Toshiba: TV-Geschäft verkauft, PC-Geschäft wird behalten

Das zurückliegende Jahr war für Toshiba alles andere als ein einfaches. Insbesondere die Verluste, die sich mit dem Kauf des Kernkraftwerksentwickler Westing House zu türmen begannen, brachten den Hersteller nahezu an den Ruin, der nur durch den Verkauf der Chip-Sparte umgangen werden konnte.

Doch auch andere Bereiche laufen längst nicht mehr so gut wie vor wenigen Jahren. So haben sich die Japaner von ihrem TV-Geschäft getrennt und 95 Prozent der Anteile an den chinesischen Hersteller Hisense verkauft.

Auch das PC-Geschäft erreicht längst nicht mehr die Höhen vergangener Tage. Längst wird über dessen Zukunft spekuliert: Vor etwa zwei Jahren schien ein neues Gemeinschaftunternehmen zu entstehen, in das Fujitsu, Sony und Toshiba ihre PC-Bereiche einbringen würden, doch am Ende wurden die Pläne nicht umgesetzt. Stattdessen verabschiedete sich Toshiba von seinem (europäischen) Consumer-PC-Geschäft, was die Vermutung nahelegte, dass es auch um den Business-Bereich an dieser Stelle nicht all zu gut aussah. Zuletzt kursierten Gerüchte, dass Toshiba sein PC-Geschäft an Asus verkaufen könnte - doch entsprechende Meldungen wurden vom Hersteller dementiert.

Allem Anschein nach wird der Toshiba zumindest noch während der kommenden Monate an seinem PC-Geschäft festhalten - nicht zuletzt deshalb, weil zunächst andere "Baustellen" abgeschlossen werden müssen. Dies gilt insbesondere für die Auslagerung der Chip- und Speichersparte, die an den Finanzinvestor Bain Capital abgegeben wurde. Zudem soll der in diesem Rahmen entstandene Disput zwischen den Japanern und Speicherspezialisten Western Digital aus der Welt geräumt werden.

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2 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • drno
    Logisch - mit Speicherchips kimmt derzeit mehr Knete als mit ner Glotzkiste.
  • goch
    Die Chip Sparte hat mit dem PC Geschäft nix zu tun -> Hier geht es um die Notebooks von Toshiba. Die Chips wurden schon an ein Konsortium verkauft.