Modellpflege: Synology DS212+
Inhaltsverzeichnis
- 1. Evolution statt Revolution
- 2. Synology DS212+: Modellfamilie, Ausstattung und technische Daten
- 3. Herzstück Firmware: Administration per Web-GUI
- 4. Testsystem, Lautstärke und Leistungsaufnahme
Anfang des Jahres hat uns Synology mit dem DS211+ überzeugen können. Heute haben wir den Nachfolger, das DS212+ in unserem Testlabor untersucht. Was hat sich geändert, gibt es Verbesserungen und wenn ja, welche?
Mit etwas Abstand betrachtet haben es Hersteller von NAS-Geräten wie z.B. Qnap, Synology oder Thecus nicht einfach mit Neuerungen zu glänzen. Hinsichtlich der Plattform ist man auf das angewiesen, was CPU-Hersteller wie AMD, Freescale, Intel oder Marvell im Portfolio haben, und die Wahl der CPU wiederum bestimmt letztendlich auch den verwendeten Chipsatz. Die große Kunst bei der Entwicklung von NAS-Geräten dürfte sein, die einzelnen Komponenten akribisch auszuwählen und aufeinander abzustimmen, so dass letztendlich ein Produkt entsteht, dass zum einen für einen marktgerechten Preis produziert werden kann und zum anderen den Anforderungen der Anwender entgegen kommt.
Frei entscheiden kann ein Hersteller von NAS-Geräten hingegen beim Design des Gehäuses und, im Rahmen der technischen Möglichkeiten, welche zusätzlichen Schnittstellen oder Features, wie z.B. SD-Kartenleser, Battery Backup Units oder entkoppelte Festplattenhalterungen in einem Modell verfügbar sein sollen.

USB 3.0: Vom Desktop ins NAS-Gerät
Mit den Abhängigkeiten von den CPU- und Chipsatzherstellern lässt sich auch erklären, warum es nun auch eine ganze Weile dauerte, bis USB 3.0 den Sprung vom Desktop in NAS-Geräte geschafft hat. Einer der ersten Hersteller mit diesem Feature war Qnap, das USB-3.0 unter anderem in den Geräten der TS-x59-Serie einführte, die zur CeBIT 2011 vorgestellt wurden. Selbstverständlich ziehen hier andere Hersteller von Netzwerkspeichergeräten nach, und langsam aber sicher erfährt die schnelle USB-3.0-Schnittstelle auch bei NAS-Geräten eine immer höhere Verbreitung. Lange dürfte es nicht mehr dauern, und sie wird auch in diesem Marktsegment eine Selbstverständlichkeit darstellen. Aktuell dient sie jedoch noch als Unterscheidungsmerkmal zwischen verschiedenen Geräteklassen.
So auch bei Synology, die aktuell ihr Line-Up auffrischen. Wie bereits erwähnt, darf man hinsichtlich der Hardware keine Revolution erwarten. Vielmehr ist Detailarbeit angesagt. Wie wir jedoch in der Vergangenheit bei diversen anderen Produkten jedoch schon erleben durften, kann man sich aber auch hier verzetteln und Produkte “verschlimmbessern”. Daher wollen wir heute einen Blick auf das neue Synology DS212+ werfen, den Nachfolger des DS211+, das uns Anfang des Jahres durch hohe Datenübertragungsraten sowie ein sehr niedriges Betriebsgeräusch überzeugen konnte und dabei auch gleich ein wenig auf den kleineren Bruder DS212 eingehen.
Letzterer soll aber nicht das Thema dieses Tests sein. Das Testen der DS212 wollen wir dieses Mal unseren Lesern überlassen, doch dazu später mehr. Kommen wir zuerst einmal zum DS212+, für das der Hersteller eine unverbindliche Preisempfehlung von 294 Euro angibt.
Hallo !

Hab schon euren Test zum DS211+ gelesen und war kurz davor es zu kaufen.
Gut das ich gewartet hab
Nu wirds ein DS212+, ich hab für den Preis bisher nichts besseres gefunden.
Guter Vergleich zum Vorgänger-Modell, neben USB3 würd ich Wake On Lan in der Zusammenfassung noch erwähnen weil das scheint mir wichtig.
Guter Test, Danke
Bartman
Tippfehler in der Vergleichstabelle - Chip ganz rechts, da steht 262 statt 282.
Ist korrigiert. Danke für den Hinweis!