Toshiba mit eigenem Prozessor für Wearables

Zwar ist die Idee von kompakten Rechner, die so klein sind, dass sie mühelos in Uhren und Brillen und später auch mal in Schuhen, Jacken usw. untergebracht werden können, nicht gerade neu, doch in diesem Jahr scheint so etwas wie der Startschuss gefallen zu sein. Das Angebot an Smart Watches wird sich im Laufe des Jahres deutlich vergrößern, nicht nur weil Samsung zum MWC seine Galaxy-Gear-Serie deutlich erweitert hat, sondern auch dank Googles eigenem Android-Betriebssystem für entsprechende Gerätschaften, das zumindest von LG und Motorola genutzt wird. Zudem forscht Intel an einer eigenen Plattform, Edison genannt.

Nun scheint sich ein weiterer Hersteller in diesem Bereich engagieren zu wollen, den man an dieser Stelle weniger vermutet hätte: Toshiba. Dabei sind die Japaner alles andere als unbewandert, wenn es um die Entwicklung eigener Prozessoren geht, schließlich stecken in den Fernsehern des Herstellers leistungsstarke Mehrkern-Prozessoren auf der Basis von ARM-Arcitekturen.

Diese Kompetenzen sollen nun auch auf die Wearables übertragen werden und in der TZ1000-Serie ihre Entsprechung finden, zu der der nun vorgestellte TZ1011MBG gehört. Dieser basiert auf dem ARM Cortex M4F und geht mit einer Taktfrequenz von gerade mal 48 MHz zu Werke. Er besitzt nicht nur einen eigenen DSP, selbst eine eigene Einheit zur Berechnung von Gleitkommaaufgaben ist integriert. Damit soll genügend Leistung für die Zusammenarbeit mit externen Sensoren, etwa für die Überwachung von Herzaktivitäten usw., bereitstehen, denn integriert wird zunächst lediglich ein Beschleunigungssensor. Die Daten können dann unter anderem per USB oder Bluetooth mit anderen Geräten geteilt werden.

Die Fertigung erster Testsamples soll im Mai beginnen, der Startschuss für die Serienproduktion soll im September fallen.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
Noch keine Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar