Toshiba stellt neue Satellite-Pro-Notebooks vor

Toshiba versucht seinem kriselnden Notebookgeschäft - es halten sich seit längerem Gerüchte, dass der Hersteller seine Notebook-Sparte mit der von Fujitsu und dem von Sony abgespaltenen Vaio-Bereich fusionieren könnte - mit zwei neuen Satellite-Modellen frischen Wind zu verleihen, die gerade in kleineren und mittleren Unternehmen Anklang finden sollen.

Allerdings ist die Hardware-Zusammenstellung nicht über jeden Zweifel erhaben. Beim 17,3-zölligen Satellite Pro C70-C-1FX wird das schon beim Bildschirm deutlich: Das entspiegelte Display ist mit einer Diagonale von 17,3 Zoll recht üppig dimensioniert, löst jedoch nur mit 1600 x 900 Pixeln auf - etwas mager in Zeiten, in denen selbst einfache Rechner schnell mit einem Full-HD-Panel bestückt werden.

Im Gehäuseinneren setzt der Hersteller auf Intels Core i5-6200U, der standardmäßig mit 2,3 GHz taktet und bei eingeschaltetem Turbo bis zu 2,8 GHz schnell wird. Der von einem acht Gigabyte großen Arbeitsspeicher unterstützte Prozessor integriert auch die GPU, eine Intel HD Graphics 520.

Für Kopfschütteln sorgt der Datenspeicher: Toshiba greift hier auf eine 500 Gigabyte große Festplatte zurück - in Zeiten, in denen bereits SSDs dieser Größenordnung zu Preisen ab 130 Euro angeboten werden, sind klassische HDDs eigentlich nur noch für Budget-Notebooks angemessen. Das C70 ist dagegen mit einem anvisierten Verkaufspreis von 939 Euro kein wirklicher Billigheimer.

Auch die Schnittstellenausstattung hinterlässt Fragezeichen: Zwar verspricht der WLAN-Funkchip dank der Unterstützung des ac-Standards hohe Geschwindigkeiten und auch das Bluetooth-4.0-Modul ist auf aktuellem Stand, unverständlich ist jedoch, warum zwei der drei USB-Steckplätze auf dem 2.0er Standard basieren. Außerdem ist ein DVD-Laufwerk an Bord, das die Silberlinge auch beschreiben kann. Für Videokonferenzen steht eine HD-Kamera bereit.

Vom 13,3-zölligen Satellite Pro A30t-C werden drei verschiedene Modelle angeboten, die sich durch den Prozessor und das Display unterscheiden. Im kleinsten Modell kommt ein Intel Core i3-6100M zum Einsatz, in den anderen beiden Varianten steckt ein i5-6200U. In allen drei Fällen gibt es einen acht Gigabyte großen RAM. Beim Display im 13,3-Zoll-Format setzt der Hersteller auf ein Full-HD-Panel, das beim Topmodell auch auf Berührungen reagiert.

Auch bei den kompakten Satellite Pro-Notebooks setzt Toshiba auf die antiquierten 500-GByte-Festplatten, spart sich aber die beiden USB-2.0-Ports und setzt stattdessen auf drei 3.0-Anschlüsse. Wie auch das C70 verfügen die drei A30t-Notebooks über ac-WLAN sowie einen Gigabit-Ethernet-Port und unterstützen darüber hinaus bereits Bluetooth 4.1. Auch die kompakten Satellite Pro verfügen über ein schreibfähiges DVD-Laufwerk sowie ein Kamera, die allerdings Aufnahmen in Full-HD-Qualität bewerkstelligt.

Das kleinste Modell (A30-C-10R) wird für 899 Euro angeboten. Wird der leistungsstärkere Prozessor gewünscht, der mit der Version A30-C-11G verbunden ist, muss ein Aufschlag von 150 Euro eingerechnet werden. Für die bestmögliche Ausstattung (A30-C-111) werden 1199 Euro fällig.

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