Externe USB-3.0-Festplatten mit 2,5" im Vergleichstest: Hart, groß oder schnell

USB 3.0 verleiht externen Festplatten Flügel. Klingt gut, aber unsere drei 2,5-Zoll-Neuzugänge wollen es noch besser machen und legen jeweils einen Superlativ obendrauf.

Auch in Zeiten pfeilschneller Solid State Disks und preiswerter Blu-ray-Brenner sind externe Festplatten nach wie vor die erste Wahl, wenn es um eine möglichst ausgewogene Mischung aus Mobilität, Speicherplatz, Kompatibilität und Datendurchsatz geht. Mit SSDs in ein Geschwindigkeitswettrennen zu treten wäre für sie ebenso sinnlos wie mit den Blu-ray-Discs hinsichtlich Robustheit oder revisionssicherer Datenspeicherung zu konkurrieren. Mobile Festplatten agieren deutlich gemächlicher als SSDs und sind weniger hart im Nehmen als optische Medien. Sie gleichen das aber mit anderen Vorteilen aus, allen voran einer vergleichsweise großen Kapazität zum kleinen Preis und einer in der USB-Variante eingebauten Garantie, an jedem PC oder Mac zu laufen. Betriebssysteme neueren Datums wie Windows 7 oder Mac OS X installieren bei erstmaligem Kontakt automatisch die benötigten Treiber und erlauben es, das Laufwerk anschließend sofort zu verwenden.

Klein, leicht, aber keine Speicherriesen. Drei Etiketten, von denen zwei externen 2,5-Zoll-Festplatten zu Recht anhaften, denn insbesondere beim Speicherplatz hatten sie gegenüber 3,5-Zoll-Laufwerken lange das Nachsehen. Inzwischen ist diese pauschale Aussage mit Vorsicht zu genießen, weil die kleinen Laufwerke ordentlich aufgeholt haben. Mit der Western Digital My Passport bringt es einer der drei in diesem Artikel vorgestellten 2,5-Zoll-Testkandidaten auf enorme 2 TB Kapazität, immerhin schon die Hälfte des derzeit maximal möglichen Speicherplatzes einer 3,5-Zoll-Festplatte, der aktuell bei 4 TB liegt. Die beiden anderen Neuzugänge Adata DashDrive Durable HD710 und Hitachi Mobile Touro Pro lassen es mit je 750 GB etwas konservativer angehen, verfügen aber wie das Western Digital-Laufwerk über eine schnelle USB-3.0-Schnittstelle. Die Mobilitäts-Trumpfkarte macht den externen 2,5-Zoll-Festplatten allerdings niemand streitig, denn mit ihren kompakteren Maßen und ihrem geringeren Gewicht lassen sich die kleinen Laufwerke leichter transportieren als 3,5-Zoll-Geräte und kommen im Gegensatz zu ihnen meistens ohne Netzteil aus, weil ihnen die USB-Stromversorgung genügt.

Den gleichen Chip-Unterbau vorausgesetzt sind die 2,5-Zoll-Festplatten konstruktionsbedingt langsamer unterwegs als externe 3,5-Zoll-Laufwerke. Schaut man sich aber die Leistung der bereits von uns getesteten 2,5-Zoll-Modelle an, kommen die schnelleren Geräte auf mittlere Übertragungsraten von etwa 80 MB/s und bieten damit mehr als genug Bandbreite für alltägliche Speicheraufgaben. Ob das dem jeweiligen Einsatzzweck genügt, muss jeder für sich entscheiden. Die drei Testkandidaten schlagen jedenfalls in dieselbe Kerbe, da sie mittels USB-3.0-Anbindung ihre volle Leistung entfalten können und so schnell sind wie vergleichbare interne Festplatten. Beide Ausstattungsmerkmale, hohe Kapazität und eine möglichst breitbandige Anbindung, sollten auch möglichst zusammengehören, denn nur im Zusammenspiel erlauben sie es, den Speicherplatz ohne lange Wartezeiten komplett ausnutzen zu können.

Genug Theorie, wie schlagen sich nun die drei neuen 2,5-Zoll-Festplatten Adata DashDrive Durable HD710, Hitachi Touro Mobile Pro und Western Digital My Passport in der Praxis, und was sind ihre individuellen Stärken und Schwächen? Das zeigen wir auf den folgenden Seiten.

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7 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Also sooo deutlich seh ich die Hitachi jetzt nicht vorn... gerade bei den praxisorientierten Kopiertests kann die WD gut mithalten oder ist sogar schneller.
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  • Wieso wird die Hitachi Touro Mobile Pro zur schnellsten bisher getesteten 2,5"-Platte gekürt??? Es mag ja sein das sie beim synthetischen!!!!! h2benchw 3.13 stets in Führung liegt aber das hat für mich als Nutzer im Alltag absolut keinen Mehrwert. Was nützt mir ne Platte die ihre theoretische Leistungsfähigkeit unter Realbedingungen nie auspielt??? Schaut man sich dagegen die wesentlich praxisnäheren Kopiertest an, kann die Hitachi nicht einen Sieg für sich verbuchen und hat beim Schreiben stets sehr deutlich das Nachsehen gegenüber der Samsung S2. Die Hitachi wird bei diesen Tests sogar drei Mal vom kleineren Schwestermodell düpiert, erhält am Ende aber den Titel "Schnellste Platte"???? Nur weil eine Grafikkarte die meisten Punkte im 3DMark schafft, wird sie doch auch nicht gleich zur neuen Referenz. Meiner Meinung nach sollten die Ergebnisse der praxisnahen Tests wesentlich stärker in die Bewertung einfließen als die der Synthetischen. Oder ist die Samsung S2 aufgrund des Rückzugs von Samsung aus dem Festplattengeschäft obsolet geworden?
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  • Drive! SSD steht für Solid State Drive! Lernt es endlich!
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  • Interessant wären auch noch die Stromverbrauchsdaten. Die meisten 2,5 " Disks überschreiten nämlich die USB 2.0-Spezifikation, was den Einsatz in Multimediaplayern erschwert.
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  • Schön wie meine 1 1/2 Jahre alte Samsung HX-MTA64DA S2 640GB den Testkanditaten in die Suppe spuckt und das für 80 Euro in 02/2011. Dieser Test hat nur gezeigt, dass die Testkanditaten Durchschnitt sind und dafür das sie neu sind, sind sie eher unterdurchschnittlich. :ouch:
    Im übrigen lief meine S2 bis jetzt an jedem USB 2.0 an dem ich sie angestöpselt hatte. Und das ohne Y-Kabel.
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  • DrivestattDisk!@GuestDrive! SSD steht für Solid State Drive! Lernt es endlich!

    "A solid-state drive (SSD), sometimes called a solid-state disk or electronic disk, is a data storage device that uses integrated circuit assemblies as memory to store data persistently."
    Von hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Solid-state_drive

    Also mal ruhig durchatmen.... ;)
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  • | sometimes called a solid-state disk or electronic disk" dieser Satz ist da, sodass die Suchmaschinen es finden. Korrekt ist es nicht.
    Noch schlimmer sieht es mit IDE aus - es gibt ATA -> PATA/SATA, wobei es gar kein IDE gibt als standart fuer Anschlusse.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Parallel_ATA
    "After the introduction of Serial ATA in 2003, the original ATA was renamed Parallel ATA, PATA for short."
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