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Großer Vergleichstest: 9 USB 3.0 Flash-Speicher

Großer Vergleichstest: 9 USB 3.0 Flash-Speicher
Von , Achim Roos

Die besten USB 3.0 Sticks zwischen 16 und 128 GB treten zum großen Vergleich an. Zwischen 200 MB/s und Schneckentempo ist alles dabei.

Eben erst hat Intel den neuen Thunderbolt-Standard angekündigt: Diese bisher als Light Peak bekannte Schnittstelle bietet 10 Gb/s Bandreite im Upstream und im Downstream und soll alle beliebigen Peripheriegeräte mit einem Rechner auf einfachste Weise verbinden. Monitore, Drucker oder eben Speicher-Sticks – und ein einziger Kabeltyp genügt. Die Sache ist nur noch nicht akut: Thunderbolt wird frühestens gegen Jahresende interessant: Laufwerke sowie passende Systeme und Controller werden erst einmal deutlich teurer sein als USB-3.0-Hardware, das sich gerade im Massenmarkt durchsetzt.

Die Bandbreite von 5 Gb/s bei USB 3.0 wirkt im Blitz von Thunderbolt schon wieder veraltet. Dass dem aber nicht so ist zeigen die nun auf dem Markt erhältlichen Produkte. Acht davon haben wir in unserem Testlabor zum großen Vergleichstest versammelt. Dabei sind teils sehr schnelle Modelle, die selbst Road Warriors mit chronischer Zeitnot zufriedenstellen sollten.

Mobiler Speicher im Trend

USB Thumb Drives, also Speicher-Sticks in den Abmessungen eines Feuerzeugs, decken inzwischen eine große Spanne an Kapazitäten bis 128 GB ab. Gleichzeitig beobachten wir eine Leistungsfähigkeit, die schnellen Flash SSD-Laufwerken oft nicht mehr nachsteht: Bis zu 200 MB/s an Lese-Transferrate sind bei schnellen Produkten heute via USB 3.0 schon möglich. Technisch bedingt fallen einige Kandidaten beim Schreiben erheblich ab; dennoch sind Schreib-Transferraten auf dem Niveau älterer 2,5”-Festplatten meist zu halten. Das bedeutet im Alltag, dass auch größere Datenmengen in erträglicher Zeit auf einen USB-Stick kopiert werden können.

Cloud gegen Speicher-Stick

Der derzeitige Hype im Bereich Cloud Computing suggeriert, dass Anwendungen wie auch Daten künftig ausschließlich im Internet abgelegt werden könnten, also immer online verfügbar sind. Anwendungen wie Online-Storage, Online-Backup oder Online-Anwendungen wie Google Documents oder MS Office Live Workspace machen dies greifbar: wo unsere Bits und Bytes liegen oder ausgeführt werden ist demnach nicht mehr wichtig. Solange allerdings nicht flächendeckend Breitbandzugänge zum Internet verfügbar sind, die den Zugriff auf Dateien und Programme mit minimalen Verzögerungen möglich machen, sind Speicherlösungen ‘in the cloud’ allerdings vorerst nur für Backup oder Ablage von Daten geeignet, die nicht oft benötigt werden. Zuhause und in kleinen Unternehmen ist der Trend dagegen nach wie vor, Daten lokal auf Festplatten oder NAS-Servern zu speichern und bedarfsweise auf Online-Lösungen zu setzen.

Sicherheit und schneller Zugriff gehen vor

Die wirklich wichtigen Daten wie unsere Korrespondenz, ein Passwort-Verwaltungsprogramm, Scans unserer Ausweise, Versicherungsunterlagen, Verträge, die Messenger-Historie, Email-Datendateien und dergleichen haben viele Anwender nach wie vor am liebsten dabei, unter direkter Kontrolle und immer öfter auch sicher verschlüsselt. Software wie TrueCrypt ermöglicht es, Daten sicher in einem Container abzulegen. Aus diesem Standpunkt sind Speicher-Sticks digitale Begleiter, die sich nach wie vor immer größerer Beliebtheit erfreuen. Sie sind klein genug, um am Schlüsselbund Platz zu finden, groß genug für die erwähnten Datentypen und – um den Kreis zu schließen – nun auch schnell genug für Enthusiasten.

9 Kommentare anzeigen.
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  • Anonymous , 1. März 2011 09:42
    Erst informieren dann kaufen ist wirklich wichtig und man spart auch noch ein wenig. Guter Test!

    MfG doll
  • mikkemi , 1. März 2011 10:41
    Der Test ist gut gelungen,
    aber das Fazit schwächelt.

    Der Test beleuchtet im Ansatz zwei/drei unterschiedliche Produktgruppen,
    differenziert im Fazit aber nicht genau genug.

    Für mich ist es ein wesentlicher Unterschied, ob ich für 25€ 16Gb im Stick oder für 140€ und mehr 64Gb im Flachmannformat kaufe.
    Oder einen Verschlüsselungsstick für 85€ statt 50€ für einen ohne.

    Sinnvoller wäre jetzt noch ein anschließender Test von 10 USB 3.0 Sticks, um überhaupt zu ergründen, wo deren durchschnittlichen Leistungsfähigkeit heute liegt.

    P.S. Wie wäre es HIER mit einer SSD im 1.8" oder 2.5" USB 3.0 Gehäuse gewesen?

  • Wohni , 1. März 2011 11:12
    Hmm Schnelle USB Sticks brauch ich nicht wirklich, da diese ja mehr oder minderer zur sicherung dienen, gegebenfalls zur Echtzeitaufzeichnung von Videos an einem DVB-X recorder oder ähnlichen PVR gerät. Selbst da reichen USB2 sticks, auch bei HDTV.
    Für mich also uninteressant. Und sie beeinflussen nicht die PC performence.

    Die einzigen die von hohen geschwindigkeiten da noch was haben sind die die die ReadyBoost funktion bei Vista oder Win7 nutzen, wenn sie keine SSD haben.
  • Wohni , 1. März 2011 11:21
    Für mich haben die neuen geschwindigkeiten keinen sinn, sovern man nich ReadyBoost funktion von Vista oder Win7 nutzt.
    Da die meisten die aber auf Performance stehn eh schon eine SSD ab 60 Gb im system haben hat sich das Thema schon erledigt.

    USB Sticks dienen mehr oder weniger zum sichern von klein daten oder einzelnen Großen programmen bzw. Filme.
    Optinaler bereich ist die PVR ready funktion an diversen Satboxen oder cabel boxen. Evt. sogar an routern mit USB anschluss um daten für alle zur verfügung zustellen. Aber in diesen anwendungsbereichen langt USB2 völlig.
  • DHAmoKK , 1. März 2011 21:09
    Moin

    Schade, dass sich hier eigentlich noch wenig tut. Es gibt zwar Produkte in verschiedenen Kategorien (groß, schnell und teuer oder klein, lahm und günstig oder auch irgendetwas dazwischen), aber Konkurrenzdruck ist noch nicht vorhanden, entsprechend sind auch die Preise. Kommt aber schätzungsweise auch von den hohen Flash-Preisen, seit es SSDs gibt, die werden seit Monaten nämlich auch kaum günstiger.

    Meinem PC habe ich erst letzten Samstag USB 3.0 spendiert, in Form eines neuen Hubs und einer PCI-e Karte. Dazu gab es den 16GB A-Data Stick, der in der Tat so lahm schreibt, aber die Leserate wenigstens knapp erreicht. Dafür war er zum einen der günstigste USB 3.0 Stick und zum anderen von den Ausmaßen noch im "Stickformat". Den LaCie Fastkey finde ich jetzt mit 10,4cm Länge und 2,7cm Breite nicht wirklich kompakt: Er ist zwar schmaler, aber deutlich länger und etwas dicker als der Express Stick mit 62x37x7,5 mm. Als wirkliche "Sticks", im Sinne von "im Stick-Format", würde ich die Sticks von A-Data (89x21x11mm), Patriot (85x19,2x7,2 mm) und PQI (68x18,5x9 mm) bezeichnen.

    Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis es hier günstige UND schnelle Speicher im Kleinformat geben wird.

    PS:
    Bitte mal die ersten zwei Sätze im Text zu SuperTalents ExpressDrive entwirren. Und allgemein mal auf Rechtschreibfehler prüfen, idealerweise vor Veröffentlichung ;) 

    //edit
    Die Kommentaranzeige unter dem Artikel aktualisiert nicht zeitnah oder anders ausgedrückt: Bisher gar nicht!
  • Techniker Freak , 1. März 2011 21:44
    Zitat :
    Die Kommentaranzeige unter dem Artikel aktualisiert nicht zeitnah oder anders ausgedrückt: Bisher gar nicht!

    Wenn sie funktioniert zeigt sie nur eine Seite der Kommentare, z.B im Prolimatech Genesis Test wird nur die zweite Seite angezeigt. Ob IE oder FF ist völlig egal, basteln wieder diese unfähigen Franzosen an der Seite rum?
  • Anonymous , 2. März 2011 10:05
    Erst informieren dann kaufen ist hier wirklich angebracht und im Budget spart man auch noch. Guter Test!
  • daniel86 , 3. März 2011 02:43
    Zitat :
    Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis es hier günstige UND schnelle Speicher im Kleinformat geben wird.

    Sharkoon Flexi-Drive Extreme Duo 16GB
    oder
    Sharkoon Flexi-Drive Extreme Duo 32GB

    Gibts seit Ende vorigen Jahres und erreicht bei mir tatsächlich die angegebene Geschwindigkeit von 130MB/s.
    130MB/s auf NTFS muss ich aber dazu sagen! Unter FAT32 geht die Übertragung auf ~100MB/s zurück.
  • mayho@guest , 2. März 2012 10:05
    Komisch, einige Poster scheinen nicht vertanden zu haben wozu ein USB-Stick mit dien Geschwindigkeiten gut ist: Zu kopieren großer Datenmengen in einer erträglich Zeit. Wenn ich 40 Minuten für 1 GB an kleinen Dateien brauche ist das schlich inakzeptabel. Deshalb würde ich sofort zu so einem Stick greifen. Immerhin ist Zeit Geld und im Beruf sollte man immer abwägen was man dem Kunden in Rechnung stellt.
    Für den Privatbereich liegen die Poster ja wohl richtig, sollten aber weiter als bis zum Tellerrand denken.