US-Rechnungshof erteilt MPAA Mathe-Nachhilfe
Durch Raubkopien entsteht offenbar ein geringerer Schaden als bisher von den Vertretern der Medienindustrie behauptet. Zu diesem Schluss kommt der US-Rechnungshof, der die Behauptungen der Branche genauer untersuchte.
Tausende Urheberrechtsklagen der Medienindustrie gegen Privatpersonen und Tauschbörsenbetreiber verstopfen Gerichte. So will die Rechteindustrie den durch Raubkopien vermeintlich entstehenden Schaden eindämmen. Wie hoch der wirtschaftliche Schaden tatsächlich ausfällt, kann jedoch niemand so genausagen. Die Motion Picture Association of America (MPAA) bezieht sich zwar gerne auf Studien wie die des Institute for Policy Innovation (IPI) und nennt beispielsweise den Verlust von exakt 373.375 Arbeitsplätze pro Jahr durch Raubkopien (siehe IPI Policy Report 189, 2007), doch hat sich nun der US-Rechnungshof mit diesem Thema befasst und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis.
Die Rechnungsprüfer stellten fest, dass es schwierig, wenn nicht sogar unmöglich sei, die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen zu quantifizieren. Die dem Rechnungshof vorgelegten Studien der MPAA böten keine transparente Basis zur Berechnung der durch Raubkopien entstehenden Schäden und seien schwer nachvollziehbar. Zudem fehlten in anderen Fällen Informationen über die Entstehung und Herkunft der Daten, die als Grundlage zur Berechnung von eventuellen Verlusten dienen.
So beziffert zum Beispiel eine durch die Medienindustrie gern zitierte Pressemeldung der amerikanischen Bundespolizei FBI aus dem Jahr 2002 die wirtschaftlichen Einbußen auf bis zu 250 Mrd. US-Dollar. Inzwischen bezeichnen aber selbst offizielle Vertreter des FBI diese Zahlen als nicht nachvollziehbar. Es gebe keine Aufzeichnungen über die Quelldaten oder über die angewandte Methodik zur Erhebung der Daten, um die getätigten Aussagen stützen zu können.
Der Bericht des Rechnungshofes dürfte zwar für die Medienindustrie alles andere als erfreulich sein, aber er schließt auch nicht aus, dass Verluste durch Filesharing entstehen. Dennoch könnte der Bericht dazu Beitragen, die teils hysterisch geführte Debatte um Urheberrechtsverletzungen etwas abzukühlen.
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einfach nur OMG ^^
Das wurde ja auch mal Zeit, endlich fangen sie an zu begreifen das nicht jede Raubkopie mit einem nicht getätigten Kauf gleichzusetzen ist.
Und bespielsweise "Die Ärzte" haben einwandfrei bewiesen das sich Alben auch ohne Kopierschutz verkaufen
und hat von denen bei der Statistikerhebung auch schonmal einer daran gedacht, dass z.T. die Raubkopien sogar für erhöhte Einnahmen gesorgt haben, weil nicht gerade wenige Leute erst durch eine Raubkopie, die für sie relativ einfach zu besorgen war (bei ner LAN Party wegen mir mal ne komplette HDD kopiert) auf bestimmte Musik oder Programme oder so überhaupt erst aufmerksam werden und diese dann kaufen weil sie ihnen gefällt...
und wie schon eins vor mir erwähnt wurde, gerade der Kopierschutz verleitet auch gern mal dazu eine Raubkopie zu organisieren, weil die Raubkopien funktionieren und nerven nicht, die Originale hingegen bereiten teils große probleme nur wegen dem Kopierschutz usw. Egal ob Spiele, Software, Musik, Filme.
ich sag nur:
http://pics.poisonnuke.de/upload/3 [...] 00x619.jpg
Es gibt sogar Bereiche, da nutzt man die Filesharinglust der User aus...
Einige DJs verteilen ihre Songs gratis oder streuen die in die Foren ein um so die Tracks zu verbreiten. Das macht bei den geringen Absatzzahlen eh kein Unterschied und so wird der Name populär, wodurch man dann durch Auftritte das Geld wieder reinholt...
