Toshiba vor Insolvenz?

Tooshiba gehörte zu den Pionieren der Computerindustrie und gilt etwa als einer der Erfinder des Notebooks. Doch in der jüngeren Vergangenheit konnte der Hersteller kaum an alte Erfolge anknüpfen: Neue Trends wurden verschlafen, viele Entwicklungen konnten nicht mehr überzeugen. In Schwierigkeiten wurde der Hersteller zudem von seinen eigenen Führungskräften gebracht, die über Jahre ihre Investoren mit geschönten Umsätzen und Gewinnen täuschten. Es wurde ein Milliarden schweres Defizit aufgehäuft, das bereits zu erheblichen Umstrukturierungen geführt hat.

Nun scheint Toshiba durch eine weitere Fehlinvestition an den Rand des Ruins getrieben worden zu sein: Bei Westinghouse, der Atomkraftwerksparte, explodierten die Kosten bei den geplanten Projekten, sodass sich Toshiba nun gezwungen sieht, die gesamte Übernahme in Höhe von rund 6,3 Milliarden Dollar abzuschreiben. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde ein Verlust von 3,2 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Damit rückt das Unternehmen immer näher an einen Bankrott; der Aktienwert liegt bei nur noch acht Milliarden Dollar. Als Gegenmaßnahme dürfte ein Verkauf des Speichergeschäfts immer wahrscheinlicher werden. Bereits im Januar kursierten Gerüchte, die die Auslagerung der Sparte in ein eigenständiges Unternehmen andeuteten, von dem ein Anteil von 20 Prozent an Western Digital gehen sollte.

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9 Kommentare
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  • fffcmad
    Schade. Die hatten mal echt gute Server und die Drucker sind top.
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  • ToSuz
    Wir haben mit deren Großkopierer nur schlechte Erfahrungen gemacht. Ständige Festplattenausfälle, Streifen über die gesamten Blätter. Nur der Support ist wirklich gut.
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  • fffcmad
    Montagsmodell? Zugelaufener Resttonerbehaelter?
    Bei HDDs kanns alles moegliche sein. Montagsmodell. Also wir haben 2 Geraete von Toshiba. Machen einen soliden Eindruck.
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