Dual-Slot-Design: EVGA GTX 1080 Ti FTW3 Gaming im Test

Kühler im Detail

Kühlkonzept und Umsetzung

Die Rückseite der Platine ist auffällig unauffällig und zeigt dafür schön die dunklen Spuren der aufgeklebten Wärmeleitpads zwischen Backplate und Platine. Womit wir auch schon elegant bei der Kühlung angekommen wären.

Die verwendete, zweigeteilte Backplate ohne innen verklebte Folie dient passiv zur Kühlung und natürlich auch der Optik. Außerdem fixiert sie den Sandwichaufbau mit der Extra-Kühlplatte zwischen der Platine und dem eigentlichen Lamellen-Kühlkörper.


Wir erwähnten ja bereits, dass es keinen im Hauptkühler integrierten Heatsink für die Spannungswandler gibt. Wir wissen zudem auch, dass man die VR auf Grund der vielen Regelkreise räumlich entzerren musste. Betrachten wir uns deshalb erst einmal das, was nun direkt auf der Platine aufsitzt. Die Anzahl der Wärmeleitpads ist ja enorm und wir bedauern es zutiefst, nicht bereits im Sommer 2016 Aktien der einschlägigen Pad-Hersteller gekauft zu haben. EVGA ist mittlerweile ein echter Großkunde, der inzwischen auch recht geschickt mit den hilfreichen Pads umzugehen weiß.

Bis auf die GPU und den GPU-Heatsink wird alles erst von der sogenannten "Sandwich"-Kühlplatte gekühlt, egal ob nun die Speichermodule, die Bauelemente der GPU- und Speicher-Spannungswandler (MOSFETs, Spulen) oder aber diverse andere Hotspots. Wir sehen zudem auch hier noch einmal die Heatpipe samt VRM-Heatsink, der mittels Pad auf der einen Seite die Bauelemente und auf der Rückseite die Kühlerfinnen kontaktiert. Die Heatpipe entzerrt den Hotspot etwas und hat mittels Pad einen weiteren Kontakt zu den Lamellen der Oberseite. Ein Experiment ohne angeschlossene Heatpipe (wir hatten das Pad entfernt) ergab immerhin eine um bis zu reichlich 3 Kelvin höhere Temperatur der mittleren MOSFETs.

Der Kühler selbst ist eine reine Dual-Slot-Lösung, was natürlich schon über die mögliche Kühlfläche physikalische Limits setzt. Immerhin hat es EVGA noch einmal geschafft, ein 300-Watt-Design zu konzipieren, das zumindest bei drei arbeitenden Lüftern die entstehende Abwärme auch im geschlossenen Gehäuse noch sicher beherrscht. Mit welchem Geräuschpegel man das vielleicht erkaufen muss, werden wir später noch sehen.

Insgesamt drei 8-mm- und drei 6-mm-Heatpipes aus vernickeltem Kompositmaterial sorgen für die Verteilung der Abwärme vom Heatsink bis hin zur letzten Lamelle. Der vernickelte Heatsink trägt die angepressten Heatpipes und gleichzeitig auch den Kühleraufbau. Wir sehen zudem, dass die Flächen an den Stellen, wo die Pads vom VRM-Heatsink aufliegen, um 90° abgewinkelt wurden, um so eine Art Kontaktfläche zu bilden.

Die drei verwendeten Lüfter mit einem Rotordurchmesser von jeweils reichlich 85 mm sind mit ihren 11, ziemlich steil angestellten Rotorblättern pro Lüfter eher auf Durchsatz ausgelegt. Wir werden jedoch später, wenn es um die Lüftersteuerung samt Drehzahlen geht, noch einmal auf diese Lüfter zurückkommen. Interessant ist auf alle Fälle die temperaturgeregelte Lüftersteuerung, die wir ja bereits von der EVGA GeForce GTX 1080 FTW2 mit dem iCX-Kühler kennen und dort auch schon einmal sehr ausführlich beschrieben hatten. Deshalb sparen wir uns hier die Dopplung der Inhalte einfach.

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19 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • fanatic789
    Ich glaube da hat sich auf der ersten Seite ein kleiner Fehler eingeschlichen: "Bei der Anschlussvielfalt setzt man bei _Zotac_ eher auf Standard-Kost[...]".
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  • Epsylon
    Warum werden bei den vergleichen die zuvor getestet ti nicht miteinbezogen?
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  • FormatC
    @fanatic789:
    Danke, da fehlt ein "wie" - ist gefixt :)