Die einzige Raubkopie, von der ich kein Original habe, ist Duke Nukem Forever. Allerdings muss ich zugeben, dass ich Images anstelle von meinen Original CD/DVDs verwende. Die Musikindustrie hat schon seit Jahren nur noch Bruchteile von dem Geld, welches ich frueher fuer Musik ausgegeben habe, erhalten. Jamendo und Amazon sei Dank. Und was mache ich mit all dem gesparten Geld? Ich bezahle meine Internetleitung, die ich noch nicht hatte, als ich in die Schule ging. Ich bin auch ein schlechter Kunde der Contentindustrie, weil ich keine LeerCD/DVDs mehr kaufe. Ja, auch Speicherkarten und USBsticks werden nur gekauft wenn es absolut notwendig ist. Die Alten funktionieren ja noch.
Aber ich gebe das freigewordene Geld zum Beispiel auf Spieleplattformen aus. Und kann diese dann benutzen, wann und wo ich will.
Und Spiele, wo das nicht gegeben ist? Sorry, aber die kaufe ich nicht.
Die Zeiten haben sich geaendert und die Contentindustrie wird das irgendwann auch mal eingestehen muessen. Zudem koennen die ja nicht mal mit Inhalten glaenzen, die es wert sind Geld auszugeben.
Wenn ich da an CnC 4 denke. *rolleyes
Da hat man 45 € ausgegeben und nur 7 Stunden gespielt....
Der schlimmste Teil den ich je gespielt habe.
Hoffe das mit "mmer Online sein" und Co. setzt sich ncht durch.
Genauso wie das verkaufen von Leerhüllen, das ist ja nur affig.
Man zahlt, damit man dann seine Internetleitung strapazieren kann. lol
Zeit.de - Verluste durch Filesharing stark übertrieben
Das ist nichts Neues... aber endlich macht man die Wahrheit publik!
Danke Tom's, danke Zeit!
Der Markt ist transparenter geworden, aber Qualität wird immer gekauft werden. Damit muss sich die Unterhaltungs-Industrie auseinandersetzen!
Edit:...
YESSS!!!! Endlich sagt Mal wer offizielles was die uns da vorlügen!!
Die einzige Raubkopie, von der ich kein Original habe, ist Duke Nukem Forever.
Sicher, dass Du Duke Nukem Forever meinst?
Dass die RIAA (und auch die MPAA), also Musik- und Filmindustrie Amerikas gerne zum Übertreiben neigt, war ja ohnehin schon bekannt. Immerhin hat sich jetzt der US-Rechnungshof mal dazu entschlossen, den Fantasiemilliarden, die die dortige Medienindustrie angeblich in Raubkopien verliert, ein Ende zu setzen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Lobbyisten dann nicht den Vorsitz des Rechnungshofes neu belegen lassen (durch Wahlen?), bis dieser der Medienindustrie wieder akzeptable Urteile spricht...
@neolith: Ich glaube nicht

@All: Ich möchte sogar behaupten, dass durch den Kopierschutz mittlerweile mehr Schaden und Kosten entstehen, als durch die Raubkopierei... Früher hat man auch Kassetten kopiert und seit dem alles auf dem PC passiert und geprüft werden kann, schreien alle ganz laut. Die Millionen oder gar Millarden für einzelne Musiktitel oder Filme sacken sie dann trotzdem noch ein. Spiele die gut sind, lange gespielt werden können und vernünftigen Onlinecontent aufweisen, verkaufen sich immer wie sonst was. Allerdings finde ich gerade C&C4 besondern arm. Schauen wir uns mal Just Cause 2 dagegen an. Da hat man locker mal 250 Stunden Playtime wenn man da alles machen möchte und langweilig wird das spiel nie. Zu mindestens nach den ersten 30 Stunden noch nicht
Naja ich finde es komplett lächerlich wegen Unterhaltungsmedien einzelne Personen bis auf die Unterhose auszuziehen. Diese Machtkämpfe find ich absolut unmenschlich und unnötig.
Die Medienindustrie muss sich vor allem einmal der Tatsache stellen, dass ein dupliziertes Produkt noch lange kein Produkt wäre, dass andernfalls verkauft worden wäre.
Tatsächlich kann man wohl im besten Fall von 10-15% entgangenen Umsatz ausgehen. Und ob der dann noch derlei juristisches Vorgehen rechtfertigt erscheint doch mehr als fraglich.
Zumal bleiben die erhofften Mehreinnahmen dann doch aus, wer bezahlt dann eigentlich die entstandenen Mehrkosten für die juristischen Eskapaden der Musikkonzerne? Offensichtlich sollen es dann die ehrlichen Kunden richten ...