Übernahmeschlacht zwischen Oracle und Peoplesoft wird heftiger

Das Ringen um die feindliche Übernahme von Peoplesoft durch Hauptkonkurrenten und Marktführer Oracle nimmt an Heftigkeit deutlich zu. So erhöhte Oracle-Boss Ellison sein Angebot an die Peoplesoft-Aktionäre von 5,1 Mrd. auf 6,3 Mrd. US-Dollar und untermauert seine Absichten durch ganzseitige Anzeigen in US-Publikationen, wo in unmissverständlicher Sprache die Anteilseigner des Übernahmeopfers zum Wechsel der Fahnen aufgefordert werden.

Natürlich verklagt inzwischen jeder jeden, beide Parteien wollen ihre Interessen vor Gericht durchsetzen und unterstellen der Gegenseite geschäftsschädigende Absichten, auch der US-Bundesstaat Connecticut will die Gerichte bemühen, weil durch Oracles Absichten die Preise für Softwareprodukte in die Höhe getrieben würden. Währenddessen hat Peoplesoft seinerseits begonnen, die angekündigte Übernahme des kleineren Konkurrenten JD Edwards mit einem Gesamtvolumen von 1,75 Mrd. US-Dollar durchzuführen. Gelingt diese Übernahme, dann wäre Oracles Führungsposition in diesem Marktsegment bedroht.

Die EU-Wettbewerbskommissare haben bereits abgewunken - auf dem alten Kontinent bestehen keine Bedenken gegenüber gleichwelchen Übernahmeaktionen, weil hier die Firma SAP unangefochten als Marktführer dasteht.

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