Business: Neue Interessenten für Toshibas Speicher-Sparte

Toshiba steckt in einer tiefen Krise. Die Übernahme des US-amerikanischen Atomkraftwerksentwickler Westinghouse hat sich als ein Milliardengrab erwiesen, das den traditionsreichen japanischen Hersteller an den Rand einer Insolvenz geführt hat.

Um ein Weiterbestehen zu sichern, wird ein Verkauf von Toshibas Halbleiter- und Speichersparte immer wahrscheinlicher, deren Wert auf neun Milliarden Dollar taxiert wird. Allerdings gäbe Toshiba mit einem solchen Schritt auch eines seiner wichtigsten und stabilsten Standbeine auf.

Schon in den letzten Wochen kursierten Gerüchte, dass Toshibas wertvollster Unternehmensteil in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert werden könnte, von dem Western Digital Gerüchten zufolge einen Anteil von 20 Prozent kaufen will. Zuletzt verkündete TSMC Interesse an einer Beteiligung.

Nun haben mit Foxconn, Micron und SK Hynix allem Anschein nach weitere Branchengrößen Gebote abgegeben. Gleiches soll für die Investmentfonds Bain Capital und Silver Lake gelten.

Außerdem sollen sich auch Apple und - der Name darf in der Runde nicht fehlen - die chinesische Tsinghua Unigroup unter den Bietern befinden, die mit viel Geld einen Fuß in die Tür eines Geschäftsbereich bekommen wollen, dem in den kommenden Jahren große Wachstumsraten vorausgesagt werden: Das Marktvolumen soll 2020 bei rund 46 Milliarden Dollar liegen.

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1 Kommentar
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  • capparezza
    Apple? Wow... das wär' ja mal was. Zuerst Chips, jetzt Speicher und bald fertigen die ihre iPhones, dank Trump'scher Unterstützung, wieder selbst in den USA :D
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