AMD Radeon Vega Frontier Edition im Test: Wandern zwischen den Welten

Gaming-Performance: Vulkan/OpenGL 4.5

DirectX12 und Doom im Fenster

Das Spielchen Vulkan vs. OpenGL 4.5 ist schon seit längerem interessant, wenn es darum geht Doom zu testen. Ärgerlicherweise stellte uns das Creators Update von Windows erneut vor Probleme, wenn es darum geht, die Performance unter Doom wirklich verlässlich zu messen. Daran scheiterten allerdings sowohl OCAT als auch diverse PresentMon-Versionen. Sicher, etwas konnte man immer messen, aber oft genug widersprachen die Messergebnisse dann dem subjektiven Eindruck und auch dem, was man Ingame ausgegeben bekam bzw. der Hotkey wurde erst garnicht erkannt.

Ein gängiger Workaround ist der Windowed-Mode, also der Verzicht auf das vermeintlich exklusive Vollbild. Hier stimmten dann die Werte wieder mit der Anwendererfahrung überein und der mögliche Performance-Verlust, wenn er den wirklich existieren sollte, war klein genug, um ihn nicht wirklich zu bemerken. Das möchten wir den Ergebnissen natürlich unbedingt voranstellen, denn wir haben bewusst nicht mit einer älteren Windows-10-Version getestet.

Die Radeon Vega FE kann sich hier nicht so recht entfalten und agiert kaum schneller als die Radeon R9 Fury X, was aber auch belegt, dass es nicht am Fenstermodus liegen kann. Die Karte ordnet sich brav zwischen GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070 ein - ein Bild, das wir so ja bereits kennen.

Auch die Kurvenverläufe zeigen das gleiche Bild, bei dem die Quadro P6000 und die GeForce GTX 1080 Ti deutlich vorn liegen. So nimmt die GeForce GTX 1080 Ti der GTX 1080 ca. 24% ab, während es bis zur Radeon Vega FR sogar knapp 32% sind. Das wäre dann auch durch eine ordentliche Taktanhebung allein so nicht mehr aufholbar; hier wird man wohl auf das kolportierte Wunder warten müssen.

Werfen wir nun einen Blick auf die Frame-Times. Bis auf die etwas längere Renderzeit, sehen eigentlich alle Karten recht ordentlich aus. Nur die Radeon RX 480 zeigt sich hier komplett überfordert.

Das Gleiche spiegelt sich auch in der dazugehörigen Balkengrafik wieder:

Eine positive Überraschung bieten die Frame-Time-Varianzen. Hier schneidet die Radeon Vega FE am besten ab:

Die deutlich schlechtere Gesamtperformance schiebt sie aber beim Uneveness-Index wieder knapp hinter die GeForce GTX 1080 zurück, denn nichts geht über die schnelleren Renderzeiten.

Wer es ganz genau wissen möchte, der kann wieder in der Galerie für die Einzelkarten blättern:

Zwischenfazit:

Das Fazit müssen wir uns auch hier sparen. Aber wir wollen fairerweise auch anmerken, dass Nvidia bei Doom kräftig an der OpenGL-Performance geschraubt hat. Trotz oder wegen des Creators-Updates.

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20 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • ampre
    Interessant in 3d CAD ist man auf P6000 Niveau aber bei Games verliert man. Wie kann das sein?
  • foldinghomalone
    Wurde doch mehrfach erwähnt. (Noch) schlechte / nicht optimierte Treiber fürs Gaming.
  • Lumpus_Aldente
    Zum Thema Mining wäre ein kleiner Testrun interessant wieviel MH/S möglich
  • FormatC
    Nun ja, komplett falsche Zielgruppe. Und: Mining ist mausetot.
  • kleinstblauwal
    Der geneigte Suchmaschinennutzer wird bestimmt eine Angabe zu den MH/s bei anderen Quellen finden. Gut, dass hier keine Werbung für gemacht wird. Ohne, dass ich den Wert jetzt kenne, in Relation zum Kaufpreis ist er aber viel zu gering, hoffentlich ist es bei den Radeon RX Vega auch so, aufgrund der Verwendung des HBM2 sind die verfügbaren Stückzahlen wahrscheinlich eh nicht so groß, auch ohne dass Miner den Mark leer kaufen.
  • amd64
    Ziemlich ernüchternde Ergebnisse, aber es hatte sich ja bereits angekündigt.
    Ich bin vor allem auf den Preis gespannt, den AMD für die teuerere HBM Lösung mit annähernd GTX1080 Leistung aufruft (Vega RX).
  • foldinghomalone
    Naja, wieso Mining mausetot sein soll, würde ich schon gern wissen...
  • MyRunner
    Anonymous sagte:
    Naja, wieso Mining mausetot sein soll, würde ich schon gern wissen...


    Wahrscheinlich, weil die Kurse eingebrochen sind und es sich fuer den Normalo-Miner kaum noch lohnt, zwischen Aufwand und Gewinn.

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Innerhalb-von-vier-Wochen-Ethereum-Kurs-bricht-um-50-Prozent-ein-3769015.html
  • foldinghomalone
    Und heute steigen sie wieder und morgen fallen sie wieder.
    Die Normalos sind sowieso nur die geringste Anzahl an Minern.
    Und die Miningfarmen werden sicherlich nicht so schnell aufhören zu minen, solange die Difficulty nicht zu hoch ist (und dann wird auf andere Coins gewechselt). Die minen sowieso auch wenn der Kurs niedrig ist und hoffen auf eine Preisexplosion.

    Und auch für Häuslebesitzer mit ausreichend dimensionierte PV-Anlage dürfte minen tagsüber wg. fehlenden/geringen Stromkosten immer noch lukrativ sein.
  • msroadkill612
    This review opens my eyes.

