Tsinghua Unigroup investiert 30 Mrd. USD in Speicherfabrik

Die Tsinghua Unigroup ist (noch) kein allzu bekannter Name auf dem Speichermarkt. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine Art Kapitalanlagegesellschaft des chinesischen Staats.

Mit ihr soll eine leistungsstarke Speicherindustrie im Reich der Mitte aufgebaut werden, die die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zum Endprodukt abbilden kann.

Die Gruppe galt als Interessent an einer Übernahme von SanDisk, der Hersteller wurde jedoch schließlich von Western Digital übernommen. Auch Interesse an einer Beteiligung an SK Hynix wurde den Chinesen nachgesagt.

Nun hat die Tsinghua Unigroup den Aufbau einer eigenen Fertigung angekündigt. Im chinesischen Nangjing wurden die Verträge über eine Fläche von 100 Hektar mit der lokalen Administration geschlossen, auf der eine Produktionsstätte entstehen soll, in der 3D-NAND-Speicher entwickelt und gefertigt werden soll.

In der ersten Ausbaustufe sollen rund 10 Milliarden Dollar investiert werden. Das geplante Gesamtvolumen der Investitionen an diesem Standort liegt bei 30 Milliarden Dollar.

An weiteren Standorten sollen Tsinghua-CEO Zhao Weiguo weitere 40 Milliarden Dollar für neue Produktionsanlagen ausgegeben werden. So entsteht den Angaben zufolge in Wuhan aktuell eine Fabrik auf einer Fläche von 13 Hektar, die ab dem kommenden Jahr 3D-NAND-Speicher in Serie fertigen soll.

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1 Kommentar
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  • derGhostrider
    Hmmm... Die könnten als staatlich gefördertes Unternehmen gezielt die Preise auf dem Markt kaputt machen.
    Erstmal gut - bis die anderen kaputt subventioniert wurden. Bin da doch etwas skeptisch, auch wenn solch ein Mammut-Projekt beeindruckend ist.
    "Mal eben" 30 Mrd raushauen. Das ist schon beachtlich.
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