Update: Portable und mobile SSDs im Vergleichstest, Februar 2017

Digitrade RS256 RFID

Mit dem RS256 bietet Digitrade eine echte Speziallösung an, die direkt beim Hersteller mit einer 256 Gigabyte großen Samsung SSD 850 Evo mit rund 220 Euro zu Buche schlägt.

Alleinstellungsmerkmal: Das Laufwerk wird über einen der beiden beiliegenden RFID-Transponder entschlüsselt. Das komplette Laufwerk ist mit einer 256-Bit-Verschlüsselung versehen, die überaus zuverlässig arbeitet: Die externe Festplatte wird erst dann erkannt und an den PC angebunden, wenn der RFID-Chip über die entsprechende Fläche gehalten wird, wobei der Zustand durch eine rote und grüne LED angezeigt wird. Trennt man das RS256, so wird das Laufwerk sofort wieder unzugänglich.

Im Vergleich zur HipDisk, in welcher die gleiche SSD zum Einsatz kommt, ist nur ein relativ geringer Verlust der Datenrate auszumachen, der bei längeren Datenübertragungen größer wird und bei 60 Gigabyte rund 16 Prozent lesend und 12 Prozent schreibend beträgt.

Angesichts der eingesetzten Verschlüsselung ist das durchaus akzeptabel, wobei die Samsung-SSDs mit einer theoretisch gleich starken Software-Verschlüsselung ohne Geschwindigkeitsreduktion auskommen. Allerdings bietet das RS256-Laufwerk den Vorteil, dass überhaupt kein Zugriff ohne Entschlüsselung möglich ist, was beispielsweise eine Infektion des Laufwerks mit Schadsoftware effektiv verhindert. 

Der etwas höhere Preis schlägt sich auch in der Verarbeitung nieder: Das durchaus voluminöse Gehäuse besteht aus stabilem Aluminium, die SSD wird intern durch eine Silikon-Halterung geschützt und eine Tasche liegt bei.

Für Nutzer, die einen hohen Wert auf Privatsphäre legen und dafür bereit sind, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, ist das Laufwerk eine Empfehlung wert, wobei eine Software-Verschlüsselung für den durchschnittlichen Anwender bereits ausreichend ist.

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4 Kommentare
    Dein Kommentar
  • quixx
    Der Witz bei der differentiellen Übertragung besteht nicht darin, durch hohe Pegel mehr Sicherheit (und Abwärme :D ) zu erzeugen, sondern dass

    -zum einen eventuelle Störungen den elektrischen Abstand zwischen der logischen 0 und der 1 nicht verändern,
    -zum anderen kaum Abstrahlung in die Umgebung erfolgt.

    Da kann man dann den Pegel viel geringer halten, siehe LVD-Technik.
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  • samserious
    So langsam müsste ich meine USB2/eSata Platte echt mal ersetzen. Nur sieht die irgendwie edler aus als die getesteten hier...
    :/

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  • Scour
    Woher hat Digitrade denn eine Evo mit 256GB? Dachte die gibts nur als 250GB?
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  • quixx
    Anonymous sagte:
    So langsam müsste ich meine USB2/eSata Platte echt mal ersetzen. Nur sieht die irgendwie edler aus als die getesteten hier...
    :/



    eSata reicht doch. USB2 ist natürlich eine echte Bremse. Aber eine SSD für so etwas halte ich für übertrieben.
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