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Tom's Hardware präsentiert: Die Best of CES Awards 2012

von - quelle: Tom's Hardware US

Eine Premiere: Auf der diesjährigen CES in Las Vegas vergab Tom's Hardware zum ersten mal die Best of CES Awards.

Der Best of CES 2012 Award

Die diesjährige CES stellte für uns eine Premiere dar. Mit unserer Anwesenheit dort hat das allerdings nichts zu tun, denn vor Ort sind wir jedes Jahr. Allerdings haben wir 2012 das erste Mal Auszeichnungen an vier Firmen mit herausragenden Produkten vergeben.

Bislang haben wir generell keine Awards im Rahmen einer Messe wie der CES verliehen. Stattdessen verdienten sich Produkte ihr Lob auf dem klassischen Weg durch unser Testlabor und die entsprechende Prüfung, wo sie sich nach wie vor gegen die Konkurrenz beweisen müssen. Allerdings wollen wir auch Innovation und Leistung anerkennen und Hersteller so darin bestärken Konzepte weiterzuentwickeln, bei denen sie sich noch nicht ganz sicher waren.

Dabei haben wir uns auf die Firmen beschränkt, mit denen wir uns im Laufe der CES getroffen haben und mit denen wir mindestens 30 Minuten lang über ihre Produkte sprechen konnte. Das bedeutete zwar, dass wir unsere Awards erst nach dem Ende der Messe überreichen konnten – allerdings war es uns das wert, denn nur so konnten wir sicher sein, dass wir auch die richtigen Produkte ausgewählt hatten.

MSI GUS II


MSI GUS II: Ein externes Grafikkartengehäuse mit Thunderbolt-Anschluss

Unser erster Award ging an MSI. Während der ersten Messetage war das externe GPU-Gehäuse mit Namen GUS II das einzige Produkt, das unser Interesse weckte. Mithilfe von Intels Thunderbolt-Technologie kann so eine externe Grafikkarte angebunden werden, die über ein eigenes Stromkabel versorgt wird. Bei 150 Watt ist allerdings Schluss.

MSI demonstrierte GUS II an einem MacBook Pro, auf dem Windows 7 lief – klar, denn noch gibt es keine Windows-Systeme mit Thunderbolt. Erste Desktop-Mainboards mit dieser Schnittstelle sollen aber im Laufe des Jahres auf den Markt kommen. Wer weiß, vielleicht kann MSI ja AMD und Nvidia davon überzeugen, passende Treibererweiterungen zu entwickeln, mit denen GUS II Notebooks zu einer CrossFire- bzw. SLI-Lösung verhilft. Warten wir es ab. Mit Sicherheit können wir aber sagen, dass es sich um ein wirklich spannendes Konzept handelt, das im ersten Halbjahr 2012 als fertiges Produkt auf den Markt kommen sollte.

OCZ Lightfoot

OCZ Lightfoot: Nochmal Thunderbolt, aber dieses Mal für externen Speicher

Früh am nächsten Morgen hatten wir einen Termin bei OCZ, und wieder stach ein Thunderbolt-Produkt ins Auge. Eigentlich hatten wir die Lightfoot schon bei Intel am Stand entdeckt, wo wir mit Jason Ziller sprachen, der beim Prozessorriesen für die Planung und das Marketing im Bereich Thunderbolt zuständig ist. Allerdings wollten wir direkt mit OCZ sprechen, bevor wir eine finale Entscheidung zum Lightfoot trafen.

Die Firma verspricht, dass es dieses externe SSD-Laufwerk bereits im kommenden Quartal in die Läden bringen möchte. Die Kapazitäten sollen dabei von 128 GB bis 1 TB reichen, und ersten Angaben zufolge dürfte der Pro-Gigabyte-Preis bei ca. 2 US-Dollar liegen. In Verbindung mit der Kilimanjaro-Plattform auf PCI-Express-Basis sollen mit nur einem Thunderbolt-Anschluss Übertragungsraten von bis zu 750 MB/s ermöglicht werden. Kurzum: Viel schneller Speicher in einem sehr handlichen Gehäuse!

EVGA SR-X

EVGA XR-X: Ein Name wie ein Rennauto, und auch die technischen Daten passen dazu.

Um ehrlich zu sein, hatten wir uns schon im Vorfeld ein wenig auf den dritten Kandidaten eingeschossen. Schon vor der CES war uns einiges über EVGAs SR-X zu Ohren gekommen, und bald wurde klar, dass es ein heißer Anwärter auf einen Award wird – nicht zuletzt, weil es mit seinen beeindruckenden technischen Daten und dem technologischen Overkill einfach den Tech-Geek in uns ansprach. 

Aufgrund einer unglücklichen Planung war es uns aber unmöglich, innerhalb der angesetzten fünf Minuten vom vorangegangenen Meeting im Mirage-Hotel zum Treffen mit EVGA im Wynn zu gelangen. Also griffen wir stattdessen zum Telefonhörer und ließen uns von EVGAs Team alles zum kommenden Mainboard mit den zwei LGA 2011 Sockeln erzählen. Das SR-X kann beispielsweise zwei Xeon-E5-CPUs mit jeweils acht physischen Kernen plus Hyper-Threading aufnehmen, womit es geballte Power liefern dürfte. Der Preis dürfte in Vollbestückung allerdings ebenso atemberaubend sein. Auch bei den Grafikkarten wird nicht gekleckert sondern geklotzt, denn das Board erlaubt nicht nur Quad-SLI, jede der vier Karten wird dabei auch noch mit vollen 16 PCIe-Lanes angebunden. Die 12 DIMM-Slots können derweil bis zu 96 GB DDR3-RAM aufnehmen – mehr als genug Platz für einen ordentlich dimensionierten Arbeitsspeicher und ein riesiges RAM-Laufwerk.

SilverStone FT03 Mini

SilverStone FT03 Mini: Erlaubt viel Performance auf kleinem Raum.

Unser letzter Award geht an eine Firma, die mancher Leser vielleicht eher nicht auf unserer Liste erwartet hätte. Gehäuse sind selten so glamourös, dass sie gegen die anderen neuen Technologien und Produkte auf der CES eine wirkliche Chance hätten hervorzustechen. Letztes Jahr gefiel uns das FT03 mit seinem einzigartigen und innovativen Design zwar schon recht gut, brachte was die Größe anbelangte nichts wirklich Neues. Das ist bei SilverStones FT03 Mini anders: Darin finden ein Mainboard im mini-ITX-Formfaktor, ein SFX-Netzteil und eine Dual-Slot-Grafikkarte mit einer maximalen Länge von knapp 23 cm Platz. Wer also auf der Basis eines kleinen Z68-Mainboards einen Powerwürfel aufbauen will, hat hier zumindest eine Option mehr.

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