Vernunft statt Übergewicht: Gigabyte RX Vega64 Gaming OC im Test

Leistungsaufnahme im Detail

Leistungsaufnahme bei verschiedenen Lasten

Die Leistungsaufnahme im Gaming-Loop liegt mit den gemessenen ca. 261 Watt im Balanced Mode ungefähr 20 Watt unter dem, was man bei der Referenz im Default-BIOS messen konnte. Das ist umso erstaunlicher, als dass die Performance ja sogar einen Tick höher ausfällt. Die BIOS-Änderung samt neuer Power-Table scheint also zu greifen. Die Leistungsaufnahme entspricht, bei fast gleichem Takt, in etwa den Werten der kleineren RV Vega56 Gaming OC, was schon etwas heißen will.

Der manuelle OC-Modus mit 50% höherem Power Limit schießt dann schon einmal weit über die 330-Watt-Marke hinaus, wobei der Kühler in diesen Leistungsregionen bereits überfordert wirkt, wenn man nicht die Lüfter gleichzeitig gehörig anstößt. Deshalb haben wir auch im weiteren Verlauf auf eine Übertaktung verzichtet und nutzen nur den Balanced-Mode ohne weitere Zuschläge.

Die korrespondierenden Spannungen für beide Loops im Werkszustand zeigt das nachfolgende Diagramm, wobei die Regelwut rund um das Power Limit stark zugenommen hat.

Normeinhaltung am Mainboard-Slot

Mit maximal 2,4 Ampere (Torture) liegt die Karte deutlich unterhalb der Hälfte dessen, was die PCI SIG mit maximal 5,5 Ampere (66 Watt) für die 12-Volt-Schiene am Mainboard-Slot festlegt. Im Gaming Loop liegt man mit nur 1,9 Ampere noch viel weiter darunter. Insgesamt betrachtet, ist das Balancing sehr vorbildlich umgesetzt worden und der Mainboardslot wird kaum ernsthaft belastet.

Detailgrafiken: Leistungsaufnahme und Ströme

Wir haben zur besseren Veranschaulichung alle Messergebnisse auch noch einmal als detaillierte Kurvenverläufe in den untenstehenden Grafiken erfasst. Naturgemäß fallen die Leistungsaufnahme-Spitzen beim Gaming dabei am größten aus. Mit Peaks von bis zu 340 Watt kann man aber gut leben, weil diese nur sehr kurzzeitig auftreten.

Die dabei fließenden Ströme verhalten sich äquivalent:

Beim Stresstest fallen die kurzzeitigen Spitzen deutlich niedriger aus, auch wenn die Leistungsaufnahme noch einmal etwas oberhalb der fürs Gaming liegt.

Auch jetzt folgen die fließenden Ströme brav dem Kurvenverlauf und zeigen keine Auffälligkeiten.

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • drno
    2048 bit Speicheranbindung - Wie geht das denn? Ich dachte, 256 bit seien das Maximale?
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  • FormatC
    HBM2 ;)
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  • DragoCubX
    Die Speicheranbindung ist doch der große Pluspunkt von HBM? Aus meiner Sicht stimmt die Angabe.

    Bin allerdings der Meinung, dass die einzelnen "Channel Interfaces" der HBM-Stacks bei der 2. Generation mit 256 Bit-Anbindung laufen.
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