    All the press have to say is what a failure FE is. Keeping debate games centric is convenient for Nvidea PR.

    As the author says, a work gpu that is also an OK gamer after work, is indeed very appealing, just as ryzen cpu is to gamers who work with PCs.

    1500usd vs 5000usd for 90% of the workstation performance, on the FE beta version of a new generation gpu architecture, which promises to improve greatly.

    FE sure looks temptingly cost effective. It sure beats $5k for a work gpu & $1k for a gaming gpu from nvidia.
  • msroadkill612
    Excuse me if i missed reference to it in the story, but in a workstation context, i would think vegaS feature of 256GB+ of gpu memory/cache/workspace, has important possibilities (and caveats), in many niches?

    I refer to the raid0 nvme ssd ports on the vegaS Infinity Fabric. I would guess it now provides about 6GBps of sequential bandwidth. Slow by comparison with dram, but its undreamt of storage speeds until recently.

    Combined with AMDs excellent "memory extender toolkit" (HBCC, fabric,predictive fetch algoriths based on usage patterns), it can provide a better way than paging job segments in and out of restricted memory workspace.
  • Plitz
    Diese Kryptowährungen haben ja noch mehr an sich, als nur den reinen Kurs. Je mehr von ihnen berechnet wurden, umso schwieriger und langwieriger wird es einen Weiteren zu errechnen. Es ist also nicht nur der Gegenwert an sich der stetig fällt, sondern du musst immer mehr Aufwand betreiben um diese Währung überhaupt erst zu bekommen. Für den Besitzer fallen sie nur durch den Kurs, aber für den Hersteller fallen sie durch Kurs und Aufwand einfach doppelt.
  • FormatC
    Schneeballsystem und reine Spekulationsgewinne. Selbst zu Minen ist sinnlos, das Kaufen und Verkaufen ist mit etwas Glück deutlich gewinnbringender, wenn man es wie eine Aktienspekulation betrachtet.
  • amd64
    Ist auch wurscht, da der Ethereum Hype eh vorerst vorüber ist und die Vega FE P/L technisch beim minern ziemlich schlecht abschnitten.

    Viel wichtiger ist die Frage: "Kommt der Wundertreiber mit der Vega RX?" :D
  • FormatC
    Hmmm. Ich darf ja nix spoilern. Warte halt mal noch ein paar Tage...

    Warum muss ich bei Wunder-Treibern immer an Wunderwaffen denken? :D
  • Gammablitz
    Mit steigender Komplexität, sprich geringerer Ausbeute, müsste rein theoretisch allerdings auch wieder der Kurs steigen, da das geringere Angebot zu einem höheren Wert führt. Am Anfang sind die Kursschwankungen aber voraussehbar sehr stark.
    Wie FormatC schon sagte, das ist alles Spekulation, die wissen doch selbst nicht, was diese Cryptowährungen wert sind, also wetten sie am Ende einfach. Das Zeug ist so viel wert, wie die Leute denken, dass es wert ist.

    Ich persönlich frage mich allerdings doch, was eigentlich den Wert dieser Währungen ausmacht. Sie müssen ja für irgendwas verwendet werden können und der einzige Bereich in dem es Sinn macht sie einzusetzen sind dann eher kriminelle Machenschaften, wenn es um Anonymität geht ;D
  • foldinghomalone
    Anonymous sagte:
    ...Sie müssen ja für irgendwas verwendet werden können und der einzige Bereich in dem es Sinn macht sie einzusetzen sind dann eher kriminelle Machenschaften, wenn es um Anonymität geht ;D

    Genau. Aus diesem Grund gleich noch Bargeld verbieten, weil dadurch die meisten kriminellen Machenschaften vertuscht werden.
  • Gammablitz
    Anonymous sagte:
    Genau. Aus diesem Grund gleich noch Bargeld verbieten, weil dadurch die meisten kriminellen Machenschaften vertuscht werden.

    Sicher und jedem noch zwangsweise einen RFID-Chip einsetzen, damit auch ja nichts schiefgehen kann.
  • Plitz
    Anonymous sagte:
    Mit steigender Komplexität, sprich geringerer Ausbeute, müsste rein theoretisch allerdings auch wieder der Kurs steigen, da das geringere Angebot zu einem höheren Wert führt. Am Anfang sind die Kursschwankungen aber voraussehbar sehr stark.
    Wie FormatC schon sagte, das ist alles Spekulation, die wissen doch selbst nicht, was diese Cryptowährungen wert sind, also wetten sie am Ende einfach. Das Zeug ist so viel wert, wie die Leute denken, dass es wert ist.


    Das Problem ist, dass das Angebot ja nicht geringer wird. Es werden immer mehr Bitcoins, sie gehen ja nicht verloren oder verschwinden (außer man verliert seine "Wallet"). Wir bekommen also immer mehr Bitcoins, während die Nachfrage nicht wirklich steigt.
  • Gammablitz
    Anonymous sagte:
    Das Problem ist, dass das Angebot ja nicht geringer wird. Es werden immer mehr Bitcoins, sie gehen ja nicht verloren oder verschwinden (außer man verliert seine "Wallet"). Wir bekommen also immer mehr Bitcoins, während die Nachfrage nicht wirklich steigt.

    Der Anstieg des Angebots wird geringer. Bei gleichbleibender Nachfrage steigt also der Wert pro Token, sprich der Kurs.
    Mit steigendem Kurs steigt erst mal die Nachfrage. Sobald die Leute dann ihren Profit mitnehmen und verkaufen wollen, sinkt er wieder, was dann wieder zu einer steigenden Nachfrage führt, usw.

    Wobei das eh alles nur schnöde Theorie ist, am Ende ist es eben wie FormatC schon meinte ein Schneeballsystem.
    Es wird einfach nur gewettet.