    @Epsylon:
    Die Antwort findest Du auf Seite Eins. Je nach GPU-Lotto kann es DIE schnellste Karte nicht geben. Aber es wird nach ein, zwei weiteren karten mal eine Summary-Page mit der Gegenüberstellung der wichtigsten Eckdaten geben. versprochen. Nur machte das mit so wenigen Karten bisher keinen Sinn :)
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  • besterino
    Schade, dass man hier keine Bilder hinzufügen kann - habe gerade ein Bild auf einer Veranstaltung geschossen, wo man prima sehen kann, was man mit einem 2-Slot Design gerade mit genau diesen Grakas Schönes anstellen kann: 8x EVGA 1080GTX Ti in einem Gehäuse (zugeben mit 'nem Dual-CPU Board). :D
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  • FormatC
    Genau für sowas gabs ja auch den Award. Und hey, ich habe eine noch viel dünnere Karte im Testlabor! 1-Slot GTX 1070 :)
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  • Epsylon
    Du nennst es Labor ich nenne es Spaßecke :D
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  • FormatC
    Du verstehst offenbar nicht, was ein 14-Stundentag bedeutet. Hier stehen bis zu 7 PCs und Technik im mittleren sechsstelligen Bereich. Ich mache das ja nicht als Freizeitvergnügen :)
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  • Epsylon
    Können gerne tauschen du Baust und Konfigurist Cloud´s auf und ich Teste Hardware :D
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  • FormatC
    Glaubst Du, ich teste hier in meinem Lab nur für TH Pixelgeraffel? Dann wiederum liegst Du komplett falsch :)

    Ich bin hier wirtschaftlich komplett unabhängig - alle Verantwortlichkeiten und Risken mit eingeschlossen.
    Die Zeiten, wo sich hochbezahlte Redakteure in warmen Büros sorgenfrei die Zeit vertreiben konnten, sind lange vorbei.
    Wenn Du auf 70-Stunden-Wochen stehst und auch Sonn- und Feiertags arbeiten möchtest, dann wäre ein Tausch ja ein Gewinn ;)

    Wenn ich Rechner schrauben wollte, ginge ich zu einem SI. Festgehalt, feste Arbeitszeiten und Urlaubstage. Aber langweilig und irgendwie nicht mein Ding ;)
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  • alterSack66
    Aktualisiert ihr eigentlich mal den Grafikkartenchart?
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  • Sebast1anB
    Cooler Test - Coole Karte =) Danke ;)
    Auf der Seite 4 fehlt ein "TI".
    War beim Lesen (Ohne vorher Bilder anschauen, kurz verwirrt :D)
    "je nach Spiel, zwischen reichlich 9 und etwas über 11 Prozent schneller als eine GeForce GTX 1080 Founders Edition"
    Gruß
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  • FormatC
    Ha, Danke! :)
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  • Zero Gravity
    Hallo Igor, würdest Du mir bitte sagen, wie Du über den Einbau der Karte in ein 900D denkst? Du weißt bestimmt, worauf ich hinaus will. Dank und Gruß, Martin
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  • FormatC
    Nun ja, Gehäuselüfter wirst Du trotzdem brauchen :)
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  • 0xigen
    Erstmal besten Dank für die ausführlichen Tests... die haben mich schon so manches Mal vor einem Fehlkauf bewahrt. Das einzige was mir ein wenig fehlt ist die Gegenüberstellung/Vergleichbarkeit der Karten. Vielleicht sogar ein Update der Charts?! Auf Grund des Chip-Lottos wäre es dabei vielleicht ratsam die aufgebohrten Karten farblich zu markieren, dann kann man diese bei Bedarf rausfiltern...

    Ansonsten weiter so, die Tests in dieser Qualität sind sonst nirgendwo zu finden und die kleinen Fehlerchen im Text... pff... wen stört's, dass soll erstmal einer nachmachen. Bei der Informationsdichte und der mittlerweile utopischen Bezeichnung mancher Hardware und Unterkomponenten wundert es mich, dass das überhaupt noch jemand zusammengetragen bekommt.

    Also, thumbs up!!!
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  • FormatC
    Keine Angst, nach der nächsten 1080 Ti baue ich eine Art Landing- und Summary-Page und für die 1070er gibt es ja unser fettes Pascal Roundup mit zig Karten. Nur passte die hier nicht mehr mit rein :)

    Charts wird es nach dem Sommer auch wieder geben :)
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  • Zero Gravity
    Hi Igor, ich dachte da eher an den bescheidenen Zugang für die Schrauben (Arretierung) der Grafikkarte und die Größe der o. g. FTW. Viele Grüße, Martin

    P.S. Ich habe ja auch schon das besagte Obsidian.
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  • FormatC
    Richtiges Werkzeug, FTW. Schwanenhalsschrauber, magnetische Bits... oder die zarten Finger der Angebeteten. Irgendwas geht immer.
    Das Obsidian habe ich vor Ewigkeiten ausgemustert, kann es also leider nicht mehr testen. :(
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  • Zero Gravity
    Inordnung, für mich zählt der gute Wille! ^^
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