Canonical beendet Entwicklung von Ubuntu Touch OS

Canonical steht vor einer Umstrukturierung von Ubuntu, dem nach wie vor wohl erfolgreichsten Linux-Derivat: Marc Shuttleworth, der führende Kopf hinter der Softwareschmiede, hat in einem Blog-Eintrag wissen lassen, dass die Entwicklung von Unity 8 beendet wird.

Mit der Oberfläche sollte eine Alternative zu KDE und Gnome entwickelt werden, die letztlich auch die Basis für Ubuntu Touch OS stellte, dem für Smartphones und Tablets gedachten Ubuntu-Ableger. Auch diese Entwicklung wird mit diesem Schritt eingestellt - und sie ist letztlich nur konsequent: Neben Android und iOS konnte Ubuntu Touch OS schlicht nicht überzeugen.

Die Entwicklung der Unity-Oberfläche stieß von Beginn an auf ein geteiltes Echo - wie Shuttleworth nicht zuletzt selbst anmerkt. Er hatte gehofft mit diesem Schritt ein Smartphone-Betriebssystem bereitzustellen, das von der Linux-Community angenommen und mitentwickelt wird. Doch der Softwareschmiede wurde der Vorwurf gemacht die Fragmentierung von Linux voranzutreiben. 

Gleichermaßen wurde das Interesse der Hersteller falsch eingeschätzt, die lieber bei den etablierten Wegen blieben und - abgesehen von wenigen Ausnahmen - Ubuntu die Unterstützung versagten. Und das nicht zuletzt, weil das eigene Oberflächenkonzept im Alltag neben Android und iOS nicht überzeugen, wie der Test des bq Aquaris 4.5 Ubuntu Edition zeigte. 

Mit der Version 18.04 LTS wird Canonical wieder zur Gnome-Oberfläche zurückkehren und sich stärker auf die Weiterentwicklung der erfolgsversprechenderen Geschäftsbereiche Cloud und IoT konzentrieren.

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