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Langzeitperformance (schlechtester Fall)

OCZ Vertex 4 im Test: Indilinx im neuen SSD-Flaggschiff
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Performance mit "frischem" Laufwerk

Wenn man beurteilen will, wie sich die Datenraten einer SSD über Monate intensiver Nutzung hinweg verändern, muss man sie künstlich „altern“, indem man sie mit unkomprimierbaren Daten anfüllt. Die Idee dahinter ist, jeden Flash-Block mit Daten zu füllen, sodass der SSD-Controller keinen einzigen Block allozieren kann, ohne vorher Garbage-Collection durchzuführen.

Stark genutzter Zustand

Dieser Worst-Case-Performancetest beschreibt eine bereits mit Daten angefüllte SSD mit 4 KB-Blöcken an zufälligen Positionen. Da auf allen Flash-Blöcken bereits Daten sind, kann der SSD-Controller nicht einfach einen leeren Block für den neuen Schreibvorgang heranziehen. Und dann wird zur Abwechslung wieder sequenziell geschrieben, was die Garbage-Collection auslöst. Wir halten diesen Test für wichtig, weil er die Performance der Garbage-Collection beleuchtet – insbesondere bei SSDs wie der Vertex 4, bei der der gesamte Flashspeicher brutto für netto dem Anwender zur Verfügung steht und kein Speicher intern zurückgehalten wird.

Beim Test der Octane-SSD, die einen Everest-Controller eingebaut hat, haben wir schon bemerkt, dass die Garbage-Collection erst dann ausgelöst wird, wenn wirklich Blöcke benötigt werden - also nicht im Hintergrund. Das hat sich aber zum Glück bei der Vertex 4 geändert.

Das Diagramme oben und unten illustrieren, wie sich die Schreibperformance wieder verbessert, nachdem der Controller etwas Zeit hatte, im Hintergrund Garbage-Collection durchzuführen. Abgesehen davon möchten wir darauf hinweisen, dass so eine Extremsituation, wo alle Blöcke beschrieben und damit „dirty“ sind, in der Praxis ja ohnehin kaum auftritt. Eine typisches Szenario ist vielmehr, dass zumindest einige Blöcke leer sind und bei Schreibvorgängen unmittelbar zur Verfügung stehen, während der Controller im Hintergrund Garbage-Collection durchführt und damit weitere Blöcke „freischaufelt“. Wer regelmäßig seinen Papierkorb leert und dadurch das Betriebssystem veranlasst, das TRIM-Kommando an die SSD zu senden, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den von uns künstlich herbeigeführten Performanceeinbruch nie sehen.

Alle 10 Kommentare anzeigen.
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  • Brat , 30. April 2012 11:21
    schlägt aber keine m4/830 meiner ansicht nach

    und nicht zu vergessen: ocz hat auf gewissen plattformen ihre produkte selber gut bewertet und die der konkurrenz negativ ... und ich glaub deswegen ist bis heute nichts passiert :o 
  • Gaensebluemchen , 30. April 2012 11:46
    Hallo :) 
    Warum ändert sich die Farblegende während der Tests? Beispiel Crucial m4, Seite 3, Zufällige Zugriffe: erst orange mit O als Zeichen, dann blau ohne Zeichen. Verwirrend.
  • Diesel_im_Blut , 30. April 2012 18:34
    Schöner Test, zumal der noch zum richtigen Zeitpunkt raus kam. Habe auch vor mir demnächst ne neue SSD zuzulegen und die Vertex 4 gehört neben der Intel 520 und der Samsung 830 zu meinen Faforiten. Ich besitze zwar schon eine SSD, doch die 120 GB sind mir zu wenig und ich werde mir eine mist 240 GB zulegen.

    Aber ich hab nach dem Test immer noch das Problem, welche nehmen. Intel und OCZ etwa gleich teuer und 5 Jahre Garantie. Samsung etwas günstiger und nur 3 Jahre Garantie. In den Benchmarks ist jede der 3 zur Auswahl stehenden mal vorne, mal irgendwo im Mittelfeld. Man muss sich dann auch die Frage stellen, merkt man die unterschiede der SSDs in der Praxis, oder ist das nur Mess-, aber nicht Fühlbar. Dann kommt die Frage mit der Firmware uns Zuverlässigkeit. In dem Punkt hat Intel von mir irgendwie das meiste Vertrauen.

    Generell finde ich, SSD-Kauf ist schwieriger als Festplattenkauf.
  • bluray , 1. Mai 2012 11:00
    Ich selbst bin etwas gebrandmarkt von SSDs von OCZ. Hatte damals versucht, mein Notebook umzustellen, was in einem Bluescreen endete. Jetzt habe ich eine Corsair Force 3 in meinen grossen Rechner eingebaut und das OS einfach geclont. Das hat reibungslos funktioniert...

    Aber vielleicht werde ich der OCZ doch nochmal eine Chance geben...
  • Oshiyo@1336483272@guest , 2. Mai 2012 08:29
    geht mir ähnlich... ich hatte mit der Vertex 3 zig firmware probleme bis sie dann bei der letzten (funktionierenden) FW den geist komplett aufgegeben hat. wurde mir dann ausgetauscht mit bereits neuester FW und seither funktioniert das ding 1A... meine nächste für den laptop wird trotzdem eine force 3... funktioniert bei vielen bekannten einfach problemlos und schnell- so soll es sein.
  • Fabo@1338799925@guest , 2. Mai 2012 08:57
    P/L technisch halte ich die samsung 830er immernoch für die bessere wahl
  • JochenTE@guest , 2. Mai 2012 10:18
    Die Crucial M4 erreicht viel bessere Ergebnisse/Zahlen, wie hier zu sehen http://www.supportnet.de/ssd
  • SupportOpfer@guest , 2. Mai 2012 17:17
    OCZ ist vielleicht in Ordnung solange alles funktioniert.
    Der Support ist allerdings unterirdisch schlecht. Mein Revodrive läuft trotz 2x RMA bis heute nicht richtig rund.
    Bei einer anderen Begegnung mit der Kundenabwehr wurden intakte Rams einfach ungeprüft entsorgt (natürlich ohne Ersatz) Begründung: der Produktzweig wurde aufgegeben. So viel ist OCZs Lifelong Warranty wert.
    Von daher darf man auf die Garantie dort nicht zu viel geben.
  • modena , 8. Mai 2012 20:29
    Anscheinend gibt es eine neue Firmware für die Vertex 4, welches sie deutlich beschleunigen soll.
  • leremius , 5. Oktober 2012 07:21
    alles Mist, solange die Qualitaet von OCZ so miserabel bleibt wie bisher. 3 OCZ SSDs sind in 14 monaten defekt gegangen - sowohl Vertex2 als auch Agility3 SSDs. jetzt reichts, OCZ Schrott fliegt bei mir entgueltig raus, Intel Platten sind bestellt.
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