch: In der Mitte des Jahres 2007 sollten die ersten Quad-Cores kommen.

Zum Artikel:Letztes Gefecht mit alter Technik: Athlon 64 X2 6000+

Weitere Artikel:

News:

1,15 Milliarden Euro sollte Microsoft an Alcatel-Lucent zahlen: In Windows wurde laut Alcatel und dem Gericht unrechtmäßig der MP3-Codec genutzt. Eine erste All-in-One-Lösung für Office-Aufgaben online bot Google an: Für 38 Euro im Jahr wurden Gmail, IM-Dienste, Google Docs und der Kalender im Business-Paket zusammengefasst. Die Gesellschaft wurde weiter digital: Jeder zweite Angestellte in Europa arbeitete 2007 bereits vor einem Monitor. Was heute zwischen Städten Alltag ist, war vor 10 Jahren noch Zukunftsmusik: 10 Gigabit wurden pro Sekunde in einem optischen Kabel von A nach B übertragen, wenn auch über die Distanz von 100 Kilometern. Heute ist mit Multiplexing und weiteren Verbesserungen eine viel höhere Datenrate möglich. Das damals dünnste Handy der Welt präsentierte Samsung: Auf der 3GSM (Heute Mobile World Congress) wurde das Ultra 5.9 vorgestellt. Wie der Name schon verrät, war das Gerät lediglich 5.9 Millimeter flach.

Vor fünf Jahren

Intels SSDs gehörten nicht immer zu den schnellsten und zuverlässigsten Speichern: Vor fünf Jahren musste sich der Konzern zurück an die Spitze kämpfen - und schaffte das mit der SSD 520 auch.
Der eingebaute SandForce-Controller sorgte für einen ordentlichen Performance-Schub und die selbst geschriebene Firmware erlaubte es Intel, die SSD mit einer Garantie von fünf Jahren auszustatten - die Konkurrenz konnte da nicht mithalten.

Zum Artikel:Intel SSD 520 im Test: Mit SandForce zurück ins High-End

In einer kleinen, aber feinen Fotostrecke befassten wir uns mit Retrospielen: Noch einmal an die guten, alten Zeiten denken? Dann geht's hier lang.
Wir erinnerten an OpenTTD, die alten X-Com-Teile, Sim-Spiele und natürlich Grand Theft Auto. Durchklicken lohnt sich!

Zum Artikel:Retrogames: Kultspiele von damals, wiederbelebt

Wer nur ein geringes Budget fürs Gaming übrig hatte, musste sich vor fünf Jahren zwischen Intels Pentium oder AMDs FX entscheiden, doch auch die APUs von AMD wurden langsam als Alternative entdeckt.
Wir klärten auf: Welche CPU ist im Preisbereich bis 175 Euro am sinnvollsten- oder ist doch ein Upgrade zum i5-2500K sinnvoller, der damals 190 Euro kostete?
Wir konnten keinen AMD-Prozessor empfehlen, dafür im Bereich um die 100 Euro den i3-2100. Dieser bot Hyper-Threading und konnte mit teureren CPUs fast problemlos mithalten.

Zum Artikel:Gaming-CPUs unter 175 €: FX, APU oder Pentium?

Weitere Artikel:

News:

Wie klein können Transistoren werden? Bis zu einem Atom klein - zumindest, wenn sie nicht im Verband mit hunderttausenden anderen geformt werden. Einzelne Atome wurden von Forschern erfolgreich zu Transistoren umgewandelt. Android 5.0 wurde für den Sommer herbeispekuliert: Windows 8 als Konkurrenz für Tablets sollte Google dazu bringen, die neue Version von Android schnell auf den Markt zu bringen. Das erste LTE-Smartphone für den deutschen Markt war übrigens das HTC Velocity: Das Vodafone-gebrandete Smartphone sollte technisch bis zu 100 MBit/s schaffen. Ein kleines Gerücht, welches sich am Ende als echt bewahrheitete: Das Windows 8-Logo sollte erstmals einfarbig werden. Das Blau wurde tatsächlich Markenzeichen für das Windows-OS.

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