Uni Bristol: Atommüll wird zur sicheren Nuklearbatterie

Die Basis ist eine eigene Entdeckung von Physikern und Chemikern der Universität Bristol: Künstliche Diamanten sollen unter Einfluss von Radioaktivität anfangen, Strom zu liefern. Damit haben die Forscher eine Theorie entwickelt und in einem ersten Versuch auch praktisch umgesetzt, wie man Atommüll sinnvoll weiterverwenden und das Lagerproblem signifikant verbessern kann.

Im ersten Versuch wurde Nickel 63 als strahlendes Material verwendet, das einen Kunstdiamanten zur Stromerzeugung anregt. Derzeit wird daran gearbeitet, diese in der Praxis verifizierte Theorie auf ein Material zu adaptieren, das es in Unmengen gibt: Carbon 14.

Carbon 14 ist ein Material, das in den 95.000 Tonnen Graphitblöcken in rauen Mengen angelagert ist, die aus britischen Kernreaktoren stammen, in denen es zur Kontrolle der Kernspaltungsgeschwindigkeit genutzt wurde. Zudem erzeugt es eine kurzwellige Strahlung, die von vergleichsweise dünnen Isolatoren sicher eingedämmt werden kann.

Batterie aus Atommüll

Carbon 14 lagert sich auf den Außenseiten der Blöcke an und kann daher durch Erhitzen verdampft und dann in radioaktive Diamanten umgewandelt werden. Wenn man diesen radioaktiven Kunstdiamanten in einen nicht strahlenden Kunstdiamanten integriert, erhält man eine nicht strahlende Batterieeinheit, die erst nach tausenden von Jahren ihre Kapazität halbiert: Bei frischen Bananen soll eine höhere Radioaktivität messbar sein.

Die Forscher gaben noch keine Leistungswerte der "Recycling-Stromquelle" an, schlugen aber selbst schon Anwendungsmöglichkeiten von Herzschrittmachern bis hin zu Satelliten vor. Unter dem Hashtag #diamondbattery sollen via Twitter Vorschläge gemacht werden können.

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8 Kommentare
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  • chimaero
    Irgendwie ist mir grad der Appetit auf Bananen vergangen.
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  • ShieTar
    Mmh. 100g künstlicher Diamant sind etwa 8Mol C14, bei einer Halbwertszeit von 5730 Jahren zerfallen davon zu Beginn also etwas mehr als 18 Billionen Atome pro Sekunde. 18 Billionen Elektronen haben aber nur eine Ladung von 3 nano-Coulomb, es fliessen also nur 3 nano-Ampere aus einer 100g-Batterie?

    Ok, bei 156kEV Zerfallsenergie werden immerhin 0.5W Energie frei, aber selbst das ist für 100g Masse nicht sonderlich viel.
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  • alterSack66
    Hab zwar nicht so richtig kapiert was jetzt die Bananen damit zu tun haben, aber was solls waren Grad im Angebot :D
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