Canvio AeroMobile Wireless SSD im Test: Portable WLAN-SSD mimt den Media-Server

Die Canvio AeroMobile Wireless SSD ist mehr als nur eine externe Festplatte: Auf die medialen Inhalte der 128 Gigabyte fassenden SSD können drahtlos bis zu acht Geräte gleichzeitig zugreifen, während WLAN-Pass-Through den Zugang zum Internet ermöglich...

Der USB-Stick verliert an Attraktivität, denn der Austausch von Daten mittels physikalischer Datenträger wird angesichts steigender drahtloser Verbindungsgeschwindigkeiten und der universellen Verfügbarkeit von Cloud-Speichern zunehmend unattraktiv. Aber nicht jeder hat die mobile Bandbreite, um große Datenmengen mal eben so über die Cloud auszutauschen. Und ein lokales kabelloses Ad-hoc-Netzwerk ist zwar relativ schnell eingerichtet, hat aber seine Einschränkungen.

Eine Alternative zum schnellen Datenaustausch zwischen verschiedenen Geräten will Toshiba mit der auf der diesjährigens IFA vorgestellten AeroMobile Wireless SSD bieten - und dazu noch eine Vielzahl weiterer Nutzerwünsche erfüllen. Dieses Gerät ist eine portabel nutzbare SSD mit 128 Gigabyte Speicherkapazität, die dank integriertem Akkuauch abseits der Steckdose funktioniert. Man kann sie wie ein ganz normale externe Festplatte nutzen oder per WLAN auf gespeicherte Inhalte zugreifen - und bei Bedarf fungiert sie auch selbst als WLAN-Hotspot.

Ein ganz ähnliches Gerät - nur auf Basis einer Festplatte und damit anfälliger gegen mechanische Belastungen sowie größer und schwerer - hatten wir im August mit der Corsair Voyager Air 2 im Test.

Technische Daten

Abmessungen:
6,3 x 12,3 x 1,3 cm
Gewicht:
120 Gramm
Kapazität:
128 GB
Formatierung:
NTFS
Garantie:
2 Jahre
Kompatibel mit:
iOS, Android, Windows, Mac
Anschlussmöglichkeiten:
USB 3.0 (abwärtskompatibel), WLAN 802.11 b/g/n
Stromversorgung:
Integrierter Akku, USB
Preis:
149 Euro (UVP)

Lieferumfang

Im Lieferumfang befinden sich neben dem eigentlichen Gerät ein Ladegerät und eine hochwertig gearbeitete Transporttasche. Geladen wird der integrierte Akku der SSD über ein beiliegendes USB-Kabel – löblich, dass Toshiba ein eigenes Netzteil beilegt und sich nicht auf die entsprechende Ausstattung des Nutzers verlässt.

Die eigentliche SSD steckt in einer Hülle aus Aluminium und hinterlässt einen durchweg positiven Gesamteindruck. Der kleine Handschmeichler kommt mit abgerundeten Ecken, das Toshiba-Logo ist hochwertig eingeprägt. Drei LEDs geben Auskunft über Verbindungsstatus und momentane Aktivität. Am Gerät befindet sich nur ein Power-Knopf, mithilfe eines spitzen Gegenstandes (Büroklammer, Stecknadel) lassen sich notfalls die Einstellungen zurücksetzen.

Installation und Nutzeroberfläche

Die Inbetriebnahme der SSD ist denkbar einfach: Canvio AeroMobile Wireless SSD anschalten und im nächsten Schritt mit einem Gerät (Smartphone, Tablet, Notebook, ...) in das eindeutig benannte WLAN-Netzwerk der SSD einklinken.

Präsentiert wird eine aufgeräumte und übersichtliche Nutzeroberfläche. Medieninhalte werden direkt angezeigt und lassen sich komfortabel durchsuchen, Musik nach Interpret und Album sortiert anzeigen. Nicht unterstütze Dateiformate können unter der Option "Datei/Ordner" sichtbar gemacht werden.

Die Wireless SDD App unterscheidet sich nicht wesentlich von der Web-Oberfläche. Erstere bietet allerdings die Funktion, auf dem Smartphone gespeicherte Fotos und Videos auf der SSD abzulegen - etwa im Urlaub überaus nützlich. Die Oberfläche ist selbst auf betagten Mobiltelefonen jederzeit schnell und stabil, der Musikplayer ist für Smartphone-Verhältnisse bemerkenswert gut.

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1 Kommentar
    Dein Kommentar
  • In welche Marktnische sich dieses Ding wohl einfügen mag?
    Mir fällt keine ein.
    (außer der Spinnerecke)
    0