Wozu überhaupt Virtualisierung?
Wo liegt der Nutzen von virtualisierter Hardware und welche Vorteile ergeben sich dadurch?
Für die meisten Nutzer sind Test-Szenarien die offensichtlichste Anwendung. Ein Software-Projekt kann ohne großen Aufwand schnell auf mehrere Server-Instanzen installiert werden, um dessen Funktionalität in der geplanten Zielumgebung zu testen. Sollte alles wie geplant funktionieren so kann das virtuelle Testsystem entweder direkt "live gehen", mit geringem Aufwand auf ein anderes Hostsystem portiert werden oder auf einem echten Rechner neu aufgesetzt werden.
Ihre neuen Anwendungen können dadurch auch mit relativ geringem Aufwand einem Kunden vorgeführt werden, indem die VM komplett auf einen Notebook mit Unterstützung der gleichen Virtualisierungs-Technologie übertragen wird. Im Sales-Meeting wird ein voll funktionsfähiger Server mit ihrer Applikation vermutlich Eindruck schinden.
Auch wenn mehrere Server innerhalb kürzester Zeit ans Netz gehen sollen eignen sich VMs hervorragend, denn vorhandene Systeme oder VMs können ohne großen Aufwand vervielfacht werden. Nötig ist lediglich eine Anpassung an die Aufgabenstellung, aber diese würde ohnehin anfallen.
Die Liste geht so noch weiter; tatsächlich kann man davon ausgehen, dass eine Vielzahl der möglichen Anwendungen noch nicht einmal in Betracht gezogen wurde.
Nutzen von Virtualisierung
Der Nutzen virtualisierter Systeme lässt sich in aller Kürze zusammenfassen:
Je nach Anwendungszweck sind weniger Rechner notwendig Geringerer Verwaltungsaufwand für die Hardware Konsolidierung alter Systeme, so genannter Legacy-Hardware Weniger Server pro KVM-Switch Weniger physische Netzwerkverbindungen Time to Market wird reduziert Vorteile für Backup und Disaster RecoveryDer Haken an Virtualisierung lag bislang vor allem an den hohen Kosten. Tatsächlich haben wir schon davon gehört, dass ein Systemanbieter 16 Blade-Stacks zu einem geringeren Preis anbieten konnte als die Kosten für die Implementierung für einen potenten Server samt 17 virtuellen Maschinen ausgefallen wären. Leider ist der ESX-Server tatsächlich so teuer, und die oft notwendigen Server mit vier und mehr CPUs sind nach wie vor keine Schnäppchen.
Multi Core CPUs Als Joker der Zukunft?
Erst vor wenigen Wochen erschien Version 2.52 des ESX Server, der erstmals AMD Dual Core Prozessoren unterstützt. Dabei geht die Lizenzierung explizit darauf ein, dass pro Prozessorsockel abgerechnet wird und nicht per Prozessorkern. Klar, dass dies die Kosten für Systeme mit mehr als zwei Prozessoren bzw. Cores ganz erheblich drückt, da für vier Recheneinheiten heute nur zwei Dual Core CPUs benötigt werden.
Damit ist zudem auch der Griff zu Rackservern mit nur einer Höheneinheit (1 HE) möglich, die nicht nur die Serverdichte im Rechenzentrum erheblich steigern können, sondern auch noch deutlich preiswerter als 2U-Systeme mit vier CPU-Sockeln ausfallen.
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