Toshiba will sich auf Speicherchips konzentrieren

Über Jahre hat die Toshiba-Führung Bilanzen gefälscht und so die Betriebsergebnisse in einem besseren Licht erscheinen lassen, im vergangenen Jahr ließen sich die Falschangaben bei den Gewinnen offenbar nicht länger verschleiern, Für die Jahre 2009 bis 2013 mussten die Gewinne um 400 Millionen, Insider vermuten um 1,1 Milliarden Euro nach unten korrigiert werden.

Nun will der Hersteller durch Umstrukturierungen den Weg zurück auf die Erfolgsspur zu finden. Zum einen versuchen die Japaner wenig profitable Geschäftszweige abzuwickeln, so steht etwa die Notebook-Fertigung zur Disposition, die in ein Gemeinschaftsunternehmen überführt wird, dem auch die Fujitsu-Notebooks und die bereits von Sony abgespaltene Vaio-Sparte eingegliedert werden sollen. Die Produktion von Fernsehern zur Disposition.

Profitable Bereiche sollen dagegen verkauft werden. So wurde bereits die Fertigung von Bildsensoren an Sony abgegeben, doch damit wurde offenbar nur der Anfang gemacht: Toshiba wird sich nach Informationen von Reuters von großen Teilen seines Halbleitergeschäft trennen. Auch die Bereiche für hochintegrierte Prozessoren, die in Automobilen und Haushaltsgeräten zum Einsatz kommen, sollen an einen neuen Eigentümer gehen. Bereits Ende März könnten die Käufer feststehen.

Nach Abschluss der Umstrukturierungsmaßnahmen wird sich der Hersteller den Energiebereich sowie die Entwicklung von Speicherlösungen konzentrieren, wobei der Fokus auf die NAND-Speicherchips gelegt wird. Und dazu soll kräftig investiert werden. Zusammen mit SanDisk - seit Oktober letzten Jahres ein Teil von Western Digital - soll eine neue Produktionsanlage in Japan errichtet werden. Die Kosten, die sich auf rund 3,4 Milliarden Dollar belaufen sollen, wollen sich die Partner teilen. Der Fokus soll auf Speicherchips für Smartphones gelegt werden, mit der steigenden Produktionskapazität soll besser mit Branchenkrösus Samsung konkurriert werden können.