US-Ankläger fordern Windows ohne Zusatzprogramme, aber mit Java
Nachdem sich die verbliebenen neun US-Bundesstaaten auf ein Weiterführen der Verhandlungen anstatt einer neuen Klage geeinigt hatten, wurden heute einige der Bedingungen bekannt. Wenn diese in der vorliegenden Form gegen den Softwaremonopolisten durchgesetzt werden, bleibt einerseits die Firma Microsoft intakt, andererseits hemmen die Beschränkungen weitere Wettbewerbsverzerrungen.
Im Einzelnen fordern die Kläger: Microsoft muss neben den bekannten Windows-Versionen auch solche ohne jedes Zusatzprogramm anbieten. Das heißt: ohne Browser, Messenger, Media Player etc. Und das auch noch zu einem drastisch gesenkten Preis. So soll das Vordringen von Microsoft auf andere Bereiche des IT-Business reguliert werden. Nebenbedingung ist dabei das Offenlegen von Teilen des Windows Quellcodes, damit Mitbewerber ihre Anwendungssoftware nahtlos an das Betriebssystem anbinden können.
Das direkte Vorgehen des Redmonder Riesen gegen den Quasi-Industriestandard Java soll ebenfalls gestoppt werden. Die Bemühungen von Microsoft, Java durch C# zu ersetzen, halten die Kläger für eine wettbewerbsbehindernde Aktion. Statt dessen soll Microsoft gezwungen werden, unverfälschtes Java in allen Produkten einzusetzen. Genaue Details werden am Montag bekannt sein.
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